Am Wochenende müssen wir auf eine Stunde Schlaf verzichten. Denn in der Nacht von Samstag, 27.3., auf Sonntag, 28.3., werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt! Wie Sie die Zeitumstellung meistern und Infos zum Stand der Abschaffung:

Aktuell hat jeder fünfte Befragte Schlafprobleme, die er auf die Corona-Krise zurückführt. Das ergab eine forsa-Umfrage der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Und jetzt auch noch die Zeit-Umstellung… Diese Tipps können Ihnen helfen, die fehlenden 60 Minuten auszugleichen.

1. Geduld

Schlafmediziner wissen: Es dauert etwa 14 Tage, bis die innere Uhr die fehlende Stunde Schlaf ausgeglichen hat.

2. Erholungspausen

Während dieser Zeit, auch wenn man müde ist, keinen Mittagsschlaf machen, sondern nur eine Erholungspause. Lieber abends früher zu Bett gehen.

3. Früher schlafen

Wer Probleme hat, sollte in den Tagen vor der Zeit-Umstellung jeden Tag 10 Minuten früher ins Bett gehen als normal.

4. Viel spazieren gehen

Wir tun es ohnehin im Moment oft und gerne. Also auch am Umstellungs-Wochenende 27./28. März viel nach draußen gehen!

5. Viel Sonnenlicht

Auch in den ersten Tagen nach der Umstellung viel Sonnenlicht tanken – das hilft der inneren Uhr, sich auf den Sommer einzustellen.

Die Abschaffung – der Stand

Im Sommer 2018 sprachen sich von 4,6 Millionen Teilnehmern einer EU-weiten Online-Umfrage über 80 Prozent für die Abschaffung der Zeitumstellung aus. Und eigentlich sollte im Frühjahr 2021 Schluss sein mit dem halbjährlichen Wechsel zwischen Sommerzeit und Winterzeit. Jedes Land der Europäischen Union sollte dann selbst entscheiden, welche Zeit es danach dauerhaft einführt. Nun liegen diese Pläne durch die Corona-Pandemie auf Eis.

Sommer oder Winter: Welche Zeit kommt danach?

Eine knappe Mehrheit der Deutschen wünscht sich die Sommerzeit, wenn die Zeitumstellung abgeschafft wird. In einer für den „Focus“ durchgeführten Umfrage sprachen sich 51 Prozent für eine dauerhafte Einführung der Sommerzeit aus. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bevorzugt die Sommerzeit: „Ich kann mir zwölf Monate Sommerzeit jedenfalls gut vorstellen“, sagte er dem Nachrichtenmagazin.

Jedoch wünschten sich laut „Focus“ vor allem Ältere, dass künftig immer die Winterzeit gilt. Von den Befragten über 65 waren 57 Prozent für die Winter- und nur 38 Prozent für die Sommerzeit. Auch viele Schlafforscher sprechen sich für eine Rückkehr zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) aus. Das würde aktuell der Winterzeit entsprechen, ist aber die über Jahrhunderte für uns gewohnte Normalzeit.

Eine permanenten Sommerzeit nähme – über ein ganzes Jahr betrachtet – die Helligkeit am Morgen weg, was unter anderem die Produktivität negativ beeinflusst. Dafür bekommt der Körper am Abend zusätzlich eine Stunde Licht, wenn wir eigentlich längst schlafen möchten.