Die Kinder sind aus dem Haus, der Beziehungsstatus ist geklärt, im Job läuft’s. Zwischen 50 und 70 spüren viele Frauen: Da geht noch was!

Für den ersten Marathon trainieren, in einem alten Supermarkt ein Café eröffnen oder in die alte Heimat zurückkehren: Wenn die Zeit des stressigen Familienmanagements hinter uns liegt, wir zwar nicht mehr jung sind, aber noch lange nicht alt, öffnen sich oft neue Türen, ergeben sich neue Wege. Wir blicken auf ein Leben voller Höhen und Tiefen zurück und das macht uns stark.

Die Medizin-Pädagogin und Gerontologin Gisela Gehrmann (selbst Jahrgang 1956, siehe Buch-Tipp unten) weiß: „Frauen in der Lebensmitte verbannen den Druck aus ihrem Leben, akzeptieren sich, wie sie sind – mit Ecken und Kanten und dem ein oder anderen Kilo zu viel.“ Menschen, die heute um die 60 sind, fühlen sich im Schnitt 15 Jahre jünger als ihre Eltern im gleichen Alter. Meistens sind sie auch fitter – körperlich und geistig. „Wir sind die erste Generation, die diese Lebensphase aktiv erleben darf und gestalten muss“. so Gisela Gehrmann. Und das ohne jegliche Vorbilder. „Eine ganze Generation ist auf der Suche nach sich selbst“, sagt die Altersforscherin.

Buch-Tipp

„Meine neue Freiheit 60+. Wie aktives und erfülltes Älterwerden gelingen kann“ von Gisela Gehrmann. Herbig, 18 Euro.