In den Vereinigten Staaten ist der Freitag nach dem Thanksgiving-Fest für viele Amerikaner ein arbeitsfreier Tag und sie nutzen das verlängerte Wochenende deshalb traditionell für ihre ersten Weihnachtseinkäufe. Die Warenhäuser und Online-Händler locken an diesem Freitag zusätzlich mit Schnäppchen und versprechen die besten Angebote des Jahres.

In Deutschland gab es die ersten „Black Friday“-Angebote 2006 im Online-Shop von Apple, seitdem haben immer mehr Versandhäuser, aber auch Technikmärkte oder Kaufhaus-Ketten diesen Trend übernommen.

Farblich betrachtet hat der „Schwarze Freitag“ nichts mit der dunklen Jahreszeit oder dem trüben November-Wetter zu tun. Der Begriff könnte sich auf die Auto- und Menschen-Massen beziehen, die in den USA an diesem Tag die Städte und Einkaufszentren fluten. Oder er geht zurück auf den guten Umsatz der Händler, die an diesem Tag „schwarze“ Zahlen schreiben.

Vorsicht vor falschen Schnäppchen

Die angeblichen „Superdeals“ beziehen sich oft auf die hohen unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller (UVP) und nicht auf die im Handel tatsächlich verlangten Preise. „Die teilweise sehr hohen Preisnachlässe und Werbeversprechen wie 70% auf die UVP sind daher mit Vorsicht zu genießen“, erklärt Karolina Wojtal, Juristin beim Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland.

Der Tipp der Expertin: „Auch wenn das vermeintliche Schnäppchen verlockend erscheint, sollten Verbraucher die Preise auf Online-Vergleichsportalen oder im Handel vor Ort prüfen. Denn im Internet ist längst nicht alles billiger.“

Lassen Sie sich außerdem nicht von einem Countdown oder vermeintlich geringem Lagerbestand unter Druck setzen. Es sollte immer genügend Zeit sein, Produkte und Preise zu vergleichen und auch die Rücksende- oder Stornierungsbedingungen zu lesen.

Achtung, Fälschung

Natürlich nutzen auch Produktfälscher und so genannte „Fake shops“ die Vorweihnachtszeit verstärkt, um ihre Produkte zu vertreiben. Aber es gibt Möglichkeiten, die falschen Händler von den seriösen zu unterscheiden:

  • Das Land, aus dem die Ware verschickt wird, sollte mit der Herstelleradresse oder einem Lager in der EU übereinstimmen.
  • Auch hier hilft ein Blick in die Rücksende-Bedingungen. Ist eine Rücksendung überhaupt möglich? Und wenn ja, wohin?
  • Große Rabatte auf Produkte aus aktuellen Kollektionen oder auf Neuerscheinungen sind unrealistisch. Das gilt auch für Lizenzprodukte von Sportvereinen.
  • Ein Blick ins Impressum des Shops oder Händlers kann sich lohnen. Gibt es überhaupt einen Eintrag in deutscher Sprache? Wo genau befindet sich der Firmensitz?
  • Auch Bewertungen können gefälscht sein. Daher sind vor allem die eher negativen oder schlechten Bewertungen eines Produktes aufschlussreich.

Es weihnachtet sehr!

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