Aufgrund der immer noch hohen Zahl der Neuinfektionen der Corona-Neuinfektionen in Deutschland und ganz Europa raten Bundesregierung, Mediziner und Behörden wie das Robert-Koch-Institut (RKI) von nicht notwendigen Reisen grundsätzlich ab.

Das RKI hat eine genaue Liste mit allen Ländern und Regionen veröffentlicht, die als Risikogebiet gelten und für die eine Quarantäne-Pflicht nach der Rückreise besteht. Die Liste wird ständig aktualisiert und an die Zahl der Neuinfektionen vor Ort angepasst.
Auf der Webseite des Auswärtigen Amtes finden Sie außerdem Infos zu Reisewarnungen und aktuellen Bestimmungen für die Ein- und Ausreise in Länder weltweit.

Neu: Hochrisikogebiete, verschärfte Testpflicht

(Stand: 22. Januar 2021)
Wegen besonders hoher Infektionszahlen bzw. einem Inzidenzwert über 200 hat die Bundesregierung erstmals Länder als Hochrisikogebiete eingestuft und verschärften Einreiseregeln verhängt. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, gehören dazu unter anderem Tschechien, die Urlaubsländer Spanien, Portugal und Ägypten sowie die USA und Israel.
Auch werden jetzt Länder zu „Virusvarianten-Gebiete“ erklärt, etwa Großbritannien, Irland, Südafrika und Brasilien.

Für Menschen, die aus einem Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland kommen, gilt: Ein negativer Test darf bei Einreise höchstens 48 Stunden alt sein. Außerdem können mögliche Ausnahmeregeln für die Quarantäne eingeschränkt werden.

Rückkehrer aus „normalen“ Risikogebieten müssen sich spätestens 48 Stunden nach Einreise in Deutschland auf Corona testen lassen. Dadurch kann die obligatorische 10-Tage-Quarantäne, die für Einreisende aus Riskogebieten gilt, auf fünf Tage verkürzt werden. Mehr Infos dazu auf der Seite des Bundesinnenministeriums.

Unter der Telefonnummer 116 117 oder unter www.116117.de erfahren Sie, wo Sie in Wohnort-Nähe einen Test machen können.

Neu seit Anfang November 2020

Reisende, die sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen ab sofort die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Dadurch erfolgt eine Meldung beim zuständigen Gesundheitsamt und Sie erhalten ein PDF als Bestätigung.
Keine Einreiseanmeldung durchführen müssen

  • Personen, die lediglich durch ein Risikogebiet durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten,
  • Personen, die nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die beruflich bedingt in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, um grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug zu transportieren.

Die Grenzen sollen offen bleiben

(Stand: 22. Januar 2021)
Die Ausbreitung verschiedener hochansteckender Corona-Virus-Mutationen hatte einen Gipfel notwendig gemacht: Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben sich am 22. Januar 2021 in einer Videokonferenz darauf geeinigt, die Grenzen innerhalb der EU – grundsätzlich – offen zu halten.

Kommissionspräsidentin von der Leyen und EU-Ratspräsident Michel riefen die Menschen aber dazu auf, in den kommenden Wochen auf nicht dringend notwendige Reisen verzichten. Auch bleibt es den einzelnen Ländern überlassen, etwa touristische Reisen und Aufenthalte doch zu verbieten. Grenzkontrollen und -schließungen zwischen zwei Mitgliedsstaaten bleiben weiterhin möglich und in der Verantwortung der einzelnen Mitglieder.
So muss zum Beispiel für die Einreise nach Frankreich ab Sonntag, 24. Januar 2021, generell ein hegativer PCR-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden ist. Außerdem muss an der Grenze ein trifftiger Grund für die Einreise angegeben werden. Davon ausgenommen sind lediglich Berufspendler und der Warenverkehr.

Personen, die aus einem Drittstaat in die EU einreisen wollen, müssen aber einen negativen Corona-Test vorlegen, so sieht es der Beschluss der Gipfel-Konferenz vor.

Auf der zweiten Seite lesen Sie, was jetzt bei der Urlaubsplanung möglich ist und welche Kosten eine Reiserücktrittsversicherung übernimmt und welche nicht.