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Ziele erreichen mit neuer Methode

Wie schafft man es, abzunehmen, mehr Sport zu machen oder mit dem Rauchen aufzuhören? plus zeigt Ihnen eine neue und sehr wirksame Methode, die Körper, Geist und Gefühle berücksichtigt.

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Wie schafft man es, abzunehmen, mehr Sport zu machen, mit dem Rauchen aufzuhören? Unser Experte Jochen Kaufmann erklärt plus im Interview seine sehr erfolgreiche Methode mit den Worten: „Wir müssen nicht nur unseren Verstand überzeugen, sondern auch unsere Gefühle verändern“.

Herr Kaufmann, Sie bieten seit acht Jahren extrem erfolgreiche Nichtraucher-Seminare an. Die Teilnehmer schwärmen, wie leicht es war, für immer von Zigaretten loszukommen. Verraten Sie uns Ihr Geheimnis?

KAUFMANN: Wir haben für jedes Problem, das dem Erfolg im Wege stehen kann, eine Lösung gefunden. Denn als Raucher ist man nicht nur körperlich, sondern vor allem psychisch abhängig. Das heißt, neben dem Körper müssen auch Verstand und Gefühle von den Zigaretten entwöhnt werden.

Wie schafft man das?

KAUFMANN: In unseren eintägigen Seminaren kombinieren wir dafür verschiedene Methoden:

  • Den Verstand sprechen wir beispielsweise an, indem wir den Teilnehmern vor Augen führen, dass sie mit jeder Zigarette ca. 250 Giftstoffe inhalieren.
  • Gefühle und Unterbewusstsein verändern wir unter anderem mit einer therapeutischen Hypnose, die den Willen stärkt.
  • Um die körperliche Abhängigkeit zu überwinden, raten wir zu bestimmten Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln, die den Entzug abmildern.

Heißt das, jeder kann das erreichen, was man sich wünscht, wenn man nur bestimmte Dinge beachtet und kombiniert, etwa wenn man abnehmen möchte?

KAUFMANN: Ja, das funktioniert z.B. auch beim Abnehmen. Auch dazu bieten wir Seminare an. Denn die Mechanismen, die Körper und Seele vom Essen abhängig machen, sind sehr ähnlich. So wie es im Tabak Suchtstoffe gibt, enthalten vor allem Fertiggerichte chemische Substanzen, die den Appetit unnatürlich wecken. Zum Beispiel Glutamat, künstliche Süß-, Aroma- und Geschmacksstoffe, aber auch Zucker. Verzichtet man nur wenige Tage darauf, lässt das körperliche Verlangen danach, wie beim Rauchen spürbar nach. Denn das eigentliche Problem beim Abnehmen ist ohnehin der psychische Hunger. das erkennt man daran, dass nicht der Magen den Hunger signalisiert. Es ist vielmehr der Wunsch, mit dem Essen – ähnlich wie mit dem Rauchen – ein Wohlgefühl zu erzeugen. Deshalb ist es sowohl beim Abnehmen wie beim Nichtrauchen wichtig zu erkennen, in welchen Situationen dieser Wunsch den Willen beherrscht. Zum Beispiel, wenn man das Gefühl hat, der Kaffee am Nachmittag ist nur dann gemütlich, wenn es dazu ein Stück Kuchen gibt.

Wie durchbricht man diese Gedanken-Kette?

KAUFMANN: Die Basis legen wir, indem wir zuerst die linke, rationale Gehirnhälfte mit dem Hintergrund-Wissen füttern. Beim Abnehmen sind das z.B. Informationen zum Jo-Jo-Effekt, über die Tricks der Lebensmittel-Industrie und der Werbung, die einem vorgaukelt, dass Essen zufrieden, glücklich und gesellig macht.

Reicht Wissen, um das Verhalten zu ändern, während Sie gleichzeitig sagen, es sind die Gefühle, die uns steuern?

KAUFMANN: Nein, natürlich reicht Wissen alleine nicht: Jeder weiß ja, wie schädlich Rauchen oder zuviel Gewicht ist. Wir müssen dieses Wissen erst durch eine professionelle Hypnose in der rechten Gehirnhälfte verankern. Denn dieser Bereich steuert die Gefühle.

Warum ist es so wichtig, die Gefühle anzusprechen, wenn man abnehmen oder nicht mehr rauchen möchte?

KAUFMANN: Weil die rechte Gehirnhälfte unser Handeln auf Dauer bestimmt. Man kann vom Verstand her eine Weile strikt nach bestimmten Diät-Regeln leben. Aber irgendwann wird ein Gefühl, etwa Stress, Angst, Unlust, den Verstand aushebeln. Deshalb scheitern ja die allermeisten Diäten. Damit das nicht passiert, erhalten unsere Teilnehmer für sie persönlich erstellte CDs, mit denen sie die Wirkung der Hypnose zuhause oder unterwegs jederzeit auffrischen können, z.B. in schwachen Momenten.

Gibt es noch andere Techniken, die man zuhause anwenden kann?

KAUFMANN: Natürlich. Man kann z.B. mit Wunschbildern arbeiten. Dabei stellt man sich etwa vor, wie man im nächsten Sommer wieder ein schönes, figurbetontes Kleid trägt. Oder man führt sich vor Augen, wie man auf einem runden Geburtstagsfest von Freunden für die schlankere Figur bewundert wird.

Aber was macht man, wenn die Lust auf etwas zu essen oder eine Zigarette doch mal übermächtig erscheint?

KAUFMANN: Dafür haben wir neben unseren CDs auch verhaltenstherapeutische Ansätze in unserem Programm. Hierbei legt man sich gute Strategien zurecht, um nicht in die Typischen Ess- und Rauchfallen zu tappen. Ein paar Beispiele:

  • Fühlt man sich traurig oder einsam, ruft man eine Freundin an.
  • Ist man gestresst, entspannt ein Bad in der Wanne oder eine Tasse Tee gut.
  • Bei Ärger mit der Kollegin hilft eine zügige Runde spazieren gehen.

Wer etwas nachdenkt, weiß sofort, welche Dinge einem helfen können.

Woran merkt man, dass es im Kopf klick gemacht hat, dass die Lust am Essen oder die Sucht nach Zigaretten besiegt ist?

KAUFMANN: Wenn die Psyche nicht mehr nach Kuchen, Chips oder Zigaretten verlangt. Bei vielen kommt dieser Moment beiläufig. Sie denken eine Weile gar nicht mehr an Zigaretten oder Essen, aber irgendwann freuen sie sich darüber.

In der Oktober-Ausgabe von plus lesen Sie den Bericht einer ehemaligen Raucherin, die nach der Methode von Jochen Kaufmann trotz größter Zweifel ganz einfach zur Nichtraucherin wurde.

 

 

 

 

 

Letzte Version vom 21. August 2018

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