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Das kostbarste Geschenk: Zeit

Ich tue etwas für andere und verschenke meine Zeit. Mit einem Ehrenamt kann man andern helfen und bekommt auch etwas zurück.

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Kindern vorlesen, Älteren im Alltag helfen, eine Sportgruppe leiten – jeder kann sich engagieren, auch ohne Geld. Wie beglückend es sein kann, Zeit zu spenden, weiß Ehrenamt-Koordinatorin Heike Hitzemann (Diakoniewerk TABEA Leben bei Freunden ggmbH Hamburg). Im Interview mit plus erklärt sie, wie und wo man sich einbringen kann.

Frau Hitzemann, Sie begleiten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die ihre freie Zeit für andere einsetzen. Was motiviert diese Menschen?

Hitzemann: Die meisten sagen mir: Sie kommen von ihren Einsätzen glücklicher zurück, als sie gekommen sind. Sich Zeit zu nehmen, um alte Menschen zu besuchen, in einer Kleiderkammer zu helfen oder Feste auf die Beine zu stellen macht zufrieden.

Und woher kommen diese Glücksgefühle?

Hitzemann: Von der direkten positiven Rückmeldung. Die Wertschätzung tut einfach gut.

Etwas, das man bei Geldspenden so nicht spürt?

Hitzemann: Geldspenden sind auch sehr wichtig, denn ohne sie wäre viel ehrenamtliche Arbeit gar nicht möglich. Aber bei den Zeitspenden sind Geben und Nehmen viel direkter.

Warum tut es sonst noch gut, Zeit zu spenden?

Hitzemann: Für viele füllt die Aufgabe eine Lücke, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Oder das Ehrenamt ist kreativer Ausgleich zum Beruf. Oft kommen Interessierte, deren Pensionierung greifbar wird und die sehen: Bald habe ich sehr viel Zeit, ich brauche etwas, das meinem Alltag weiter eine sinnvolle Struktur gibt.

An wen kann man sich wenden, wenn man Zeit spenden möchte?

Hitzemann: Am besten dorthin, wo man sich ein Ehrenamt vorstellen kann, etwa an ein Seniorenheim, die grundschule oder den Sportverein. Wer keine konkrete Vorstellung hat, fragt bei der Kirchengemeinde oder im Bürgerbüro vor Ort. Oder bei Caritas, Diakonie und Ehrenamtsbörsen.

Wie viel Zeit sollte man mitbringen?

Hitzemann: Egal ob man 2 oder 20 Stunden pro Woche verschenkt – wichtig ist die Regelmäßigkeit. Bei Besuchsdiensten wünschen sich z.B. die älteren Menschen, dass jede Woche die gleiche vertraute Person kommt. Aber auch Institutionen wünschen sich Verlässlichkeit.

Lesen Sie in der August-Ausgabe von Lesern, die sich bereits ehrenamtlich engagieren und warum sie damit so glücklich sind.

 

Letzte Version vom 21. August 2018

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