Einen Faden durch ein Nadelöhr fädeln, Klebefolie luftblasenfrei auf eine Schachtel kleben, etwas Dekoratives mit Papier und Schere basteln: Was in jungen Jahren schnell erledigt ist, wird für Ältere zum Problem. Anders als Schulkinder übt man die Feinmotorik nicht mehr täglich. Man bastelt viel weniger und auch das Schreiben weicht immer mehr zurück – weil das Tippen auf dem Computer viel schneller geht.

Feine Dinge mit den Händen tun – dies sollte man, so raten Experten, unbedingt wieder in den Alltag einbauen. Denn:

Feinmotorische Übungen stärken nicht nur Finger, Hände und Arme, sondern sogar den Rücken.

Sie regen auch die Denkzellen im Gehirn an, die auf diese Weise fit bleiben. Das Gehirn geht alle Wege, die Finger und Hände nehmen, mit und steuert sie. Je öfter man Feinmotorik übt – zum Beispiel auch mit Knetbällen oder Knetgummi, auch beim Backen oder beim Pflanzen von Blumen im Garten – desto zielgenauer und präziser arbeitet das Gehirn.

Eine gute Idee gerade in der Frühlingszeit: Man kann sich kleine hübsche Ausschneideprojekte suchen, weil diese verschiedene Bewegungen mit den Händen trainieren – das vorsichtige Halten des Papiers mit der einen Hand und das filigrane Ausschneiden mit der anderen Hand. Außerdem hat man hinterher ein Ergebnis – ein hübsches Bild oder eine nett gestaltete Karte, die man selbst aufstellen oder auch verschenken kann.

Alles, was Sie brauchen, ist festes Papier in verschiedenen Farben, Motiv-Vorlagen und zwei bis drei Scheren – eine nicht zu große Papierschere und eine Nagelschere, die rund schneiden kann und die man für solche Zwecke für den Baselschrank kaufen sollte.

Eine Blumenwiese aus Papier

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