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Unser kleiner Wein-Guide

Ein kühles Glas Rosé an einem warmen Sommerabend oder ein exzellenter Tropfen Rotwein zu einem feinen Schmorbraten… die Vielzahl an Möglichkeiten, was Wein und Wein-Zubehör angeht, kann schnell überfordern. Wir haben uns umgehört.

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In unserer Ausgabe 9/2019 hat unser Redakteur Peter einen Blick auf deutsche Qualitätsweine geworfen, die sich nicht nur gut lagern lassen – sie sind zusätzlich auch unkompliziert in Supermärkten und Discountern erhältlich. Lesen Sie außerdem wie genau Sie Wein richtig lagern, welche Fragen Sie beim Weinkauf in petto haben sollten und welche 4 Fragen Ihnen im Gegenzug jeder gute Weinhändler stellt.

Unser kleiner Wein Guide stattet Sie außerdem mit dem richtigen Wissen rund um das Thema Wein aus:

Die perfekte Grundausstattung für Weinliebhaber

Wenn es auch noch so viele Kinkerlitzchen gibt, die es im Fachhandel und im Internet zu kaufen gibt – als Wein-Trinker sind Sie mit dem folgenden Quartett gut ausgestattet.

Mehr braucht es nicht, um Ihren Lieblingswein stilecht genießen zu können:

1) Das richtige Weinglas

Wenn Sie in einen guten Wein investieren, macht es Sinn, diesem auch die Chance zu geben, sich in einem qualitativ hochwertigen Glas entfalten zu können.

Allgemein können Sie sich daran orientieren, dass das Volumen in einem sinnvollen Verhältnis zur Intensität (und Komplexität) des Weines stehen sollte. Sprich: ein körperreicher, schwerer Rotwein verdient auch ein voluminöseres Glas als der leichte Weißwein, der als Aperitif gereicht wird. Je schwerer und körperreicher der Wein, desto größer sollte also auch das Glas sein.

Die Grundausstattung setzt sich aus folgenden Gläsern zusammen:

  • Ein kleineres Glas für Weißwein, Rosé-Weine und leichtere Rotweine
  • Ein größeres, tulpenförmiges Glas für kräftigere Rotweine (als Ergänzung passen hier noch voluminöse Ballongläser für schwere Tropfen wie Burgunder-Weine)
  • Schlankere, tulpenförmige Sektgläser für Schaum- und Perlweine wie Prosecco, Sekt, Champagner, Cava und Crémant

Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Glas gut in der Hand liegt und sich angenehm schwenken lässt. Weitere Qualitätszeichen sind die Dünnwandigkeit und der geschliffene Rand im Gegensatz zum sonst üblichen Wulst.

2) Der perfekte Korkenzieher

Wenn schon das Öffnen der Weinflasche zu einem Kraftakt wird und am Ende im schlimmsten Fall Teile oder gar der ganze Korken in der Flasche landen, macht das Genießen eines edlen Tropfens nur noch halb so viel Freude. Ein guter Korkenzieher zählt also definitiv zu den wichtigsten Werkzeugen eines Weinliebhabers – trotzdem fehlt er in vielen Haushalten bis heute.

Wichtig: es muss kein überkandideltes Premium-Gerät sein, denn gerade die klassischen Kellnermesser, einfache Hebelkorkenzieher, mögen mit die simpelsten Öffner sein, doch sind sie nach wie vor die bevorzugte Wahl von Sommeliers und Weinhändlern. Unser Tipp: achten Sie auf einen spindelförmigen Dorn, denn nur dieser findet guten Halt im Korken.

3) Eine Karaffe

Anders als viele denken mögen, ist eine Karaffe nicht nur zur Zierde bei Tisch gedacht. Ganz im Gegenteil! Vor allem ältere Rotweine benötigen zwingend Zeit zum Atmen, bevor diese genossen werden können – das geschieht am besten mit genügend Sauerstoffzufuhr in einer Karaffe. Auch jüngere Weine können dadurch weicher und vollmundiger werden.

Ein weiterer Vorteil: bei älteren Weinen bleibt beim Umfüllen das Sediment in der Flasche zurück und wandert nicht versehentlich ins Weinglas.

4) Die richtige Lagerung

Gerade wenn Sie überlegen, Ihren Wein über einen längeren Zeitraum zu lagern, sollten Sie sich über passende Lagerbedingungen Gedanken machen. Gerade schwankende (oder zu hohe) Temperaturen, allzu intensives Licht (vor allem Sonnenstrahlen) und Erschütterungen nehmen doch recht rasch Einfluss auf die Qualität der Weine.

Gute Lagermöglichkeiten wären ein Wein-Klimaschrank oder der eigene Keller. Sie wollen mehr erfahren? Weitere Infos zum Lagern Ihrer Weine finden Sie in unserer Ausgabe 9/2019.

Woran erkennt man einen guten Rosé?

Roséweine werden immer beliebter, denn viele lieben die angenehme Mischung aus Frucht, Frische und Säure. Zu Unrecht hat der Rosé einen teilweise schlechten Ruf, denn wenn Sie auf unsere Tipps achten, finden Sie rasch die guten Tropfen:

1) Achten Sie auf das Wort Weißherbst

Der Wein wurde dann nämlich auf seine Qualität hin überprüft und darf nur aus einer Rebsorte gemacht sein. Auch gut: Trollinger Weißherbst und Spätburgunder Weißherbst.

2) Schauen sie auf den Jahrgang

Anders als bei Rotweinen, sollten schmackhafte Rosé-Weine möglichst jung sein. Je früher sie geöffnet werden, umso besser. Deshalb sollte die Jahresangabe jene vom vergangenen Kalenderjahr sein.

3) Kalt trinken

Servieren Sie Ihren Rosé bei sechs bis sieben Grad, das entspricht etwa der Temperatur des Kühlschranks. Fünf Grad sind optimal. Im Glas sollte er bei nicht mehr als acht Grad liegen.

4) Kaufen Sie Weine aus der Provence

Denn die Provence ist spezialisiert auf die lachsfarbenen Tropfen. 90 Prozent der dort abgefüllten Flaschen sind Rosé Weine – der dortige Standardwein zum Essen oder als Aperitif.

5) Trauen Sie sich an Mischungen

Sogenannte Cuvées sind Kombinationen von mehreren Rebsorten. Bei französischen Winzern manchmal mehr, als man an einer Hand abzählen kann. Diese Weine haben oft eine schöne Würze und passen zu leichten Gerichten wie Salaten und Fisch.

Weitere plus-Weintipps

  • Sie sind bei Wein-Freunden eingeladen und wissen nicht, welchen Wein Sie mitbringen sollen? Dann hilft Ihnen vielleicht dieser Beitrag weiter: Welchen Wein mitbringen
  • Wenn es bei wichtigen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstagen und Co. etwas Besonderes sein soll, dann ist Winzersekt eine gute Idee. Denn die nehmen es mit jedem Champagner auf: So wird Wein zu Sekt – mehr über Winzer-Sekt

 

Letzte Version vom 7. August 2019

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