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Entschleunigung durch kreatives Sehen

Achtsamkeit durch Fotografie – mit einer Kamera und etwas Konzentration auf das Motiv kann der Kopf zur Ruhe kommen. Wir haben uns genauer informiert.

Dudarev Mikhail / ©shutterstock
Dudarev Mikhail / ©shutterstock

Nichts weniger als eine „Schule des Innehaltens“ bietet die Akademie der Muße im Oktober 2018 in der Lüneburger Heide an. Entschleunigungs-Beschleuniger soll in diesem Fall der Fotoapparat sein: Der Hamburger Top-Fotograf Jürgen Müller will – in Kooperation mit dem Akademie-Gründer und ehemaligen Benediktinermönch Anselm Bilgri – die Teilnehmer lehren, wieder hinzuschauen, hineinzuspüren und die Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen. Und so über die Fotografie wieder zur Ruhe zu kommen.

 Interview: Beate Strobel

Entschleunigte Fotografie

Jürgen Müller / © Larissa Lindt

Herr Müller, nie wurde so viel fotografiert wie heute: Eine aus Ihrer Sicht gute Entwicklung?

Ich finde, das ist eine positive Entwicklung. Viele Menschen entdecken gerade auch in der Fotografie ihr persönliches Hobby.

Was hat Fotografie mit Entschleunigung zu tun? 

Befasst man sich intensiv mit einem Motiv, kommt man gezwungenermaßen zur Ruhe. Konzentrierte Beschäftigung mit einem kreativen Prozess hat ein hohes Entschleunigungspotenzial.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit der Akademie der Muße und zur Seminar-Idee?

Ich habe ein Interview mit dem Institutsleiter Anselm Bilgri im Fernsehen gesehen und dachte, das passt zu meiner Art, „Kreatives Sehen“ zu vermitteln.

Und was bedeutet ‚Kreatives Sehen‘ für Sie?

Mein Umfeld bewusst wahrzunehmen, zu spüren und in meiner Umgebung vorhandene Motive sichtbar zu machen.

Atelier Jürgen Müller

Atelier Jürgen Müller / © Jürgen Müller

Sollte man als Teilnehmer fotografische Grundkenntnisse haben – oder ist das auch etwas für „Knipser“?

Auf jeden Fall. Technische Grundkenntnis ist keine Voraussetzung. Es reicht ein modernes Smartphone. Nötige Grundkenntnisse werden vermittelt.

Entschleunigte Fotografie – geht das auch bei sich bewegenden Objekten?

Ja, schon. Bei intensiver Beschäftigung mit einem bewegten Motiv muss man sich auch konzentrieren, auf die Situation einlassen und Geduld mitbringen. Ich bevorzuge aber nicht mobile Motive für die Vermittlung meiner Inhalte.

Sie meditieren fotografisch regelmäßig auf Sylt – was machen Sie da genau?

Ich lasse die Landschaft auf mich wirken und sauge diesen Spirit aus archaischen Formationen, Wind und Wetter in mich auf. Aus diesem Mix entstehen regelmäßig gute Bilder. Ein langes Wochenende auf Sylt – und die Birne ist wieder klar. Natürlich nicht in den Ferien und nicht auf der „Whiskymeile“ in Westerland…

Und was nehmen Sie daraus mit in Ihren Hamburger Alltag (außer neuen Fotos)?

Innehalten und „Kreatives Sehen“ gibt mir frische Energie und Kraft für neue Ideen und neue Projekte für meine Kunden, die ich berate.

Sie interessieren sich für den Kurs? Hier erfahren Sie mehr:  https://www.akademie-der-musse.de/angebot/seminare/entschleunigung-durch-fotografie/

 

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