Was jetzt gilt

Kinder zählen nun – aber nur auf Antrag! – mit, wenn es beim Renten-Antrag um die Frage pflicht- oder freiwillig versichert.

Eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen trifft die Rentenkasse, nämlich ob man im Alter „pflichtversichert in der Krankenversicherung der Rentner“ oder „freiwillig gesetzlich krankenversichert“ ist.

Was sich nach Bürokratie anhört – man bleibt ja bei der derselben Krankenkasse –, ist eine Entscheidung über Tausende Euro. Denn „Pflichtversicherte in der Krankenversicherung der Rentner“ zahlen nur auf ihre Rente(n) und auf Betriebsrente bzw. Direktversicherung Krankenkassen-Beitrag, freiwillig gesetzlich Versicherte auch noch auf weitere Einkünfte wie private Rentenversicherung, Zinsen, Miet- oder Pacht-Einnahmen.

Die 9/10-Regel

Getroffen wird die Entscheidung nach der 9/10-Regel:

Wer in der zweiten Hälfte des Berufslebens zu 9/10 in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert war, ist pflichtversichert in der Krankenversicherung der Rentner – und zahlt auf weniger Einkünfte Beiträge.

Dabei ist es unerheblich, ob man während der zweiten Berufshälfte pflichtversichert war, weil man berufstätig war, familienversichert über den Ehepartner oder freiwillig versichert war, weil man gut verdiente. Entscheidend ist die Mitgliedschaft. Und weil es bei vielen Arbeitnehmern sehr knapp zugeht, hilft die neue Regel vielen entscheidend.

Mehr erfahren

Wie genau berechnet wird und wie Sie den Antrag richtig stellen, erfahren Sie im Sonderteil „Geld und Recht“ der Ausgabe 11/2020.

Die Ausgabe können Sie hier online bestellen.