Rosenkohl – Kleinster Kohl der Welt

Einst als Ziergemüse am belgischen Königshof in Brüssel angebaut, begann der Siegeszug des Rosenkohls vor 600 Jahren. Seither gehört er auf den Speisezettel in ganz Europa. Über England gelangte er sogar nach Amerika.

Unser Tipp: Wem Rosenkohl zu bitter ist, der sollte den ersten Frost abwarten – der nimmt einen Teil der Bitterstoffe. Wenn die Kälte zu lange auf sich warten lässt, können Sie die kleinen Kohl-Köpfchen vor dem Kochen für ein paar Stunden ins Gefrierfach legen.

Neben den Vitaminen A, B und C enthält Rosenkohl Folsäure. Eine Portion (200 g) liefert 156 mg – das ist die halbe Tagesdosis.

Leckerer Rosenkohl-Auflauf mit Hack und Kartoffeln, eine sämige Pilzpfanne mit Rosenkohl-Kartoffelstampf, ein exotisches Curry, Rosenkohl-Dim Sum oder köstliche Zitronen-Rosenkohl-Pasta:

Selleriepuffer mit Brunnenkresse-Dip

Auch Sellerie ist endlich der tristen Rolle als reines Suppengemüse entschlüpft. Wussten Sie, dass Sellerie schon seit sehr langer Zeit als Heilpflanze gilt?

Magnesium senkt den Blutdruck, Kalium hilft gegen Gicht und Rheuma, Beta-Carotin hemmt Entzündungen, wertvolle Basen sind gut bei Magenbeschwerden und nicht zuletzt Apiin: Das ätherische Öl regt die Lust an.

So gehen unsere knusprigen Puffer mit Dip:

Zutaten für 4 Personen:
600 g Knollensellerie
400 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
1 Ei
2 – 3 EL Mehl
Salz
Muskat, frisch gerieben
2 – 3 EL Pflanzenöl, zum Braten
1 Hand voll Brunnenkresse
100 g Sauerrahm
100 g griechischer Joghurt
1 – 2 TL Zitronensaft
1 Prise Zucker

Zubereitung (Zeit: 20 min, Ausbacken ca.: 20 min)
Den Sellerie und die Kartoffeln schälen und reiben. Die Kartoffeln mithilfe eines Küchentuches ausdrücken. Den Kartoffelsaft auffangen, etwas stehen lassen, dann abgießen, so dass die abgesetzte Stärke auf dem Boden der Schüssel zurück bleibt. Den geriebenen Sellerie und die Kartoffeln mit dem Ei und dem Mehl gut vermengen. 1-2 EL der Kartoffelstärke untermischen. Mit Salz und Muskat würzen.

Dann Häufchen der Masse in eine Pfanne (am besten beschichtet) in heißes Öl setzen, flach drücken und 2-3 Minuten goldbraun braten. Anschließend wenden und weitere 2-3 Minuten goldbraun fertig backen. So portionsweise alle Selleriepuffer goldbraun braten.

Auf Küchenpapier abtropfen lassen und nach Belieben fertige Puffer im Ofen bei 80°C warmhalten.

Für den Dip die Brunnenkresse abbrausen, grob hacken und mit der Sauerrahm sowie dem Joghurt verrühren. Mit Zitronensaft, Salz und Zucker abschmecken und zu den Puffern servieren.

Kraftpaket Kohlrabi

Jeder Bundesbürger verzehrt pro Jahr ca. 1 Kilo Kohlrabi. Und das ist auch gut so – denn Kohlrabi ist enorm gesund. In der Knolle stecken Magnesium, Kalzium und Folsäure – alles, was der Körper braucht, um seine Zellen, Knochen und Muskeln gesund zu halten. Mit seinem hohen Gehalt an Selen und den ebenfalls enthaltenen Vitaminen C und B schützt der Körper sich vor Infektionen und sorgt für gute Blutfettwerte.

Die Knolle lässt sich gut verarbeiten und lädt zum Experimentieren ein. Gebacken mit Remoulade, gefüllt mit Frischkäse und Erbsen, als Kohlrabi-Cordon Bleu, im Kohlrabi-Hack-Auflauf, als Carpaccio zum Fisch oder als exotische Spaghetti mit Auberginen und Kokosmilch:

Chicorée macht fit und schmeckt

Hellgrün, knackig und überraschend im Geschmack – obwohl man ihn schon seit Jahren in den Supermärkten kaufen kann, ist Chicorée in der Gemüsetheke immer ein wenig Exot geblieben. Derweil preisen Ärzte den Chicorée, der 1873 von Belgiern erstmals als Gemüse in Europa vorgestellt wurde, gerade wegen seines Bitterstoffs Lactucopikrin, denn es wirkt verdauungsfördernd. Doch er kann noch mehr: Chicorée enthält außerdem die Vitamin A, C, D, E, B1, B2, B6 und B12,  Magnesium und Kalium. Kein Wunder, dass er Haut und Haaren gut tut und die Zellen stärkt. Außerdem kurbelt er das Immunsystem an.

Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass der Chicorée geschlossen ist und die Blattspitze zart gelb sind. Je grüner, desto ungenießbarer. Der etwas bittere Geschmack lässt sich in den Hintergrund drängen, wenn man den Chicorée – wenn man ihn kochen oder garen möchte – vor der Zubereitung in warmes Wasser oder Milch legt. Den besonders bitteren Strunk sollte man vor der Zubereitung komplett entfernen. Die hellgelbe, appetitliche Farbe der Blätter lässt sich mit einigen Spritzern Zitrone erhalten.

Gebacken, mit Linsen im Salat, als Suppe, in Sahne oder gefüllt mit Hack und Béchamel-Sauce:

 

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