Weitere Internetseiten von Bayard-Media:
Ratgeber Generationen

Als Pate Gutes tun

Sich um jemanden kümmern, der Hilfe braucht – Patenschaften sind sehr gefragt. Wer sich engagieren möchte, dem stehen viele Möglichkeiten zur Patenschaft offen.

Wer Pate werden will, braucht vor allem eines: den Mut, Menschen anzusprechen. Die Ehrenamtsbörsen im Internet – z.B. von Diakonie, Caritas, Deutschem Roten Kreuz etc. – liefern viele Angebote, bei denen man sich erst einen Überblick verschaffen muss. Man kann sich aber auch an die Stadt- oder Kreisverwaltungen oder die Gemeindebüros der Kirchen und Sozialeinrichtungen vor Ort wenden und konkret fragen, wo Paten gebraucht werden. Diese Information muss man mit den eigenen Möglichkeiten abgleichen: Wie viel Zeit will ich investieren, welche Menschen oder Projekte passen zu mir, was kann ich leisten? Doch eines ist sicher: Wer mit ganzem Herzen in seinem Patenamt steckt, tut sich und seinem Schützling etwas Gutes.

Welche Möglichkeiten es gibt, lesen Sie hier:

Man kümmert sich durch regelmäßige Besuche einige Stunden pro Woche um ein Kind, das schon sprechen kann, das aber wenig Ansprache und Kontakt zu Verwandten hat. Man passt auch ab und zu auf das Kind auf, wenn die Eltern verhindert sind. Diese Paten heißen auch z.B. Leihomas, Patenomas, Wunschgroßeltern, Leihgroßeltern, große Schwester, Mentor

Sie engagieren sich dort, wo Kinder im öffentlichen Raum Betreuung brauchen – z.B. in einer Kita, Stadtbibliothek oder Grundschule. Sie liest einem Kind oder einer kleinen Gruppe von Kindern regelmäßig vor oder hilft bei den Hausaufgaben. Diese Paten heißen auch Lesepaten, Sprachpaten, Bildungspaten, Leselernhelfer.

Sie tun das, was bei Kindern nötig ist, für ältere Kinder und Jugendliche und stehen oft in engem Kontakt mit der Schule ­– oft auch mit Jugendämtern. Sie heißen auch Mentoren, Schülerpaten oder Schülercoaches. Oft sind sie zugleich auch Jobpaten.

Sie helfen Jugendlichen bei der Bewältigung der letzten Schuljahre und bei der Suche nach einem Job oder einer Lehrstelle. Jobpaten finden mit dem Jugendlichen heraus, welche Interessen und Fähigkeiten vorhanden sind, sie knüpfen Kontakte mit Firmen, vermitteln, begleiten zum Arbeitsamt, bereiten auf Vorstellungsgespräche vor und geben Tipps, die auf ihrer persönlichen Berufserfahrung beruhen.

Sie kümmern sich um ganz Familien, die in Schwierigkeiten sind, begleiten den Alltag, helfen z.B. bei Schwierigkeiten mit Ämtern, beim Zurechtfinden am Wohnort, aber auch bei Streit innerhalb der Familien. Familienpaten haben jedes Familienmitglied im Blick.

Wenn alte Menschen allein und einsam sind oder speziell Hilfe brauchen, sind Seniorenpaten ihre Brücke zur Welt. Sie besuchen ihre Schützlinge zu Hause oder im Heim, sie unternehmen, wenn es möglich ist, Ausflüge oder lesen ihnen vor, sie erledigen Besorgungen und kümmern sich auch um Bürokratische Angelegenheiten.

