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Vitamin-Mangel stoppen!

Eine aktuelle Studie zeigt: Vielen Bundesbürgern ab 65 Jahren fehlen Vitamine und Mineralstoffe. Mögliche Folgen: Müdigkeit, Bluthochdruck, Knochenbrüche. So können Sie sich schützen.

Dean Drobot/©shutterstock
Dean Drobot/©shutterstock

Eine Unterversorgung von wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen macht nicht krank, aber anfälliger für andere Krankheiten. Vor allem im Alter kommt es oft zu einer unzureichenden Versorgung.

Woran liegt das?

  • Bestimmte Krankheiten: z.B. Magen-Darm-Erkrankungen führen zu einer schlechteren Aufnahme von Vitamin B12.
  • Medikamente: Magensäure-Hemmer und Diabetes-Präparate (Metformin) können z.B. die Vitamin-B-12-Aufnahme schwächen.
  • Ernährung: Wer sich dauerhaft zu einseitig ernährt, riskiert Mangelerscheinungen. Wichtig ist auch, wie Lebensmittel gelagert und zubereitet werden. Einfrieren und kurze Kochzeiten helfen dabei, die Vitamine zu erhalten.

Jedem zweiten ab 65 fehlt Vitamin D

Laut einer aktuellen Studie fehlen Bundesbürgern ab 65 v.a. die Vitamine D, B12, Folsäure (= Vitamin B9) und der Mineralstoff Eisen. Einen Mangel an Vitamin D hat fast die Hälfte der untersuchten Menschen, Vitamin B12 ein Viertel.

Doch woran erkennt man den Vitamin-Mangel? Ein Bluttest beim Arzt gibt Gewissheit. Dabei werden verschiedene Parameter im Blut gemessen, die Rückschlüsse auf einen Mangel geben. Ein Beispiel: Taucht Homocystein, eine bestimmte Aminosäure, in großen Mengen auf, ist das ein Hinweis auf einen Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure.

Darauf sollten Sie beim Blutabnehmen achten:

  • Wurde ein Defizit festgestellt, sollte man nach 6 Monaten eine weitere Kontrolluntersuchung machen lassen, um zu sehen, ob der Vitaminspeicher wieder aufgefüllt ist. Ist alles ok , nach 1 Jahr wieder kontrollieren.
  • Bei jeder neuen Untersuchung den Arzt darauf hinweisen, dass das Blut im selben Labor untersucht werden soll – jedes Labor hat eigene Messmethoden.
  • Immer ein Labor vor Ort wählen. Längere Transporte verändern die Bestandteile des Blutes.

Die Symptome eines Vitamin-Mangels

Die Symptome eines Vitamin- bzw. Mineralstoff-Mangels sind meist unspezifisch. Die folgende Auflistung der wichtigsten Vitamine zeigt, wie sich eine Unterversorgung bemerkbar machen kann. Am Ende gibt nur eine Blutuntersuchung Klarheit.

Vitamin B1

Wichtig für Herz, Nerven & Gehirn

Den Mangel erkennen Sie an:

  • Herzrasen bei Anstrengung
  • häufigen Wadenkrämpfen
  • Abgeschlagenheit
  • leichter Reizbarkeit
  • depressive Gedanken

Vitamin B2

Stärkt Augen und Haut.

Den Mangel erkennen Sie an:

  • gerötete Augen
  • brüchigen, matten Fingernägeln
  • schuppiger, roter Haut um Augen, Nase und Lippen

Vitamin B12

Schützt Nerven, Herz und Muskeln

Den Mangel erkennen Sie an:

  • ungewöhnlich starkem Herzklopfen
  • blutleerer Haut und Schleimhäuten
  • eingeschlafenen Händen und Füßen

Vitamin C

Wichtig für Immunsystem, Knochen und Stoffwechsel

Den Mangel erkennen Sie an:

  • häufigen längeren Infekten
  • entzündetem Zahnfleisch
  • schmerzenden Muskeln und Knochen
  • Gefühl von Schwäche und Müdigkeit

Vitamin D

Stärkt Knochen, Herz und Psyche

Den Mangel erkennen Sie an:

  • Heißhunger auf Süßes
  • unruhiger Schlaf
  • depressiven Gedanken
  • schmerzenden Knochen
  • Schuppenflechte

Vitamin E

Erneuert Zellen, Herz und Haut

Den Mangel erkennen Sie an:

  • Antriebsarmut
  • trägem Darm
  • verstärkten Allergien, häufigen Infekten
  • schwacher Konzentration und Muskeln

Folsäure

Baut neue Zellen im Blut auf.

Den Mangel erkennen Sie an:

  • brennender Zunge
  • Übelkeit bis zum Erbrechen
  • erhöhter Temperatur
  • Druchfall ohne erkennbare Ursache

Eisen

Schenkt Energie und Vitalität.

Den Mangel erkennen Sie an:

  • Haarausfall
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsprobleme

Lesen Sie in der Ausgabe 2/2019, welche Lebensmittel besonders viele wichtige Vitamine enthalten.

 

Letzte Version vom 11. Januar 2019

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