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Ratgeber Leserberichte

Leserberichte: Geschichten, die Mut machen

Was ist Glück? Ob mit offenen Augen im Alltag oder am Ende einer langen Suche – wundervolle Geschichten um das gefundene Glück geben uns Mut und Zuversicht. Davon erzählen die Berichte unserer Leser.

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Oft haben wir das Gefühl, dass das Glück auf sich warten lässt, dass es immer andere finden und möglicherweise sogar, dass andere es auch mehr verdienen. Doch schon in den kleinsten alltäglichen Dingen können wir unser Glück finden. Wir müssen nur genauer hinsehen.

Oder das große Glück kommt um die Ecke, obwohl wir nicht damit gerechnet haben.

Lesen Sie die Geschichten unserer Leser, die Mut machen!

Und wenn Sie selbst etwas erlebt haben, das anderen Lesern Mut macht, schreiben Sie uns an plusmagazin@bayard-media.de. Wir (und andere Leser) freuen uns auf Ihre Berichte.

Die Geschichten unserer Leser

Nach einer Ausbildung im öffentlichen Dienst, habe ich – 46 Jahre – über 20 Jahre in verschiedenen Positionen im Bereich Personal und Organisation gearbeitet. Im Laufe meiner Berufstätigkeit lernte ich viele Strukturen und Organisationseinheiten kennen – und oft hatte beides viel Verbesserungspotential. Ich wollte immer mehr als einfach nur einen Job machen, ich wollte mich einbringen, Ideen verwirklichen, Strukturen vereinfachen und verbessern und habe mich doch oft gefühlt wie der berühmte Hamster im Rad.

Vor einigen Jahren begann ich, noch recht unentschlossen, mich mit dem Thema Selbstständigkeit und „was eigenes machen“ zu beschäftigen, wusste da aber noch lange nicht, in welche Richtung ich mich einmal bewegen würde. Im September 2007 besuchte ich die Start-Messe in Essen und informierte mich über Franchise Möglichkeiten auf der Suche nach irgendetwas im Bereich Büro und Organisation. Nach und nach entwickelte sich der Gedanke an einen Aufräum- und Ordnungsservice weiter. Im Herbst 2009 entwarf eine befreundete Grafikerin mein erstes Logo. Im Laufe der Jahre habe ich immer mal wieder im Freundes- oder Kollegenkreis Ordnung gemacht, mal war es der Kleiderschrank, mal Papierkram und die Ablage des letzten Jahres. Ich dachte oft an die Idee der Selbstständigkeit, doch der letzte Funken Mut für den großen Schritt fehlte einfach.

Vor einem Jahr dann wurde die Sache konkret: Im Januar 2015 wurde mir von meiner neuen Chefin ein Aufhebungsvertrag angeboten. Als Grund gab sie meine Beziehung zu einem Kollegen an, das wolle sie in ihrer Personalabteilung nicht. Mein Partner und ich arbeiteten nicht in der gleichen GmbH jedoch unter dem gemeinsamen Dach der gleichen Muttergesellschaft… Doch ihr behagte dies nicht. Der erste Schock war groß, dann folgten der Gang zum Rechtsanwalt, Umwandlung in eine betriebsbedingte Kündigung, Abfindungspaket und eine 5-monatige Freistellung.

Zeit, meine berufliche Richtungsänderung zu planen. Wenn nicht jetzt, wann dann … Erst dachte ich an eine Teilzeitbeschäftigung und eine Teilzeit-Selbstständigkeit als 2. Standbein, doch es kam alles anders. Am 1. Juli 2014, dem ersten Tag meiner Arbeitslosigkeit dachte ich „Mut tut gut“ und entschloss mich zur Unternehmensgründung in Vollzeit. Dann ging alles ganz schnell, Businessplan, Gründungsberatung, Gründungszuschuss von der Arbeitsagentur.

Nun bin ich seit dem 1. Oktober 2014 als „Die Ordnungs-Expertin“ selbstständig und feiere nun schon bald das erste Jubiläum. Unter dem Motto „strukturiert arbeiten – in Ordnung wohnen“ biete ich Ordnung und Struktur für das Zuhause vom Dach bis zum Keller sowie am Arbeitsplatz an. In Zusammenarbeit mit meinen Kunden erarbeite ich ein System zur Erleichterung der Bürokratie des Alltags. Was belastet, raubt Energie und Lebensqualität und je länger man den Gedanken „ich müsste mal endlich“ mit sich herum trägt, umso schlimmer werden der Druck, die Unzufriedenheit, die ganze Situation.

Das große Glück können wir jeden Tag erleben: aus vielen kleinen Dingen zusammengesetzt: Der Autofahrer, der einen vorlässt, der Lieblingsparkplatz beim Supermarkt, Vogelbesuch in der Wassertränke, ein sanfter Sommerregen, das Spielen von Kindern in Pfützen … Mir würden noch 1000 weitere Dinge und mehr einfallen!

Diese Geschichte ist eine, die Mut macht, positiv zu denken und die kleinen schönen Momente festzuhalten. (Elke Weihrauch)

Bohnenglück

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen seine linke Hosentasche. Immer wenn er während des Tages etwas Gutes erlebte, wenn ihm etwas Freude bereitete, oder wenn er einen Glücksmoment empfunden hatte, immer dann nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.

Ein fröhlicher Schwatz auf der Straße, ein köstliches Brot, ein Moment der Stille, das Lachen der Menschen, eine Tasse Kaffee oder Tee, eine Berührung des Herzens, ein schattiger Platz während der Hitze – für alles was seine Sinne und sein Herz erfreute, ließ er also eine Bohne von der einen in die andere Hosentasche wandern.

Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wechselten. Schon der Duft der frischen Morgenluft, oder der Gesang der Vögel, das nette Gespräch mit jemandem reichte, dass eine Bohne von der linken in die rechte Tasche wanderte.

Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das Gute erinnern. Wenn auch nur eine Bohne die Tasche gewechselt hatte, schlief er zufrieden und glücklich ein.

 

Letzte Version vom 31. Juli 2019

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