Normalerweise lohnt es nur, Gesundheitskosten bei der Steuererklärung anzugeben, wenn in einem Jahr hohe Ausgaben angefallen sind. Denn der zumutbare Eigenanteil ist hoch. Das gilt aktuell aber nicht. Denn vor dem obersten Finanzgericht (BFH) wird um diesen Eigenanteil gestritten.

Dies kann weitreichende Folgen für jeden haben. Wer also für 2020 die Steuererklärung noch nicht gemacht hat (Frist läuft bis 31. Juli 2021), sollte alle Gesundheitskosten angeben, egal wie hoch sie sind. Wer die Erklärung bereits abgegeben hat, kann jederzeit eine neue Erklärung (mit allen Gesundheitskosten) machen, z.  B. über das elektronische Steuerportal Elster. Und wer den Bescheid schon erhalten hat, sollte Widerspruch einlegen und die Gesundheitskosten nachmelden.

Das Finanzamt wird die Erstattung aller Gesundheitskosten bzw. den Widerspruch zuerst ablehnen, da die Gesetze im Moment noch den zumutbaren Eigenanteil kennen. Aber: Der Antrag auf Ruhen des Verfahrens bedeutet, dass bei einem positiven Ausgang des BFH-Verfahrens alle Steuerbescheide im positiven Sinn verändert werden. Dies gilt aber nur bei einem Widerspruch.

Widerspruch einlegen

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