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Ratgeber Ernährung

So schützen Sie durch das richtige Essen Ihre Sehkraft

Besser und länger gut sehen Dank des richtigen Essens – geht das wirklich? Aktuelle Studien zeigen, dass die richtige Ernährung hilft, die Sehkraft zu erhalten und sogar zu verbessern.

©shutterstock.com/ VGstockstudio
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Das richtige Essen für die Sehkraft

Unsere Augen sind empfindlich und benötigen deshalb ständig Nachschub an bestimmten Nährstoffen, so in erster Linie:

  • Die Omega-3-Fettsäuren DHA (Docosahexaensäure) für den Stoffwechsel der Augen;
  • Die Pflanzenstoffe Lutein und Zeaxanthin als Bestandteile der Makula;
  • Die Anthocyane, pflanzliche Farbstoffe, die die Blutgefäße im Auge festigen.

Was vielen nicht klar ist: unsere Augen bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Deshalb ist auch das Trinken immanent wichtig für eine gute Sehkraft.

Diese Lebensmittel sind besonders gut für die Augen

Viel Gemüse und regelmäßig eine Portion fetter Seefisch sind besonders gut für die Sehkraft. Lutein und Zeaxanthin stecken beispielsweise reichlich in Grünkohl, Spinat, Mais und Bohnen. DHA in großen Mengen in Fisch, wie Lachs, Makrele, Hering, Thunfisch und Sardinen.

Lassen sich auch Augen-Beschwerden durch richtiges Essen lindern?

Ja, beispielsweise

  • Schwierigkeiten, in der Nacht und bei Dämmerung zu sehen
  • chronisch trockene, brennende Augen,
  • durch viel Arbeit am Bildschirm gereizte und überanstrengte Augen
  • Probleme beim Tragen von Kontaktlinsen.

Was ist, wenn die Augen ernsthaft krank sind, z. B. bei AMD?

Auch dann kann es (in Absprache mit dem Arzt) helfen, gesünder zu essen. Eine Studie zeigte, dass trockene AMD langsamer fortschreitet, wenn viel Omega-3-Fettsäuren und Lutein gegessen werden.

Was ist bei grauem Star?

Auch hier gibt es eine Untersuchung von 1.800 Frauen zwischen 50 und 79. Mit dem Ergebnis: Das Risiko, grauen Star zu bekommen, sank um 23 %, wenn viel Lutein und Zeaxanthin gegessen wird.
Allerdings können Augenkrankheiten wie AMD sowie grauer oder grünen Star nicht rückgängig gemacht werden. Doch den Verlauf der Krankheit können Sie positiv beeinflussen.

Welche Therapien bei diesen Augenleiden Hilfe versprechen, haben wir in einem separaten Beitrag aufgelistet – klicken Sie hier.

Gibt es ein Alter, ab dem gesundes Essen den Augen nicht mehr hilft?

Nein, denn unsere Augen sind in jedem Alter darauf angewiesen, genug Nähr- und Schutzstoffe zu bekommen. Größere Erfolge erzielen Sie natürlich, je eher Sie „augenfreundlich“ essen.

Auch das tut den Augen gut

Sind spezielle Nahrungsergänzungsmittel für die Augen sinnvoll?

Ja, wenn eine augenbewusste Ernährung nicht möglich ist, z. B. bei Menschen, die

  • oft außer Haus essen,
  • eine strenge Diät machen,
  • bestimmte Lebensmittel wegen Allergien nicht vertragen oder nicht mögen, so beispielsweise Fisch.

Kann man diese Präparate überdosieren?

Nein, wenn man sich an den Beipackzettel hält, kann es bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht zu einer Überdosierung kommen. Nimmt man jedoch noch andere Präparate mit gleichen Inhaltsstoffen, sollten Sie unbedingt auf die Höchstmengen (Angaben auf der Packung) achten.

Das gilt besonders für:

  • Vitamin A (maximal 3 mg pro Tag) – der Körper reichert es an, wenn er damit überversorgt wird;
  • Beta-Carotin (maximal 10 mg pro Tag), weil es bei Rauchern in hoher Dosis Lungenkrebs verursachen kann.

Kann es zu Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen?

Theoretisch ja. Deshalb sollte man sich bei Nahrungsergänzungsmitteln vom Arzt oder Apotheker beraten lassen. Vor allem, wenn man regelmäßig Medikamente nimmt. Beispielsweise wirken hoch dosierte Omega-3-Fettsäuren (Fischölkapseln) gerinnungshemmend. Wer sowieso schon ein Medikament zur Blutverdünnung nimmt, etwa Marcumar, sollte deshalb vor der Einnahme unbedingt mit dem Arzt sprechen.

Außer gesund essen, was kann man sonst noch für die Augen tun?

  • Starke UV-Strahlung meiden – Sonnenbrille tragen!
  • Augen immer wieder Phasen der Ruhe und Entspannung gönnen – beim Lesen beispielsweise zwischendurch in die Ferne schauen oder Augen für einige Momente schließen.
  • Wind und Zugluft meiden – lieber mit Brille Rad fahren.
  • Augen nicht reiben, erst recht nicht mit ungewaschenen Händen.
  • Augen jährlich beim Arzt kontrollieren lassen.

 

Letzte Version vom 30. Juni 2020

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