In unserer Ausgabe 9/2020 haben wir mit Paar-Therapeut Eric Hegmann gesprochen, wie man aus dem Dilemma rauskommt, wenn Mann so gar nichts sagen will und Frau (vermeintlich) alles totredet.

Die neue Ausgabe gibt es ab 5. August am Kiosk oder hier online.

Die Dos und Don’ts der Paar-Kommunikation

Gute Kommunikation schafft Austausch und Nähe – vor allem in der Liebe: Wir nehmen uns dann gegenseitig wahr. Dabei geht es nicht nur darum, was man sagt, sondern mindestens ebenso sehr darum, wie man mit dem anderen spricht. Das können Sie dabei beachten:

So bitte nicht:

  • Den Partner vor anderen Menschen bloßstellen
  • Vorwürfe machen: „Warum machst du immer…“
  • Worte wie „nie“ und „immer“ verwenden
  • Den Partner mit Beschuldigungen angreifen: „Was du da tust, ist…“
  • Aus der Du-Position sprechen: „Du denkst, dass…“
  • Den Partner anschweigen oder ignorieren
  • Ihn erraten lassen, was man gern möchte
  • Sich selbst widersprechen
  • Den Partner abwerten

Und so gern:

  • Offen und ehrlich über Gefühle sprechen: „Ich habe Angst, dass…“, „Ich wünsche mir, dass…“
  • Fragen stellen und nachhaken
  • Ich-Botschaften formulieren: „Ich denke, dass…“
  • Für den Partner erreichbar bleiben und ihm aufmerksam zuhören
  • Erst zuhören, dann reden
  • Klare Bitten formulieren
  • Vereinbarungen treffen
  • Dem anderen Dank, Wertschätzung und Respekt entgegenbringen

Die 5:1-Formel für eine glückliche Beziehung

Das Gehirn spielt uns manchmal einen Streich: Noch aus den Zeiten, als wir ums nackte Überleben kämpften, stammt die Marotte unseres Gehirns, dass wir uns negative Dinge fünfmal besser merken als positive. Heute schweben wir zwar meist nicht mehr in Lebensgefahr, doch es führt trotzdem dazu, dass wir uns Kritik, einen schiefen Blick oder eine Rüge besser merken, als das Lob des Partners oder sein aufmunterndes Lächeln.

Anhand von Partnerschafts-Studien hat der amerikanische Psychologe Prof. John Gottman deshalb die wissenschaftliche 5:1-Formel entwickelt. Sie sagt im Kern:

Damit eine Beziehung ausgeglichen und glücklich bleibt, muss eine negative Erfahrung mit fünf positiven Erfahrungen wieder gutgemacht werden.