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Rente – Darum sollten Frauen ihren Versicherungsverlauf selbst prüfen

Viele Mütter verschenken Geld, weil in ihren Rentenbescheiden und -versicherungsverläufen Fehler stecken. Deshalb sollten Frauen unbedingt ihre Renten-Unterlagen prüfen.

©shutterstock.com
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Wie wichtig dies ist, beweist ein Blick auf die durchschnittlichen Renten von Frauen (Stand 2014): Im Schnitt bekommen Frauen gerade einmal 500 € Rente im Monat – deutlich weniger als Männer.

Für den richtigen Vermerk ist jede Frau selbst verantwortlich

Die Fehler in den Versicherungsverläufen (und damit auch in den späteren Rentenbescheiden) entstehen bei Frauen vor allem, weil Kinder, die Berufstätigkeit nach einer Geburt bzw. die Anrechnungszeiten für die Erziehung eines Kindes nicht korrekt vermerkt sind. Dass dies aber richtig gespeichert ist, dafür ist nicht die Rentenkasse verantwortlich, sondern jede Frau selbst. Das wiederum heißt, dass besonders die Jahre der Geburt und der Kindererziehung genau kontrolliert werden sollten.

Wichtig dabei ist, dass besonders die von der Rentenkasse als Pflichtbeiträge geschenkten Zeiten richtig vermerkt sind.

So prüfen Frauen die Richtigkeit der Einträge selbst

  • Für Arbeitszeiten erhält man Pflichtbeiträge.
  • Die Zeiten des Mutterschutzes werden auch als Pflichtbeiträge im Versicherungsverlauf vermerkt.
  • Das erste Jahr nach der Geburt (bei Geburten vor 1992) muss ebenfalls mit Pflichtbeitragszeiten im Versicherungsverlauf auftauchen.
  • Wurde unmittelbar nach dem Mutterschutz weitergearbeitet, müssen diese Zeiten doppelt im Versicherungsverlauf auftauchen – als normale Pflichtbeitragszeit aus Arbeit und als Pflichtbeitragszeit aus Kindererziehung.
  • Für Geburten ab 1992 beträgt dieser Zeitraum 3 Jahre.

Wichtig! Spätestens mit 50 sollte der Versicherungsverlauf einmal jährlich kontrolliert werden. Fehler sollen sofort geklärt werden, denn je länger man wartet, desto schwieriger wird es.

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Letzte Version vom 3. Juni 2020

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