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So überwintern Sie Ihre Lieblingspflanzen

Wenn die Temperaturen fallen, sollte man sich um seine Pflanzen Gedanken machen. Denn nur dann haben sie eine Chance, richtig zu überwintern.

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Viele Pflanzen, die unseren Garten im Frühling und Sommer schmücken, sind einjährig. Sie lassen sich auch bei größter Mühe nicht überwintern. Bei mehrjährigen Pflanzen jedoch lohnt der Aufwand: beispielsweise Lilien, Fuchsien, Geranien, Bleiwurz, Zitrusfrüchte, Oleander und Olivenbäumchen lassen sich gut im Haus durch den Winter bringen.

Gartenpflanzen überwintern – so geht es

Als Faustregel zum Überwintern gilt viel Licht und wenig Wasser. Einmal wöchentlich Wässern sollte genügen; hier hilft es, wenn Sie mit den Fingern nachprüfen, ob die Erde bereits trocken ist. Es sollte sich im besten Fall keine Staunässe bilden. Außerdem empfiehlt sich Wasser in Raumtemperatur.

Der richtige Schnitt

Wer einen kalten Winter befürchtet, der sollte sich an einen Frühjahrsschnitt halten; denn wer im Herbst zuschneidet, der riskiert, dass der Frost durch die Schnittflächen in das Innere der Pflanze kriecht. Selbst bei Kübelpflanzen, die im Inneren des Hauses überwintern, lohnt der Schnitt im Frühjahr, da die Schnittwunden besonders gut heilen, wenn sie noch in der Ruhephase sind, die Sonne jedoch bereits an Kraft gewinnt.

Ab September benötigen die Pflanzen Ruhe. Darum sollten Sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr düngen, sonst treiben die zarten Triebe zu früh aus.

Drinnen überwintern oder draußen lassen?

Tropische und subtropische Pflanzen wie Agaven, Palmen, Yuccas, Papyrus oder Bananen sind im Winter auf der Fensterbank oder einem anderen hellen Ort gut aufgehoben. Im besten Fall unterstützt man die Pflanzen durch niedrige Temperaturen von 5–10 °C, damit der Stoffwechsel heruntergefahren wird. Gut eignen sich hier Wintergärten, Garagen, Kellerräume oder Treppenhäuser, die lichtdurchflutet und unbeheizt sind. Je kühler der Raum, desto dunkler kann er auch sein.

Diejenigen Pflanzen, denen leichte Minusgrade nichts anhaben, genügt es vielleicht schon, in der Nähe des Hauses oder einer Mauer zu stehen, da hier der Wind nicht ganz so ungeschützt pfeift und etwas Wärme nach außen dringt.

Alle anderen Pflanzen, die draußen bleiben, sollten gut eingepackt werden, um dem Frost trotzen zu können. Hier helfen beispielsweise Tannenzweige, Styropor und Jutesäcke. Dann sind Blüten wie Hortensien sogar im Winter noch eine Zierde. Selbst Pflanzen aus unseren Breitengraden können mit einem kleinen Schutz vor den klirrend kalten Wintern im kommenden Jahr wieder besser aus der Winterruhe starten.

Achtung vor Pilzen, Schädlingen und Co.

Pflanzen neigen im Winter zu Pilzinfektionen und Schädlingsbefall.Das gilt besonders dann, wenn die Sonne stark scheint und die Temperaturen wieder steigen. Unter Gartenvlies und Co. kann es da schnell stickig und feucht werden. Deshalb ist die regelmäßige gründliche Kontrolle dringend nötig. Blätter, die befallen oder welk sind, sollten baldmöglichst entfernt werden.

Braune Blattspitzen und Schädlinge können gerade im Haus auch ein Hinweis auf zu wenig Luftfeuchtigkeit sein. Hier hilft ein gelegentliches Lüften an wärmeren Tagen oder Schalen mit Wasser, die im Zimmer aufgestellt werden.

Wann dürfen die Pflanzen wieder raus?

Wirklich sicher vor Frösten ist man in unseren Breitengraden erst, wenn die Eisheiligen vorbei sind. Die Gefahr ist mit der kalten Sophie am 15. Mai gebannt. Bis dahin besteht stets die Gefahr vor Nacht- und Spätfrösten. Wer seinen Garten trotzdem schon vorher mit den sorgsam umhegten Pflanzen schmücken möchte, der muss gegebenenfalls die Kübel bei drohendem Frost wieder ins Warme bringen.

Beliebte Gartenpflanzen, die sich gut überwintern lassen

Sie bleiben draußen. Stehen sie im Topf, sollte man eine Styroporplatte zum Schutz von unten darunterlegen. Gut geht es ihr auch unter einem Mantel aus Jute. Einmal wöchentlich gießen.

Am besten drinnen bei viel Licht unter 10 Grad in einem Blumenkasten, in dem sich nur Artgenossen befinden. Alle Triebe zurückschneiden, mäßig gießen.

15 Grad sind ideal, z.B. in einem hellen Wintergarten im Halbschatten. Die Erde mäßig feucht halten und Zugluft vermeiden. Dann übersteht der Hibiskus den Winter gut.

Gepflanzt an einen windgeschützten Ort übersteht er den Winter am besten draußen. Ringsum Mulch ausstreuen – Kübel mit Stroh auskleiden. Mäßig gießen.

Zurückschneiden, Blätter entfernen. Bester Ort: Gewächshaus, zwischen 3 und 8 Grad, viel lüften. Boden eher trocken halten. Rapsöl aufsprühen gegen Milben.

Bildquelle: ©shutterstock

 

Letzte Version vom 20. November 2018

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