Gut geschlafen? Dann sieht die Haut frisch aus und strahlt förmlich. Mit diesen kleinen Pflege-Tipps können Sie Ihrer Haut beim nächtlichen Regenerieren helfen. Die Pflege am Abend ist insofern wichtiger als die am Morgen, da die Haut nachts aktiver ist.

Das hilft:

1) Nutzen Sie den Bio-Rhythmus

Nach einem langen Tag ist die Haut müde und erschöpft, denn sie wird tagsüber stark beansprucht durch:

  • UV-Strahlen
  • Freie Radikale, die als Hauptursache für Falten gelten
  • Schmutz in der Luft
  • Make-up

Daher ist es besonders wichtig, dass die Hautzellen nachts Ruhe und Zeit haben, sich zu regenerieren.
Der Tipp unserer plus-Expertin und Hautärztin Sabine Zenker aus München:

„Vor dem Zubettgehen Kamillentee trinken. Durch die Antioxidantien und Entzündungshemmer unterstützt die Kamille ein verfeinertes Hautbild.“

Hinzu kommt, dass sich jeden Tag ab etwa 18 Uhr der Stoffwechsel der Haut ankurbelt. Das liegt am Wachstumhormon HGH, das zur Schlafenszeit in Aktion tritt. Zum anderen ist der Körper nachts nicht mehr mit der Abwehr von Umwelteinflüssen oder Verdauung beschäftigt und kann so mehr Kraft auf das Erneuern der Haut verwenden.

Die positiven Effekte davon sind:

  • Die Haut wird besser durchblutet
  • Zellschäden, etwa durch UV-Licht, werden repariert
  • Zellen teilen sich achtmal schneller als am Tag und sorgen so dafür, dass sich das Hautbild nachts schneller erneuert

2) Regeneration dank Reinigung

Reinigen Sie Ihre Haut bevor Sie ins Bett gehen, denn nur so kann die Haut die anschließende Pflege gut aufnehmen. Auch Experten raten: gründlich Abschminken und das Gesicht reinigen ist das A & O, damit sich die Haut nachts gut erholen kann, denn im Laufe des Tages sammeln sich sichtbare und fühlbare Verschmutzungen wie Schweiß, Talg oder Staub an. Außerdem fassen wir uns oft reflexartig ins Gesicht und mit jeder Berührung gelangen Bakterien und Keime auf die Haut. Erst durch das Reinigen am Abend kann die Haut wieder aufatmen.

Zuerst Augen-Make-up entfernen und dann den Rest des Gesichts mit Wasser und einer zum Hauttyp passenden Reinigung (Milch, Gel, Öl…) reinigen. Das Gesicht mit einem sauberen Handtuch trocken tupfen – nicht reiben, da so die Haut gereizt wird. Vor allem all jene, die unter Rosazea leiden, sollten darauf achten.

3) Die pflegende Krönung

Währen Tagescremes in erster Linie Schutz vor UV-Strahlen, freien Radikalen und anderen Faltenmachern bieten, sollen Nachtcremes der Haut Pflege schenken. Sie sind deshalb meist reichhaltiger, also fettiger. Außerdem versorgen sie die Haut mit Feuchtigkeit und unterstützen das Erneuern der Zellen.

Gute Wirkstoffe in Pflege-Cremes:

  • Vitamin E fördert die Zellreparatur
  • Retinol hemmt den Abbau von Kollagen, mindert Fältchen, verhindert Zell-Schäden
  • Co-Enzym Q10 spendet Energie, macht die Haut frisch
  • Co-Enzym R, auch Biotin, Vitamin B7 oder Vitamin H genannt, unterstützt das Zellwachstum und die Zellteilung
  • Linolsäure reguliert den Feuchtigkeitshaushalt
  • Gamma-Linolensäure ist für den Stoffwechsel zuständig und hilft beim Bilden von neuem Gewebe

Besonderer Kick: Nach dem Reinigen wenige Tropfen eines wirkstoffreichen Serums sanft in die Haut einmassieren.

4) Sorgen Sie für sich

Ein zufriedenes Leben, genügend (und erholsamen) Schlaf, viel Wasser trinken und eine gesunde Ernährung tragen maßgeblich dazu bei, dass die Haut frisch und straff bleibt. Und: Sonnenschutz nicht vergessen.