Ein weibliches Phänomen

Immer besser werden. Mehr aus uns herausholen. Nicht nachlassen. Immer Leistung zeigen. Bloß nicht faul sein. Nie weniger als 150 % geben. Sonntagsbraten anstatt Butterbrot…. Frauen sind vom Wahn nach Selbstoptimierung und des Nicht-loslassen-Könnens besonders betroffen. Doch woher kommt das?

Die geschlechtsspezifischen Normen, die bis in die 50er-Jahre zurückreichen, suggerieren ein Frauenbild, das leider auch heute noch vielen zum Verhängnis wird: Frauen sollen nachgiebig sein, auf Bedürfnisse anderer achtend, Rücksicht nehmend, nicht aggressiv, schön, emotional im Umgang mit anderen.

Dazu wurde im 21. Jahrhundert noch eines drauf gesetzt: Nun sollen Frauen zusätzlich Karriere machen, sich durchsetzen, stark sein, selbstbestimmt leben, gesund und schlank sein.

Angesichts der vielen, ja oftmals sogar gegensätzlichen Anforderungen verwundert es nicht, dass sich viele Frauen heutzutage pausenlos aufreiben.

Gut ist gut genug

Dabei ist ein einfacher Satz die Lösung aus dieser Perfektionsspirale:

„Gut ist gut genug“

Es geht nicht immer darum, ständig noch besser zu werden. Vielmehr hilft es, zu schätzen, was man bereits (erreicht) hat. Ein entspannter, ja sogar liebevoller Umgang mit sich selbst – ganz ohne perfektionistische Ansprüche – das ist die wahre Kunst des Loslassens.

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