In der Wachau hat die Marille eine lange Tradition. Die Landschaft etwa 80 Kilometer westlich von Wien entfernt ist UNESCO-Weltkulturerbe und bekannt für besonders köstliche Marillen, die nicht überzüchtet und sehr vitaminreich sind. Unser Fazit: Wachauer Marillen muss man probiert haben!

Mit ihrer samtigen Struktur, der sonnengeküssten Farbe und ihrem saftig-süßen Fruchtfleisch ist sie nicht nur ein purer Genuss, sondern auch perfekt für allerlei delikate Kreationen in der Küche.

Unsere liebsten Rezepte mit Marillen

Es erwarten Sie: Marillen-Törtchen, Marillen-Walnuss-Knödel, Marillen-Pfannkuchen, Marillen-Mohn-Knödel, Marillen-Marmelade

Zutaten (für 12 Stück)
300 g + etwas Mehl, 200 g + 75 g weiche Butter, 75 g + 50 g Zucker, Salz, 4 Eier (Gr. M), 24 Aprikosenhälften (Dose), 3-4 EL Marillenlikör, Fett, 50 g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillin-Zucker, 250 g Magerquark, 25 g Halbbitter-Kuvertüre, Puderzucker

Zubereitung
300 g Mehl, 200 g Butter, 75 g Zucker, 1 Prise Salz und 1 Ei zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten kaltstellen. Aprikosen evtl. mit Likör beträufeln und ziehen lassen.

12 Tortelett-Förmchen (ca. 10 cm Ø; Höhe ca. 2 cm) fetten. Teig auf wenig Mehl etwa ½ cm dick ausrollen. 12 Kreise (ca. 14 cm Ø) ausstechen. Förmchen damit auslegen. Am Boden mit der Gabel öfter einstechen. Im heißen Ofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/Gas: Stufe 2) rund 10 Minuten vorbacken

Drei Eier trennen. 75 g Butter, Puderzucker und Vanillin-Zucker cremig rühren. 3 Eigelb und Quark unterrühren. 3 Eiweiß und 50 g Zucker steif schlagen und unter die Quarkmasse heben

Aprikosen und Quarkcreme in die Förmchen verteilen. Bei gleicher Temperatur 25 bis 30 Minuten backen. Auskühlen lassen. Kuvertüre hacken, im heißen Wasserbad schmelzen. Törtchen damit verzieren. Mit Puderzucker bestäuben.

Zutaten (für 18 Stück)
130 g Butter, 1/2 TL Salz, 110 g Zucker, 500 g Mehl, 4 Eier (Größe M), 18 kleine Aprikosen, 18 halbe Walnusskerne, 1 ½ EL Zimtpulver, Puderzucker zum Bestäuben, Minze zum Verzieren

Zubereitung
80 g Butter in Stücke schneiden. 250 ml Wasser, Salz, 10 g Zucker und Butter aufkochen und verrühren. Mehl zugeben und mit einem Kochlöffel verrühren.

Teigkloß unter Rühren abbrennen, bis sich am Topfboden ein heller Belag gebildet hat und der Teigkloß sich vom Boden löst.

Teig in eine Schüssel geben und etwa 5 Minuten abkühlen lassen. Dann die Eier einzeln unterrühren.

Aprikosen waschen, trocken tupfen, zur Hälfte einschneiden und entsteinen. Aprikosen mit je ½ Walnuss füllen. Aus dem Brandteig 18 Knödel formen, dabei in die Mitte jeweils 1 Aprikose geben.

Einen großen Topf mit Wasser aufkochen und die Klöße hineinlegen. Bei schwacher bis mittlerer Hitze etwa 20 Minuten ziehen lassen. Zimt und 100 g Zucker mischen. Knödel herausnehmen.

50 g Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Knödel darin kurz schwenken und dann in Zimt-Zucker wälzen. Mit Puderzucker bestäuben und mit Minze verzieren.

