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Ratgeber Geld

Höhere Zuschüsse für Hörgeräte

Ab 1. November 2013 erhalten alle gesetzlich Versicherten fast doppelt so viel Geld von ihrer Krankenkasse, wenn sie ein Hörgerät benötigen.

© Sturm / pixelio.de
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Der Zuschuss erhöht sich dann von 421,28 Euro auf 784,94 Euro.

Darauf sollten Sie achten

Hörgeräte-Akustiker müssen zu diesem Preis ein Gerät anbieten, sodass auch ohne Zuzahlung der Kauf eines neuen Hörgeräts möglich ist. Wer ein teureres Hörgerät (viele Geräte kosten um die 2.000 Euro) benötigt, sollte mit dem Arzt reden. Denn die Krankenkassen müssen auch teure Geräte bezahlen, wenn mit den günstigeren Geräten kein ausreichendes Hör-Vermögen erreicht wird. Entscheidend ist die medizinische Notwendigkeit.

Wer noch berufstätig ist und gut hören muss, sollte auf bestmögliche Geräte bestehen – auch wenn die Krankenkasse dies zuerst ablehnt. Dann sollten Sie unbedingt Widerspruch einlegen. 

Gut zu wissen: auch die Rentenversicherung, die Arbeitsagentur und die gesetzliche Unfallversicherung geben Zuschüsse zu Hörgeräten, wenn diese beruflich notwendig sind – deswegen lohnt es sich, auch dort nachzufragen. Und Krankheitskosten, wenn möglich, absetzen.

Immer mehr Schwerhörige in Deutschland

14,9 Millionen Menschen, also jeder Fünfte in Deutschland ist schwerhörig. Vor fünf Jahren waren es noch eine Million Menschen weniger. Die Kommunikation zu anderen bildet einen entscheidenden Pfeiler unserer zwischenmenschlichen Beziehungen. Umso wichtiger ist es, gut hören zu können und dies ggf. mit entsprechenden Hörgeräten zu unterstützen.

Anteil Schwerhöriger in %
Insgesamt 21 %, davon:
50 – 59-Jährige: 25 %
60 – 69-Jährige: 37 %
70 – 79-Jährige: 54 %
(Quelle: Deutscher Schwerhörigenbund)

 

Letzte Version vom 4. Dezember 2018

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