Weitere Internetseiten von Bayard-Media:
Ratgeber Geld & Recht

Mehr Rente für Frauen

Gerade Frauen sollten darauf achten, Renten-Lücken zu kennen und zu schließen. Das plus Magazin zeigt, wie Frauen das Beste aus ihrer Rente rausholen können.

© shutterstock
© shutterstock

Kennen Sie die gefährlichsten Renten-Lücken für Frauen? Das plus Magazin hat sich in der Ausgabe 12/2013 ganz genau informiert.

Die Zahlen sind alarmierend:

  • Frauen erhalten im Schnitt 22 Prozent weniger Lohn als Männer.
  • Dadurch sammeln sie auch gut ein Viertel weniger Rentenansprüche als Männer.
  • Im Durchschnitt erreichen Frauen sogar 15 Versicherungsjahre weniger.
  • Allerdings leben Frauen durchschnittlich vier Jahre länger .
  • Das Resultat sind im Schnitt gerade etwa 600 Euro Rentenanspruch im Monat. Das ist unterhalb der Grundsicherung.
  • Und trotzdem sorgen weit weniger Frauen fürs Alter vor als Männer.

Dabei könnten viele Frauen höhere Renten erhalten. Sie müssten nur alle Möglichkeiten, die das deutsche Rentensystem für sie bietet, nutzen. Die Rentenversicherung begeht gerade bei Frauen viele Fehler, weil sie Faktoren wie Kinder, Teilzeit und geringeren Verdienst nicht korrekt bewertet.

Das sind die größten Rentenfallen für Frauen

Die Kümmerfalle

Das Problem: Frauen kümmern sich zu wenig um die spätere Rente

Was tun? Kümmern! Sich bei der Renten-Information über die Ansprüche erkundigen, die man hat und prüfen, ob die gespeicherten Versicherungszeiten korrekt eingetragen wurden (Studien zeigen, dass 1/3 der Einträge fehlerhaft sind – i.d.R. zulasten der Frauen)

Die Kinder-Falle

Das Problem: Frauen erreichen oft weniger Versicherungsjahre durch Pausen wegen der Kindererziehung

Was tun? Als Ausgleich gibt es die Kindererziehungszeiten – aber Achtung: diese exakt kontrollieren, da hier häufig Fehler entstehen

Die Vorsorge-Falle

Das Problem: Zu wenige Frauen nutzen die Möglichkeiten der Betriebsrente, bzw. der staatlich geförderten Altersvorsorge

Was tun? Auch bei geringem Verdienst besteht ein Anspruch, genau informieren über Möglichkeiten wie Riester-Verträge, vermögenswirksame Leistungen und die betriebliche Altersvorsorge

Die Teilzeit-Falle

Das Problem: Frauen arbeiten oftmals Teilzeit, weil sie sich um die Familie kümmer(te)n

Was tun? Wenn möglich, von Teilzeit auf Vollzeit aufstocken (bei Akademikerinnen kann sich die Rente um bis zu 42% senken, wenn diese Teilzeit arbeiten); alle Möglichkeiten betrieblicher und staatlich geförderter Vorsorge nutzen, auch Riester-Verträge prüfen – und wenn Teilzeit, dann erst recht privat vorsorgen

Die Scheidungsfalle

Das Problem: Frauen sind nach der Scheidung selbst für ihren Lebensunterhalt verantwortlich – nun oftmals allein für Kinder verantwortlich und arbeiten deshalb nur Teilzeit

Was tun? Nicht einfach einer vorschnellen Einigung zustimmen, eigene Ansprüche für das Alter neu aufbauen, bspw. mittels Sparplänen; Renten-Informationen genau kontrollieren

Die Pflegefalle

Das Problem: Oft liegt es an den Frauen, ihren Beruf aufzugeben oder Arbeitszeit zu reduzieren, um Angehörige zu pflegen

Was tun? Die Pflege Angehöriger auf dem eigenen Rentenkonto vermerken (bei der Pflegekasse des Angehörigen); überlegen, ob sich nebenbei ein Teilzeit-Job einrichten lässt (denn dann hat man doppelt Renten-Beiträge); der Pflegeaufwand muss mindestens 14 stunden pro Woche beantragen

Die Hinterbliebenen-Falle

Das Problem: Wenn Frauen (früh) verwitwen

Was tun? Den Rentenbescheid exakt kontrollieren

Die Finanzfalle

Das Problem: Frauen verdien(t)en weniger

Was tun? Früh mehr Wert auf Altersvorsorge legen, bspw. auf die Betriebsrente, staatliche Zuschüsse (vermögenswirksame Leistungen und Riester-Rente); Geld ganz klassisch sparen

Die 400-Euro-Falle

Das Problem: Frauen, die ausschließlich einen Mini-Job haben

Was tun? Auf Rentenversicherungspflicht nach neuen Regeln (seit Januar 2013) bestehen und Rentenbeiträge auf vollen Satz aufstocken – so sind nur noch 5 Euro je Monat für einen Riester-Vertrag nötig, um die Grundförderung zu erhalten

 

Letzte Version vom 24. Januar 2019

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Rente mit 67 – Neues Recht für WitwenRente mit 67 – Neues Recht für Witwen Ab Januar 2012 beginnt die Rente mit 67. Dieses neue Rentenrecht verändert auch die Regeln für Hinterbliebene. plus Magazin hat alle Fakten und Tipps für Sie zusammengefasst.
  • Mini-Job in RenteMini-Job in Rente Fast 8 Millionen haben einen Mini-Job, fast eine Million davon ist über 65 Jahre alt. Was müssen Sie als Rentner bei einem Mini-Job beachten?
  • Die neue Flexi-RenteDie neue Flexi-Rente Das ist mal ein tolles Gesetz: Weniger Abschlag? Mehr Rente? Oder beides? Ab Juli 2017 bietet die Rentenkasse jedem ab 50 extrem lukrative Möglichkeiten.
  • Spaß am Mini-Job trotz RenteSpaß am Mini-Job trotz Rente So viele Rentner wie noch nie haben einen Mini-Job. Seit Januar erhält jeder jedes Jahr eine zusätzliche Renten-Erhöhung und hat deutliche bessere Rechte.
  • Solar auf dem Dach, Rente gekürztSolar auf dem Dach, Rente gekürzt Wer als Rentner selbst mit einer Solaranlage auf dem Dach Strom erzeugt, läuft Gefahr, dass die Rente gekürzt wird. plus zeigt, wie man sich schützen kann.
  • Das 1×1 der ErwerbsminderungDas 1×1 der Erwerbsminderung Wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, greift die Erwerbsminderungs-Rente. Doch es gibt einige Fallen, die bei der Beantragung lauern.

Kommentare sind geschlossen.