Nicht jeder ängstigt sich in gleicher Intensität oder sorgt sich um das Gleiche. Eines darf man dabei im Blick behalten: Angst zu haben ist normal und auch erst einmal nichts schlechtes. Denn unsere Angst hilft uns, Gefahren als solche zu erkennen und verantwortungsbewusst und mit Bedacht zu handeln.
Fühlen wir uns der Furcht jedoch hilflos ausgeliefert, raubt uns das wichtige Energie und nimmt uns Handlungsspielraum. Was uns in solchen Momenten helfen kann:
Hilfreiches in unruhigen Zeiten
- Bei glaubwürdigen Quellen informieren: seriöse Nachrichtensendungen in Radio und Fernsehen bewusst auswählen. Darüber hinaus nicht von dubiosen Falschmeldungen und Horrorszenarien verunsichern lassen.
- Fokus auf Positives: Informiert bleiben, ja. Verrückt machen lassen, nein. Nach Nachrichten und Co. dürfen wir immer wieder auf positive Themen und zu Mut machenden Geschichten zurückkehren.
- Abstand wahren: Angst, Unruhe, Ohnmacht - all das darf sein. Denn auch diese Gefühle gehören zum Menschsein dazu. Und gleichzeitig dürfen wir uns erinnern: Ich bin nicht meine Gedanken und Gefühle. Ich habe Gedanken und Gefühle - und kann diese annehmen und auch wieder ziehen lassen.
- Dankbarkeitsübungen praktizieren: Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, atmen Sie tief ein und aus. Sitzen Sie gerade, Brust raus, Schultern nach unten und schließen Sie die Augen. Denken Sie an all das, wofür Sie gerade dankbar sind. Laden Sie Ihre Batterien richtig damit auf. Für was sind Sie dankbar in Ihrer Vergangenheit? Für was im Moment? Baden Sie in dem Gefühl und wiederholen Sie diese Übung am besten täglich, um ihren wertschätzenden Blick zu schärfen und in der Präsenz Frieden zu finden.
Ins Handeln kommen
- Anderen helfen: denn das tut uns Menschen gut. Sach- oder Geldspenden, Ehrenämter oder Projekte können dabei helfen, sich weniger ohnmächtig zu fühlen
- Bewegung an der frischen Luft: das macht den Kopf frei und tut auch dem Körper gut
- Auch Ablenkung ist erlaubt: In unserem Servicebereich finden sich viele Anregungen für Beschäftigungen. Handarbeitsanleitungen oder neue Koch-Ideen sorgen für einen neuen Fokus
Ansprechpartner gegen die Angst
Für alle, die mit Ängsten oder Traurigkeit zu kämpfen haben – hier gibt es Hilfe, an die Sie sich konkret wenden können:
- Telefon-Seelsorge: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222
- Seniorentelefon gegen Einsamkeit: 0800 / 47 08 090
- Nummer gegen Kummer: 116 111
- Sucht- und Drogen-Hotline: 01805 / 313 031
