Untersuchungen ergaben, dass ein Rentenstart ab Alter 60 in der Bevölkerung als durchaus anerkannt gilt. Dann liegen zwischen Wunsch und Wirklichkeit noch immer mindestens drei Jahre, die es zu überbrücken gilt:

  • Frühestmöglicher Rentenbeginn ist derzeit für die meisten Arbeitnehmer mit Alter 63 möglich – jedoch fallen dabei Abschläge um zehn Prozent bei der Rente an. In den überwiegenden Fällen rechnet sich das immer noch. Und man kann ab 50 diese Abschläge mit eigenen Einzahlungen steuerbegünstigt ausgleichen. Voraussetzung ist jedoch, dass man mindestens 35 Beitragsjahre in der Rentenversicherung erreicht hat.
  • Den Bedarf für die Überbrückungszeit richtig einschätzen: Im Berufsleben benötigt man regelmäßig mehr Geld als im Ruhestand, das zeigen Studien zum Verbrauchsverhalten. Sind Haus oder Wohnung bis zum gewünschten Job-Ende abbezahlt, entlastet das die Kasse schon sehr stark.
  • Versteckte Einnahmequellen aufspüren: ältere Riester-Verträge lassen sich beispielsweise schon ab 60 in Monatsrenten umwandeln.
  • Sozialabgaben optimieren: wer kein eigenes Einkommen bezieht, kann etwa in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung die kostenlose Familienversicherung beanspruchen. Privatversicherte sollten den Standardtarif als günstigere Variante prüfen.