Wir leben in einer besonderen Zeit, über die unsere Kindeskinder in den Geschichtsbüchern lesen werden. Und nun kommt zur Corona-Pandemie der Krieg in der Ukraine. Was gegen Angst und Unruhe helfen kann.

Martina Dankof

Nicht jeder ängstigt sich in gleicher Intensität oder sorgt sich um das Gleiche. Eines sollte man dabei aber nicht vergessen: Angst zu haben ist normal, unsere Angst hilft uns, Gefahren als solche zu erkennen und verantwortungsbewusst und vorsichtig zu handeln.
Die Furcht sollte uns jedoch nicht zum Opfer unserer Gefühle machen. Denn wir sind ihr nicht hilflos ausgeliefert.

Was uns in solchen Momenten konkret helfen kann:

Hilfreiche Gedanken in unruhigen Zeiten

  • Informieren Sie sich bei glaubwürdigen Quellen über die aktuelle Lage, etwa seriöse Nachrichtensendungen in Radio und Fernsehen. Und lassen Sie sich darüber hinaus nicht von dubiosen Falschmeldungen und Horrorszenarien verrückt machen.
  • Wählen Sie Sendungen zur aktuellen Krise bewusst aus. Im Anschluss versuchen Sie, sich wieder einem positiven Thema zu widmen. Achten Sie darauf, nicht wahllos in sozialen Netzwerken zu scrollen.
  • Rufen Sie sich immer wieder Folgendes ins Bewusstsein: Sie sind nicht Ihre Gedanken und Gefühle. Sie haben Gedanken und Gefühle, die Sie bewusst kommen und gehen lassen können. Steigt Angst in Ihnen hoch, dann lassen Sie dies zu. Lernen Sie sie auszuhalten und sagen Sie sich, dass es vollkommen normal ist, momentan Angst zu fühlen. Dann sagen Sie sich, dass Sie bestmöglich handeln und gehandelt haben und lassen Sie die Angst wieder ziehen.
  • Praktizieren Sie einfache Dankbarkeitsübungen wie diese: Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, atmen Sie tief ein und aus. Sitzen Sie gerade, Brust raus, Schultern nach unten und schließen Sie die Augen. Denken Sie an all das, wofür Sie gerade dankbar sind. Laden Sie Ihre Batterien richtig damit auf. Für was sind Sie dankbar in Ihrer Vergangenheit? Für was im Moment? Baden Sie in dem Gefühl und wiederholen Sie diese Übung am besten täglich.

Ins Handeln kommen

  • Anderen zu helfen, tut uns Menschen gut. In vielen Städten und Gemeinden werden derzeit Sachspenden gesammelt – für Hilfstransporte in Richtung Ukraine oder für Flüchtlingsunterkünfte vor Ort. Informieren Sie sich auf den Internetseiten der Kommune oder in Ihrer örtlichen Tageszeitung.
  • Geld an vertrauenswürdige Organisationen können Sie über die Aktion Deutschland hilft oder an das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe spenden.
  • Bewegung an der frischen Luft macht den Kopf frei und tut auch dem Körper gut.
  • In unserem Downloadbereich finden Sie viele Anregungen für sinnvolle Beschäftigungen, beispielsweise Handarbeitsanleitungen oder neue Koch-Ideen. Denn auch Ablenkung kann Wunder wirken.

Gegen die Angst – hier finden Sie Ansprechpartner

Für alle, die derzeit verstärkt mit Ängsten oder Traurigkeit zu kämpfen haben – hier gibt es Hilfe, an die Sie sich konkret wenden können:

  • Telefon-Seelsorge: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222
  • Seniorentelefon gegen Einsamkeit: 0800 / 47 08 090
  • Nummer gegen Kummer: 116 111
  • Sucht- und Drogen-Hotline: 01805 / 313 031
  • Muslimische Seelsorge: 030 / 44 35 09 821

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