Städte und Gemeinden, aber auch das Bundesfamilienministerium kümmert sich verstärkt darum, dass Flüchtlingen Menschen an die Seite gestellt werden, die ihnen helfen, sich in der neuen Gesellschaft zurechtzufinden. Ziel ist, Beziehungen zwischen geflüchteten Menschen und hier lebenden Menschen zu fördern und zu unterstützen. Für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge sollen über die Patenschaften hinaus Gastfamilien und Vormundschaften gewonnen werden. So wird aus spontaner Hilfsbereitschaft in ein möglichst dauerhaftes Engagement.

Alle Patenschaften gibt es auch für die, die sich im Ausland engagieren wollen – die Erwartungen an Paten reichen hier von der Geldspende (z.B. regelmäßige Zahlungen für ein Patenkind in Übersee, vermittelt von Kinderhilfsorganisationen) über Kurz-Projekte (z.B. Pakete packen für Menschen in armen Ländern) bis hin zu mehrwöchigen oder sogar mehrmonatigen Auslandaufenthalten.

Hier bezieht sich das Engagement meist nicht auf konkrete Menschen, sondern auf unterschiedlichste Projekte – z.B. einen Spielplatz finanzieren und bauen, Naturschäden beseitigen (z.B. nach Unwettern), ein Straßenfest zu organisieren oder einen Seniorentreff zu gründen und zu begleiten. Der Zeitraum des Einsatzes ist meist begrenzt, es endet, wenn das Projekt abgeschlossen ist.

Im Rahmen von Städtepartnerschaften kann man sich hier für eine konkrete Stadt einsetzen, das Miteinander der Kulturen fördern, Besuche organisieren und die eigene Stadt repräsentieren.

Auch schützenswerte Bauwerke – z.B. Brunnen, Fachwerkhäuser, Stadtmauern, Festungen etc. – und Naturgüter wie Bäume oder Gärten brauchen Paten. Meist gehen mit der regelmäßigen Geldspende regelmäßige Treffen mit Gleichgesinnten einher und bringen sich Paten in Führungen und Vorträgen mit ein.

Viele öffentliche Tierparks und Zoos vergeben Patenschaften für ihre Tiere. Paten unterstützen meist mit Geld, oft aber werden sie auch in Projekte mit eingebunden, die Spenden bringen oder auf die Not bedrohter Tiere aufmerksam machen.

Letzte Version vom 15. Januar 2019

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Patenkind in Indien Wer Gutes tun möchte, kann ganz einfach mit einem kleinen monatlichen Geldbeitrag ein Patenkind in Indien ünterstützen. Das ist oft die einzige Chance auf eine gute Ausbildung.
  • In 13 Schritten zum KlassentreffenIn 13 Schritten zum Klassentreffen Wissen Sie, was aus Ihren einstigen Schulkameraden geworden ist? Ein Klassentreffen ist die ideale Möglichkeit, um ehemalige Schulfreunde wiederzutreffen. Mit unserer Checkliste erfahren […]
  • Den Enkeln ganz nah übers InternetDen Enkeln ganz nah übers Internet Nachmittags oder am Wochenende mal kurz zu den Enkeln? Davon können viele Großeltern nur träumen, wenn ihre Enkel weit weg wohnen. Doch mit viel Liebe, mit Internet und ganz viel […]
  • Was für ein Glück – das erste Enkelkind Leserinnen erzählen von dem Glück Oma zu sein und von den überwältigenden Gefühlen. Veränderungen im eigenen Leben werden da gerne angenommen.
  • Die eigenen Eltern pflegenDie eigenen Eltern pflegen Wenn man vor der Frage steht, ob man die eigenen Eltern pflegen kann, ist es wichtig sich alle nötigen Informationen über Hilfe einzuholen. plus hilft dabei mit dem großen Pflege-Dossier.
  • Hier finden Sie Hilfe für Haus und GartenHier finden Sie Hilfe für Haus und Garten Endlich mehr Zeit für mich! Die Haushaltsjob-Börse der Minijob-Zentrale macht die Suche nach vertrauensvollen Hilfen zum Kinderspiel. Wir verraten, wie.

Kommentare sind geschlossen.