Lange Zeit galten sie als altmodisch

In den 1960er Jahren erlebten Hortensien eine große Blütezeit, doch in den Folgejahrzehnten galt die lateinische Hydrangea lange als altmodisch. Heute jedoch finden sich die violetten, blauen, weißen und rosafarbenen Blüten in beinah jedem Garten und verschönern diese von Mai bis Juli.

Grund genug, uns einmal näher mit den beliebten Sträuchern zu befassen und die wichtigsten Fragen zu klären:

So bleibt die Farbe der Hortensien erhalten

Hortensien machen als Strauß oder Kranz auch im Haus eine schöne Figur. Lässt man die Blüten jedoch trocknen, bleichen diese schnell aus. Um die strahlende Farbe zu erhalten hilft deshalb Glyzerin, das Sie in Drogerien und Apotheken erhalten. Der Alkohol bindet das Wasser und sorgt so für den Erhalt der Farben. Unser Tipp: vermengen Sie in einer Vase 500 ml Wasser mit 250 ml Glycerin und stellen Sie die Blüten hinein.

So blühen Hortensien blau

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Sauer muss es sein: Ein pH-Wert unter 5 sorgt dafür, dass sich die rosafarbenen Blüten blau färben.
Haben Sie es gewusst? Von Natur aus gibt es keine blauen Hortensien aber mit einem kleinen Trick kann man hier Abhilfe schaffen: Rhododendron-Erde sorgt gemeinsam mit Regenwasser (oder weichem Wasser) für die nötigen Grundvoraussetzungen, das Aluminiumsalz Alaun färbt die Hortensie blau. Achten Sie aber darauf rosafarbene Hydrangeas zu verwenden, denn weiße oder rote Hortensien sind für das Experiment ungeeignet.

Fehlt nur noch die nötige Portion Geduld: ein farbliches Angleichen dauert seine Zeit, meist findet die Verfärbung erst im zweiten Jahr statt.

So gedeihen sie an jedem Standort

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Auch hier kommt es auf die Sorte an. Normalerweise empfiehlt es sich, Hydrangeas an halbschattigen, windgeschützten Standorten zu pflanzen, doch manchen Sorten gefällt es auch an schattigen oder sonnigen Plätzen.

  • Rispenhortensien beispielsweise gedeihen gut in der Sonne; die Sorte „Diamant Rouge“ wechselt im Laufe ihrer Blüte sogar die Farbe von Weiß bis zu einem tiefen Himbeerrot.
  • Wie wäre es für den Halbschatten mit der Sorte „Endless Summer“? Diese blühen in all ihrer üppigen Pracht und mit kugelförmigen Blütenstand in den Farben Rosa oder Blau.
  • Sogar schattige Standorte gefallen der einen oder anderen Hydrangea-Art. Die Schneeballhortensie „Annabelle“ besitzt beeindruckend große, weiße Blütenkugeln und gilt als besonders winterhart.

So wässern Sie richtig

Der lateinische Name Hydrangea nimmt es vorweg: Hortensien sind echte Schluckspechte und vertragen besonders an heißen Tagen viel Wasser. Deshalb gerne ausgiebig ein- bis zweimal täglich mit dem Gartenschlauch oder der Gießkanne ran. Halten Sie die Erde immer schön feucht aber vermeiden Sie Staunässe. Besonders wenn die Blätter der Hortensie hängen, sollte mehr gewässert werden.
Besser als das meist kalkhaltige Leitungswasser ist übrigens Regenwasser oder weiches Trinkwasser.

So überwintern Sie Hortensien

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Hortensien gelten als winterhart, doch da gerade Bauern- und Tellerhortensien ihre Knospen schon im Vorjahr ausbilden, muss hier auf Frost geachtet werden. Die verwelkten Blüten sollten in diesem Fall nicht im Winter abgeschnitten werden, denn diese fungieren wie ein kleiner Schutzschild für die darunterliegenden Triebe.

Vor allem junge Pflanzen in Kübeln sollten im Winter zumindest kurzzeitig abgedeckt werden. Auch Reisig am Wurzeltrieb eignet sich gut als Winterschutz.

So werden Hortensien geschnitten

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Ende Februar werden die Pflanzen dann mit dem Schnitt auf das kommende Frühjahr vorbereitet. Dabei kommt es auf die Sorte an – prüfen Sie also am besten vorher, um welche Art es sich handelt:

  • Bei Bauern- und Teller-Hortensien lediglich etwas auslichten und erfrorene Triebe sowie alte Blüten kurz über den neuen Knospen abschneiden (denn hier werden die Knospen schon im Vorjahr angelegt)
  • Bei Rispen-Hortensien wird um die Hälfte gestutzt
  • Schneeball-Hortensien auf 30 – 40 cm stutzen
  • Kletter-Hortensien benötigen keinen Schnitt