Auch in Deutschland ist die Corona-Pandemie noch nicht gestoppt und eine zweite Welle scheint sich zu entwickeln. Aktuell gibt es 373 167 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben dabei die meisten Fälle zu verzeichnen (Stand 20.10.2020).

Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien in Europa besonders betroffen

In Europa waren mittlerweile 5 039 783 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Großbritannien, Spanien und Frankreich sind derzeit die am stärksten betroffenen europäischen Länder. Deutschland beklagte bisher  9 836 Opfer immer aktuelle Infos dazu finden Sie hier.

Um eine weitere Ausbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen, haben etliche Regierungen Ausgangssperren und – beschränkungen verhängt, aktuell wird in vielen Ländern aufgrund steigender Fallzahlen die Maskenpflicht wieder ausgeweitet. Mit unserem Corona-Newsticker halten wir Sie über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.

Eine interaktive Karte mit der aktuellen Zahl in der Infizierten und der Todesfälle in Deutschland nach Bundesländern hat das Robert-Koch-Institut hier online.
Eine tagesaktuelle Übersicht über alle Corona-Fälle in Europa bietet die Weltgesundheitsorganisation auf dieser Seite: www.euro.who.int.

Auf der Webseite des deutschen Auswärtige Amt finden Sie Infos zu Teilreisewarnung und aktuellen Bestimmungen für die Ein- und Ausreise in Länder weltweit.

Symptome und Gefahren

Nach Einschätzung der Experten verläuft die neuartige Lungenkrankheit in vielen Fällen mild, möglicherweise sogar ohne Symptome. Bei den registrierten Todesfällen handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen vor allem um ältere Patienten (ab 75) mit schweren Vorerkrankungen. Aber Achtung: auch Jüngere und Menschen ohne Vorerkrankung sind nicht vor einem schweren Krankheitsverlauf gefeit. Grundsätzlich können, wie bei einer Lungenentzündung, vor allem Symptome wie Fieber, trockener Husten, Kopfschmerzen und Atembeschwerden auftreten.
Gerade für ältere Menschen oder chronisch Kranke kann eine Infektion mit dem neuen Virus schwer verlaufen. 
Studien haben außerdem gezeigt, dass sich das Virus auch im Gehirn und im Herzmuskel nachweisen lässt, selbst bei Menschen, die nur wenige oder keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigten. Möglicherweise kann es so zu Spätfolgen kommen, die jetzt noch nicht absehbar sind.

Wie kann ich mich schützen?

Mediziner empfehlen, wie bei allen ansteckenden Krankheiten, vor allem auf die Hygiene zu achten. Sie sollten

  • regelmäßig und gründlich Hände waschen
  • sich beim Niesen und Husten von anderen Personen abwenden und Einweg-Taschentücher verwenden
  • Kontakt zu anderen Personen vermeiden, diese nicht umarmen und auch keine Hände schütteln. Einen Abstand von mindestens 1,5 bis 2 Metern wahren.
  • Noch mehr Hygiene-Tipps finden Sie hier!

Welche besonderen Maßnahmen bei Menschen über 60 Jahren gelten und wie Sie in einem solchen Fall sich und andere schützen können, lesen Sie außerdem hier.

Wie wird behandelt?

Da das Virus relativ neu ist, gibt es noch keine erprobte Behandlungsmöglichkeit, an einem Impfstoff wird aber bereits gearbeitet. Bei erkrankten Personen werden die Symptome wie Fieber oder Husten behandelt.

Das Virus

Das neuartige Coronavirus wurde vermutlich in der chinesischen Stadt Wuhan (rund 800 km westlich von Shanghai) durch infiziertes Fleisch von Wildtieren auf den Menschen übertragen. Das Virus ist durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragbar. In China betrug die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen am 5.5.2020 84 404.

Der erste deutsche Fall

Auf einer Pressekonferenz am 28.1.2020 hatten Dr. Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Dr. Martin Hoch, Leiter der „Task Force Infektiologie“ des LGL und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml Fakten zum ersten Coronavirus-Fall in Deutschland erläutert:

  • Der erste Patient ist 33 Jahre alt und arbeitet für den Automobilzulieferer Webasto in Stockdorf (Landkreis Starnberg in Oberbayern), innerhalb von nur vier Stunden habe das positive Testergebnis vorgelegen. Dem Mann gehe es gut; er sei jedoch isoliert und werde medizinisch überwacht. Er hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt.
  • Das Risiko für die Bevölkerung wird insgesamt als „moderat“ bezeichnet. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml: „Wir nehmen die Lage sehr ernst, aber wir sind sehr gut vorbereitet.“
  • Nun soll ermittelt werden, zu welchen Personen der Infizierte zuletzt Kontakt hatte. UPDATE (29.1.2020): Mittlerweile sind drei weitere Kollegen der Firma aus dem Landkreis Starnber positiv auf das Virus getestet worden.
  • Gemeinsam mit dem Bund wird über weitere Schritte beraten. Auch eine Hotline für Bürger soll eingerichtet werden.

Am Dienstag, 4.2.2020, waren dann aktuell 12 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Ein weiteres Kind des Mannes aus Bayern, dessen Ansteckung als erste bekannt wurde, war positiv getestet worden. Danach meldeten die Behörden den 12. Fall, auch dieser Betroffene arbeitet bei dem Automobilzulieferer Webasto.