Weitere Internetseiten von Bayard-Media:
Ratgeber Geld & Recht

Die eigenen Eltern pflegen

Wenn man vor der Frage steht, ob man die eigenen Eltern pflegen kann, ist es wichtig sich alle nötigen Informationen über Hilfe einzuholen. plus hilft dabei mit dem großen Pflege-Dossier.

Thinkstock
Thinkstock

90 % der Pflegenden sind Frauen; ein Drittel davon ist noch berufstätig – eine doppelte Belastung. 2,63 Millionen Menschen werden gepflegt, die Hälfte von Angehörigen. Wer sich dazu entscheidet die Pflege von Angehörigen zu übernehmen, kann jede Unterstützung benötigen und kann sich auch Hilfe von außen holen. Wichtige Informationsquellen sind Hausärzte, Krankenkassen, Gemeinden und Pflegestützpunkte.

Pflege-Kurse

Zum Beispiel werden spezielle Kurse angeboten, die zeigen, was man bei den alltäglichen Dingen in der Pflege beachten sollte. Die Pflegekurse für Angehörige werden bei Pflegekassen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und ambulanten Pflegediensten angeboten. Gelehrt werden u.a. Techniken beim Waschen, Essenreichen, Heben, bei der Medikamentengabe oder Hilfen beim Toilettengang, um die körperliche Belastung für Pflegende zu reduzieren. Meist sind es 10 – 15 Doppelstunden.

Außerdem wird dadurch Kontakt zu anderen Pflegenden hergestellt. Die Kosten des Kurses werden von Pflegekassen bzw. privaten Pflegeversicherern übernommen.

Den Alltag erleichtern

Wenn die Eltern noch alleine leben wollen, helfen diese Angebote im Alltag:

Essen auf Rädern

Angebote der Wohlfahrtsverbänden, aber auch von Metzgereien. Ein Menü kostet 4,50 bis 7 Euro. Unbedingt ein probeessen vereinbaren.

Hilfe im Alltag

Soziale Dienste, aber auch private Dienstleister bieten Hilfen im Haushalt, Garten, Fahr- und Begleitservice an. In der Regel wird stundenweise abgerechnet.

Besuchsdienste

Ehrenamtliche besuchen Ältere, die wenig Kontakte haben. Koordiniert wird dies meist von Diakonie und Caritas.

Hausnotruf

Auf Knopfdruck kommt rund um die Uhr Hilfe. Angebote von Wohlfahrtsverbänden und privaten Dienstleistern, ab 18 Euro im Monat.

Gute Informationen zum Thema Pflege im Internet

Noch mehr hilfreiche Informationen finden Sie in der September-Ausgabe von plus im großen Pflege-Dossier.

Letzte Version vom 31. Juli 2019

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Mehr Geld für Frauen, die pflegenMehr Geld für Frauen, die pflegen Millionen Frauen kümmern sich um pflegebedürftige Angehörige. Doch nur wenige wissen, dass sie dadurch auch Rentenansprüche haben.
  • Ihre Rechte bei der Pflege AngehörigerIhre Rechte bei der Pflege Angehöriger Familien, die Angehörige zuhause pflegen, werden seit Januar 2015 deutlich gestärkt und erhalten mehr Hilfe.
  • Wie werde ich Leihoma?Wie werde ich Leihoma? Sie möchten sich auch als Leihoma oder -opa engagieren? Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen.
  • Die beste private Pflege-VorsorgeDie beste private Pflege-Vorsorge Eine private Pflege-Versicherung kann Lücken schließen. Das plus Magazin erklärt, welche Policen sinnvoll sind und was Sie wissen sollten.
  • Neue Pflege-ReformNeue Pflege-Reform Zum 1. Januar 2017 wird die Pflege reformiert. Aus 3 Pflegestufen werden 5 Grade. Doch wie wirken sich die neuen Gesetze auf die private Pflege-Vorsorge aus?
  • Den Enkeln ganz nah übers InternetDen Enkeln ganz nah übers Internet Nachmittags oder am Wochenende mal kurz zu den Enkeln? Davon können viele Großeltern nur träumen, wenn ihre Enkel weit weg wohnen. Doch mit viel Liebe, mit Internet und ganz viel […]

Kommentare sind geschlossen.