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Ratgeber Generationen

Was für ein Glück – das erste Enkelkind

Leserinnen erzählen von dem Glück Oma zu sein und von den überwältigenden Gefühlen. Veränderungen im eigenen Leben werden da gerne angenommen.

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Für ihr erstes Enkelkind krempelte Elisabete Becke ihr ganzes Leben um: Sie zog von Brasilien nach Deutschland, um ihrer Tochter Maira und dem kleinen Claus nahe zu sein:

Schon lange hatte ich Pläne im Kopf, nach meiner Pensionierung von Brasilien nach Berlin zu ziehen. In diese Überlegung platzte am Ostersonntag 2014 die Neuigkeit, dass meine Tochter schwanger ist! So ein unglaubliches Zusammentreffen – da hielt mich nichts mehr zurück. Ich packte meine Koffer und zog über 10.000 Kilometer von zuhause weg, um meinem Enkelkind nahe zu sein. Die Familie ist doch der Grund, warum wir leben. Für die Familie arbeiten wir, planen wir, setzen wir Pläne um und kämpfen wir. Und wir kümmern uns umeinander.

Nun sehe ich Claus fast jeden Tag. Mitzuerleben, wie er sich entwickelt ist einfach wunderbar. Claus gibt mir die Gelegenheit, ein Stück Kindheit zu teilen. Durch ihn fühle ich mich beflügelt. Ich setze mir neue Ziele, was ich alles tun, sehen und erleben möchte. So besuche ich zum Beispiel einen Deutschkurs. Mit Claus aber spreche ich Portugiesisch, meine Muttersprache. Die möchte ich ihm gerne weitergeben.

Mein Mann bleibt vorerst in Brasilien. Wir haben lange überlegt, was die beste Lösung ist. Aber wer so viele Jahre zusammen ist wie wir, weiß zum Glück: Liebe ist nicht von Kilometern abhängig. Also haben wir das Abenteuer gewagt – fast wie in jungen Jahren: Ich habe meine eigene Wohnung und mein Mann kommt mich oft besuchen. Und seinen innig geliebten Enkel natürlich auch.

Lesen Sie noch weitere Berichte von Leserinnen in der Juli-Ausgabe von plus.

 

Letzte Version vom 15. Januar 2019

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