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Hefezopf – köstliches Naschwerk zu Ostern

Der Hefezopf gehört seit jeher zu Ostern. Schon seit Jahrhunderten wird er weltweit in Familien für dieses hohe religiöse Fest nach traditionellen Rezepten gebacken. Und das Zubereiten ist viel mehr als nur einen Teig kneten, sondern reine Meditation.

© pixelio.de
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Warum Hefeteig als schwierig gilt? Vielleicht, weil er genau weiß, was er will: Er mag es warm, will kräftig geknetet werden und gedeiht nur, wenn er Zeit, Muße und Zuwendung bekommt. Wer sich aber auf seine Wünsche einlässt, wird belohnt: Kein Kuchen schenkt schon beim Backen so viel Ruhe und Gelassenheit.

Eigenschaften, die den Hefeteig zum perfekten Ostergebäck machen. Das christliche Osterfest hat seinen Vorläufer im jüdischen Pessach, an dem kein gesäuertes Brot verzehrt werden darf. Hefe war als alternatives Backtriebmittel ideal. Bereits im 12. Jahrhundert wurde Hefegebäck als Osterspeise gegessen. In vielen Haushalten lebt die Tradition bis heute fort.
Drei Stunden braucht es, bis ein Hefezopf in aller Ruhe fertig ist. Es beginnt mit dem feinen Zerkrümeln der Hefe, die sich eine halbe Stunde in der Teigmulde gönnt, bis sie angeht – verrührt mit sommerwarmer Milch. Dann wird geknetet und geknetet – mit den Händen. Zehn Minuten lang. Das ist wie Meditation. Auch weil man in einen Hefeteig allen inneren Ballast hineinkneten kann.

Danach muss der Teig „gehen“, braucht Zeit, sich zu entfalten, größer zu werden. Eine Stunde, zwei … an einem warmen Ort, geborgen unter einem frischen Baumwolltuch.

Nun sind wieder die Hände dran. Kürzer diesmal. Kräftiger. Drei bis vier Minuten. Mit Inbrunst wird der Hefeteig einige Male auf den Tisch geschlagen – damit er im Ofen noch besser aufgeht.

Am Karsamstag, dem „Tag der Grabesruhe“ und Vorbereitung auf den Ostersonntag, wird der Osterzopf gebacken. Die sorgsam geflochtenen Stränge symbolisieren, wie eng Menschen mit Gott verbunden sind. Ein einzigartiges Gebäck. Das ganz irdisch, wunderbar schmeckt.

 

Mit viel Liebe und Geduld gelingt er!

Dafür brauchen Sie: 500 g Mehl, 1 Würfel Hefe, 60 g Zucker, 60 g Butter, 1/4 l Milch, 2 Eier, 1/2 TL Salz & 1 Eigelb zum Bestreichen.

So wird´s gemacht:

• Hefe einbetten: 500 g Mehl in eine Schüssel sieben. In die Mitte eine Mulde eindrücken. Hefewürfel klein zerbröckeln und hineingeben.

• Vorteig bereiten: Hefe mit 1 EL Zucker bestreuen. Lauwarme Milch darauf gießen, vorsichtig verrühren. 30 Minuten unter Tuch gehen lassen.

• Teig kneten: Zutaten zum glatten Teig kneten. Ist er zu weich – mehr Mehl. Ist er zu zäh – mehr Milch. 45 Minuten gehen lassen, nochmals kneten.

• Zopf flechten: Teig in 3 gleiche Stücke teilen; auf bemehlter Fläche zu 3 cm dicken Strängen rollen. Flechten, Enden unterschlagen. Teig-Stränge immer von außen nach innen flechten.

• Mit Ei bestreichen: Zopf auf dem Blech 10 Minuten gehen lassen. Danach mit Eigelb bepinseln. Bei 200 °C Ober- und Unterhitze 40 Minuten backen.

Leckere Rezepte mit Hefezopf finden Sie hier!

Rezepte für Hefezopf

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