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Ratgeber Geld

So umgehen Sie die Makler-Gebühr

Seit Juni 2015 gilt: Wer zum Vermieten einer Wohnung einen Makler beauftragt, muss diesen auch zahlen.

Thinkstock
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Viele sorgen mit einer Miet-Wohnung fürs Alter vor. Die neue Makler-Gebühr lässt sich aber umgehen. Es gibt Wege, wie Vermieter diese Kosten auf die Mieter abwälzen können. plus Magazin-Experten erklären, wie das geht.

Das Finanzamt zahlt

Maklerkosten zählen zu den Werbungskosten. Und die kann man bei der Einkommenssteuer-Erklärung angeben, sodass sie den Gewinn aus Vermietung schmälern – man zahlt weniger Steuern.

Zu den Werbungskosten gehören alle Dinge, die entstehen, wenn für eine Mietwohnung ein Mieter gesucht wird, auch die Anzeige in einem Immobilienportal oder der Energieausweis, den Hausbesitzer bei der Vermietung vorlegen müssen. Der Werbungskosten-Abzug ist auch möglich, wenn die Wohnung leer steht. Allerdings sollten Vermieter belegen können, dass sie einen Mieter auch tatsächlich gesucht haben. (Steuerberater Olaf Pilzecker, Kanzlei Lemmermann, Hamburg)

Kosten auf die Miete umlegen

Es ist insgesamt empfehlenswert, die Maklerkosten langfristig in die Miete einzurechnen. Das heißt, die Miete so zu erhöhen, dass die erlaubten Vermittlungskosten von zwei Monatsmieten plus Mehrwertsteuer innerhalb von drei Jahren gedeckt sind. Das ist auch in den Ballungsräumen möglich, in denen die Mietpreisbremse eingeführt wird und die Miete nur maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. (Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, Geismar Rechtsanwälte, Berlin)

Das neue Recht

Das Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung (§ 2) sagt:

  • Makler dürfen nur von Wohnungssuchenden Geld fordern, wenn vorher ein Maklervertrag geschlossen wurde
  • Wohnungssuchende dürfen nicht verpflichtet werden, die Maklergebühr zu zahlen, wenn der Vermieter den Makler beauftragte
  • Maximal sind zwei Monatsmieten (+ MwSt.) als Maklergebühr erlaubt

Diese Tricks sind nicht erlaubt

  • Überhöhte Abstandszahlung statt Maklergebühr: Klaffen der Zeitwert der Einrichtung und die Höhe der Abstandsforderungen zu weit auseinander, können Mieter das Geld später vor Gericht einklagen
  • Auch wenn sich der Mieter zunächst darauf einlässt, die Maklerkosten zu übernehmen – später kann das Geld dann aber wieder eingeklagt werden. Deshalb diesen Weg unbedingt meiden

(Stand 2015)

 

Letzte Version vom 8. April 2019

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