Am Wochenende bekommen wir eine Stunde Schlaf mehr. Denn in der Nacht von Samstag, 29. Oktober, auf Sonntag, 30. Oktober, werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt! Wie Sie die Zeitumstellung meistern und Infos zum Stand der Abschaffung:

Die Sorgen durch die Corona-Pandemie und die Unberechenbarkeit des Ukraine-Kriegs hinterlassen Spuren. Aktuell klagen rund acht Millionen Menschen in Deutschland über Schlafstörungen. Und auch eine Stunde mehr Schlaf durch die Umstellung auf Winterzeit kann den Rhythmus durcheinander bringen. Weil man vielleicht trotzdem früh wach ist. Und es abends außerdem eine Stunde früher dunkel wird.

1. Geduld

Schlafmediziner wissen: Es dauert rund 14 Tage, bis die innere Uhr und damit auch die Hormonproduktion sich an die neue Zeit angepasst haben.

2. Erholungspausen

Gönnen Sie sich Erholungspausen, aber halten Sie in diesen Tagen keinen Mittagsschlaf. Gehen Sie lieber abends früher zu Bett.

3. Viel spazieren

Gegen den Umstellungs-Blues hilft Bewegung an der frischen Luft. Machen Sie sich draußen auf die Suche nach schönen Herbst-Momenten, anstatt mit der dunklen Jahreszeit zu hadern.

4. Viel Tageslicht

Selbst bei bewölktem Himmel hat Sonnenlicht eine stimmungsaufhellende Wirkung und regt die Produktion des Glücks-Hormons Serotonin an.

Die Abschaffung – der Stand

Im Sommer 2018 sprachen sich von 4,6 Millionen Teilnehmern einer EU-weiten Online-Umfrage über 80 Prozent für die Abschaffung der Zeitumstellung aus. Und eigentlich sollte im Frühjahr 2021 Schluss sein mit dem halbjährlichen Wechsel zwischen Sommerzeit und Winterzeit. Jedes Land der Europäischen Union sollte dann selbst entscheiden, welche Zeit es danach dauerhaft einführt. Nun liegen diese Pläne durch die Corona-Pandemie auf Eis.

Sommer oder Winter: Welche Zeit ist besser?

Eine knappe Mehrheit der Deutschen wünscht sich die Sommerzeit, wenn die Zeitumstellung abgeschafft wird. In einer für den „Focus“ durchgeführten Umfrage sprachen sich 51 Prozent für eine dauerhafte Einführung der Sommerzeit aus.

Jedoch wünschten sich laut „Focus“ vor allem Ältere, dass künftig immer die Winterzeit gilt. Von den Befragten über 65 waren 57 Prozent für die Winter- und nur 38 Prozent für die Sommerzeit. Auch viele Schlafforscher sprechen sich für eine Rückkehr zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) aus. Das würde aktuell der Winterzeit entsprechen, ist aber die über Jahrhunderte für uns gewohnte Normalzeit.
Eine permanenten Sommerzeit nähme – über ein ganzes Jahr betrachtet – die Helligkeit am Morgen weg, was unter anderem die Produktivität negativ beeinflusst. Dafür bekommt der Körper am Abend zusätzlich eine Stunde Licht, wenn wir eigentlich längst schlafen möchten.