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Ratgeber Geld & Recht

Spontankauf widerrufen

Eine Freundin lädt zur Verkaufsparty ein – schwups hat man etwas, das man eigentlich gar nicht braucht. Was tun?

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Ob Küchendose, Elektro-Gerät oder Parfüm – wer auf einer Verkaufs-Party in einer Privatwohnung etwas kauft, tätigt juristisch ein Haustür-Geschäft. Und dabei gilt – ähnlich wie bei Einkäufen im Internet – ein 14-tägiges Widerrufsrecht.

 

 

 

Das sollten Sie beim Widerruf beachten

So geht ein Widerruf

Der Widerruf selbst muss schriftlich erfolgen. Begründen muss man den Widerruf nicht. Hat man die Ware aber schon auf der Party erhalten, dann diese zusammen mit dem schriftlichen Widerruf zurück an den Händler schicken – nicht an die Freundin, die zur Verkaufs-Party geladen hatte.

An wen richtet sich der Wideruf?

Der Widerruf muss immer gegenüber der Firma erfolgen, die der Verkäufer auf der Party vertreten hat. Nur wenn die Gastgeberin die Ware vorher selbst erworben und auf der Party weiterverkauft, ist sie die Ansprechpartnerin für die Rückgabe.

Späte Widerrufs-Belehrung

Wichtig: Auf der Party muss der Verkäufer ausdrücklich auf das Recht hingewiesen haben, den Kauf zu widerrufen. Ist diese Widerrufs-Belehrung erst nach Vertragsschluss erfolgt, verlängert sich die Frist auf einen Monat; wird gar nicht informiert, verlängert sich die Frist sogar auf ein ganzes Jahr.

Hier finden Sie den Musterbrief für den Widerruf.

 

Letzte Version vom 21. August 2018

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