Wer dauerhaft schlecht ein- und meist nicht durchschlafen kann, leidet an einer sogenannten Insomnie. Voraussetzung ist, dass die Beschwerden an mehr als drei Nächten pro Woche einen Monat lang auftreten. „Ab und an ein paar Mal nachts aufzuwachen, ist normal, wenn man dann wieder einschlafen kann“, erklärt der Schlafmediziner Prof. Ingo Fietze von der Berliner Charité.

Wenn die Krankheit nur leicht ausgeprägt ist, kann es helfen, die Schlaf-Hygiene zu ändern.

So kann das gelingen

  • Regelmäßig zur selben Uhrzeit ins Bett gehen
  • Abends keine schwere Koste essen
  • aAf Dunkelheit und Ruhe achten

„Frei verkäufliche Präparate oder Tee mit Baldrian, Hopfen und Co. können ebenfalls sinnvoll sein, aber man muss diese sanften Hilfsmittel für mindestens vier Wochen einnehmen, bevor sich eine Veränderung bemerkbar machen kann“, so Prof. Fietze. Gut ist auch ein Tagebuch auf dem Nachttisch, in das man seine Gedanken schreibt, um innerlich zur Ruhe zu kommen.

Bei Frauen können sich die Symptome einer Insomnie generell in den Wechseljahren noch verstärken. „Schlafstörungen sind vererbbar, haben aber auch bestimmte Auslöser, etwa Stress, Schichtarbeit, eine Narkose, die Wechseljahre oder Alkohol“, erklärt der Mediziner. Wer unsicher ist, ob er betroffen ist, kann ein Schlaf-Wach-Tagebuch führen (hier finden Sie eine Vorlage zum Ausdrucken), oder ein Schlaflabor aufsuchen.

Was gegen unruhige Beine (Restless-Legs-Syndrom), regelmäßige Albträume und nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe) hilft, lesen Sie in Ausgabe 4/21 – ab 3. März am Kiosk oder hier online!