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Ratgeber Garten

Die optimale Hecke

Wer einen Garten hat, kennt die Unsicherheiten, welche Bäume, Pflanzen oder Hecken optimal passen würden. Lesen Sie hier Tipps, die bei der Gartenanlage helfen können.

© Vogel / pixelio.de
© Vogel / pixelio.de

Wer in einem Heim mit Garten wohnt, der kennt die große Frage: welches ist die ideale Heckenpflanze? Immergrün sollte sie sein, im besten Fall anspruchslos und natürlich hübsch anzusehen. Doch welche ist die beste Heckenpflanze? Wir haben uns für Sie erkundigt.

Bei der Wahl der richtigen Pflanze sollte man durchaus umsichtig sein, denn immerhin ist eine hübsch getrimmte Hecke das erste, was Ihre Besucher (und auch Sie) zu sehen bekommen, noch bevor man einen Schritt zur Tür hineingetan hat. Die Heckenpflanze? Ist sozusagen die Visitenkarte Ihres Heims. Ein wichtiger Grund also, um sich Gedanken darüber zu machen, welche Pflanzen und Bäume sich als Hecke eignen.

So wichtig die ideale Heckenpflanze auch ist, möchte man sich jedoch natürlich trotzdem nicht in ständiger Pflege und Trimmen verkünsteln:

Die ideale Hecke? Sollte immergrün, hübsch anzusehen und pflegeleicht sein

Das plus Magazin hat für Sie bei Gärtnermeister Gero von Klitzing nachgehakt, welche Heckenpflanze für welchen Boden und Standort ideal ist.

Eibe (Taxus baccata)
Eignet sich für: ein bis vier Meter hohe Hecken.
Vorteile: Wächst auf allen nicht zu trockenen Böden; ist immergrün; treibt auch nach starkem Rückschnitt wieder aus.
Nachteile: Wächst langsam; alle Pflanzenteile sind sehr giftig.
Beste Sorte: die frischgrüne Kreuzung ‚Hicksii‘ (Taxus x media).

Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)
Eignet sich für: zwei bis vier Meter hohe Hecken.
Vorteile: Immergrün; bildet dichten Sichtschutz. Äußerst frosthart, windfest, preiswert; und wächst sehr schnell.
Nachteile: Verfärbt sich bei Frost bräunlich-grün; bei Trockenheit oder Staunässe anfällig für Pilz-Krankheiten; wird nach kräftigerem Rückschnitt nicht wieder grün.
Beste Sorte: Feinlaubige und relativ schwach wachsende Sorte ‚Smaragd‘.

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
Eignet sich für: ein bis zwei Meter hohe Hecken in Sonne und Schatten.
Vorteile: Keine besonderen Bodenansprüche, verträgt Trockenheit und wächst auch im Wurzelgeflecht höherer Bäume.
Nachteile: wird relativ breit; sollte per Hand geschnitten werden, da elektrische Scheren die Blätter beschädigen können; an vollsonnigen Standorten drohen Frostschäden.
Beste Sorten: Als Sichtschutz die aufrechte ‚Herbergii‘.

Stechpalme (Ilex aquifolia)
Eignet sich für: ein bis zwei Meter hohe Hecken und wächst am besten in halbschattigen, etwas geschützten Lagen auf lockeren, humusreichen Böden. Neben dekorativem Laub leuchtend rote oder gelbe Beeren als Hingucker.
Vorteile: Nur ein Schnitt pro Jahr nötig.
Nachteile: Besonders die buntblättrigen Sorten sind frostempfindlich. Ilex wachsen langsam, sind relativ teuer, benötigen Schnitt per Hand, der bei stark bedornten Sorten wie ‚Alaska‘ kein Vergnügen ist.
Beste Sorten: Frostharte Sorten wie ‚Siberia‘ oder ‚Heckenstar‘ (Ilex x meserveae); wenige Blattdornen hat ‚I. C. van Tol‘.

Liguster (Ligustrum vulgare)
Eignet sich für: ein bis drei Meter hohe Hecken und ist sehr anpassungsfähig an Standort und Bodenart.
Vorteile: Äußerst robust und regenerationsfähig, wächst sehr schnell, preiswert, lässt sich Steckholz vermehren. Bei Vögeln als Nistplatz beliebt, die giftigen Beeren sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel.
Nachteile: Bildet häufig Ausläufer.
Gute Sorten: ‚Atrovirens‘ und der Ovalblättrige Liguster (Ligustrum ovalifolium) halten das Laub im Winter besser.

Buchsbaum (Buxus sempervirens)
Eignet sich für: niedrige Hecken bis einen Meter Höhe.
Vorteile: Wächst langsam und wird mit den Jahren sehr dicht. Langlebig und schnittverträglich; treibt nach starkem Rückschnitt gut aus.
Nachteile: Seit einigen Jahren gibt es Probleme mit einer Pilz-Erkrankung (Cylindrocladium).
Gute Sorten: Für niedrige Einfassungen ‚Suffruticosa‘ und ‚Blauer Heinz‘; höhere Hecken die Wildart Buxus sempervirens.

Rotbuche (Fagus sylvatica) und Blutbuche (Fagus sylvativa var. purpurea)
Eignet sich für: Hecken von eineinhalb bis vier Meter.
Vorteile: Wachsen zügig, sehr schattenverträglich, eignet sich für schmale, hohe Hecken, schöne Herbstfärbung.
Nachteil: Wurzeln sind sehr empfindlich gegen  Boden-Aufschüttungen und Staunässe.

Hainbuche (Carpinus betulus)
Eignet sich für: eineinhalb bis vier Meter hohe Hecken in Sonne und Schatten.
Vorteile: Viel robuster und anspruchsloser Buchen, verträgt vorübergehend Trockenheit und Staunässe. Wächst schnell, schöne Herbstfärbung.
Nachteile: Relativ anfällig für Echten Mehltau; nicht so langlebig wie Rotbuchen.

Feld-Ahorn (Acer campestre)
Eignet sich für: zwei bis vier Meter hohe Hecken.
Vorteil: Schön für naturnahe Gärten, hat keine besonderen Bodenansprüche, preiswert, wächst sehr schnell; verträgt Rückschnitte bis ins sogenannte alte Holz. Unempfindlich gegen Trockenheit und Hitze, Vögel lieben ihn als Nistplatz.
Nachteile: Anfällig für Echten Mehltau, wirkt immer etwas wild und ungepflegt.

Thunbergs Berberitze (Berberis thunbergii)
Eignet sich für: einen bis eineinhalb Meter hohe Hecken, an sonnigem humusreichem, nicht zu trockenem Boden.
Vorteile: Wehrt mit langen spitzen Dornen Hunde und Katzen ab, sehr schnittverträglich, prächtiges scharlachrotes Herbstlaub und korallenrote, essbare Früchte: wichtige Vogelnahrung.
Nachteile: Wächst relativ langsam; muss trotzdem zweimal jährlich geschnitten werden, weil sie zu breit wird oder unten verkahlt.
Gute Sorten: grünblättrige Wildart und die rotblättrige ‚Atropurpurea‘ .

 

Letzte Version vom 24. Januar 2019

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