Zutaten (für 8 Stück)
500 g mehligkochende Kartoffeln, 100 g Zartbitter–Schokolade, 2 Eier (Größe M), 3 Eigelb (Größe M), 125 g Zucker, abgeriebene Schale von 1 Zitrone, 1 Prise Zimtpulver, 200 g gemahlener Mohn, 200 g Mehl, 50 g Weichweizengrieß, Salz, 100 g weiche Butter, 1 Dose (425 ml) Aprikosen, 200 g Aprikosen-Konfitüre, 3-4 EL Marillenlikör, 2-3 EL Semmelbrösel, Mehl

Zubereitung
Kartoffeln gründlich waschen und in kochendem Wasser rund 25 Minuten garen. Für die Mohnmasse inzwischen Schokolade fein reiben. Eier, 2 Eigelbe und Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes schaumig rühren. Schokolade, Zitronenschale und Zimt untermengen. Anschließend Mohn unterrühren

Kartoffeln abgießen, kurz abschrecken, Schale abziehen. Die heißen Kartoffeln durch eine feine Kartoffelpresse drücken. Mehl, 1 Eigelb, Grieß, Salz und 40 g Butter zufügen, mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. Daraus eine Rolle formen, etwas abkühlen lassen und anschließend in 8 Scheiben schneiden

Aus der Mohnmasse mit den Händen etwa 8 gleichgroße Klöße formen (Teig klebt etwas an den Händen). Kartoffelteigscheiben mit bemehlten Händen flach drücken. Je einen Mohnkloß damit ummanteln. Gut verschließen

Klöße vorsichtig in kochendes Salzwasser geben, kurz aufkochen und anschließend bei schwacher Hitze 20–25 Minuten gar ziehen lassen. Aprikosen in ein Sieb gießen, abtropfen lassen. Saft anderweitig verwenden. Aprikosenhälften halbieren. Aprikosen-Konfitüre und Likör in einer Pfanne erwärmen. Aprikosen zufügen und ca. 3 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen

Knödel vorsichtig aus dem Wasser heben und etwas abtropfen lassen. 60 g Butter in einer großen Pfanne erhitzen, Semmelbrösel zufügen und kurz anrösten. Knödel kurz darin wenden. Je einen Knödel mit etwas Aprikosen anrichten.

Zutaten (für 2 Personen)
5 reife Aprikosen (à ca. 80 g), 3 Eier (Größe M), 2 EL Zucker, 1 Prise Salz, 75 g Mehl, 5 EL Milch, 1 EL Öl, Puderzucker, Minze

Zubereitung
Aprikosen halbieren und die Steine entfernen. Eier, Zucker und Salz cremig rühren. Mehl darüber sieben und abwechselnd mit der Milch unterrühren. Teig etwa 10 Minuten quellen lassen. Eine Pfanne (18 cm Ø) mit Öl ausstreichen.

Aprikosenhälften mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne legen. Teig darüber gießen und bei schwacher Hitze 10-12 Minuten braten. Nach 6-8 Minuten Pfannkuchen wenden. Pfannkuchen auf einer Platte anrichten.

Mit Puderzucker bestäuben und mit Minze verzieren.

Zutaten (für 8 Gläser)
1 kg Marillen (am besten Rosenmarillen), 500 g Gelierzucker (Variante 2:1)

Zubereitung
Für die Marillenmarmelade zunächst die Marillen waschen und halbieren. Die Kerne der Marillen entfernen und das Fruchtfleisch in kleinere Stücke schneiden.

Die Marillen mit Zucker vermischen und für einige Stunden gut durchziehen lassen. Danach die Marillen aufkochen und 4-5 Minuten kochen lassen. Die noch heiße Marillenmarmelade in sterile Gläser abfüllen.

Bilder: shutterstock.com

Was gibt es sonst noch zu wissen?

  • Marillen zählen zur Gattung Prunus, wie auch andere Steinobstsorten wie Pfirsiche, Kirschen und Zwetschgen
  • Aprikose? Marille? Frau im Leben klärt auf: Die Marille meint im bayerisch-österreichischen Sprachgebrauch nichts anderes als Aprikose.
  • Die erste Erwähnung der Wachauer Marille stammt aus dem Jahr 1509
  • Der Begriff Wachauer Marille ist seit 1996 EU-rechtlich geschützt
  • Circa 100.000 Marillenbäume sind in der Wachau zu finden
  • 30% der geernteten Früchte werden zu delikaten Bränden und Marmelade verarbeitet, der Rest direkt vor Ort verkauft, denn die zarte Schale der Wachauer Marillen ist äußerst empfindlich und nicht sehr lagerfähig

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