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Archive for März, 2019

Hände weg von meinem Knie

Posted on: März 7th, 2019 by schwarzwaldmaid

Bereits seit 2002 ist durch die Studie des US-Mediziners Bruce Moseley bekannt, dass eine Knie-Spiegelung nicht besser wirkt, als ein Eingriff, der nur zum Schein gemacht wird. Anstatt sich bei Arthrose einer weitestgehend nutzlosen OP zu unterziehen, raten die plus-Experten zu folgenden Alternativen, die Schmerzen lindern und Arthrose im Idealfall sogar aufhalten können.

Das sagt der Orthopäde bei Knieschmerzen

Nur wenige wissen, dass Fehlbelastungen oder -stellungen der Beinachse eine Arthrose begünstigen können. Ist die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten, helfen präventive Maßnahmen:

  • Gezielte Physiotherapie
  • Lokale Injektion von Medikamenten in das Kniegelenk (z.B. mit Hyaluronsäure, Corticoide)

In einigen Fällen kann auch Knorpelgewebe verpflanzt werden, um eine Ausbreitung der Arthrose zu verhindern.

Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, kommt man leider meist nicht um eine Operation herum. Mittlerweile gibt es aber einen neuen Ansatz als Alternative zum künstlichen Gelenk: Körpereigene Stammzellen werden künstlich vermehrt und damit die defekten Stellen im Knie aufgefüllt. Die Wirksamkeit muss allerdings noch genauer untersucht werden.

Wenn eine fortgeschrittene Arthrose zu chronischen Schmerzen führt, kann die multimodale Schmerztherapie helfen. Dafür arbeiten Orthopäden zusammen mit Schmerzmedizinern, Physiotherapeuten, Diagnostikern und manchmal auch Psychotherapeuten. Das Ziel ist, die Beschwerden von mehreren Seiten aus anzugehen – durch Bewegung, Medikamente, der inneren Einstellung, aber auch durch alternative Heilverfahren wie etwa Akkupunktur.

Das sagt der Sportmediziner bei Knieschmerzen

Bei Arthrose versuchen sich viele Betroffene so wenig wie möglich zu bewegen. Doch genau das ist der falsche Weg! Die verletzten Knorpelstrukturen benötigen Druck- und Zugbelastung, um nicht weiter abzubauen. Daher ist die Physiotherapie das primäre Behandlungsmittel bei einer Arthrose im Knie.

Die Betroffenen erhalten von Physiotherapeuten eine ausführliche Beratung und einen Trainingsplan, um die Muskulatur des Knies aufzubauen und die Bewegungsfähigkeit des Gelenks zu verbessern. Dadurch lässt sich das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und Schmerzen reduzieren. Selbst, wenn bei starker Arthrose ein künstliches Gelenk eingesetzt werden muss, ist Physiotherapie zu empfehlen – Studien belegen, dass bei Personen, die vor dem Eingriff intensiv trainiert haben, bessere Operationsergebnisse erzielt werden.

„Entscheidend ist, das Training dauerhaft in den Alltag zu integrieren und früh damit zu beginnen!“

Denn je länger man wartet, umso aufwendiger wird die Behandlung.“

Übungen gegen Knieschmerzen

Wer seinen Knien etwas Gutes tun möchte, kann regelmäßig folgende Übungen anwenden, die Knie-Beschwerden lindern und sogar vorbeugen können:

  • Auf einen Tisch setzen, Beine baumeln lassen. Dabei öffnet sich der Gelenkspalt leicht, Knie werden entlastet, mögliche Schwellungen gehen zurück. Schwere Schuhe verstärken den Effekt. Täglich 2 x 5 Minuten.
  • Möglichst freihändig auf ein Bein stellen, Knie leicht beugen. Trainiert Muskeln rund umd Knie. Schwieriger wird es, wenn man sich auf ein Kissen stellt oder die Augen schließt. 3 x je 20 Sekunden pro Knie wiederholen.
  • Kniebeugen, Knie dabei aber nicht über die Fußspitzen hinausschieben. Stärkt Muskeln auf Vorderseite der Oberschenkel. Wichtig für stabile Knie. 3 x täglich 15 Kniebeugen.
  • Auf den Rücken legen, Hände neben dem Po, Becken nach oben drücken, sodass Oberschenkel, Bauch und Brust eine Gerade bilden. 4 Sekunden halten. Stärkt Muskeln auf der Rückseite der Oberschenkel. 15 x.
  • Auf die Seite legen, Beine leicht anziehen. Oberes Knie in fließender Bewegung langsam heben (etwa 20 cm), die Füße zusammenlassen, langsam wieder senken. Kräftigt die seitlichen Po-Muskeln, die wichtig für eine gerade Beinachse sind. 3 x täglich 15 Wiederholungen pro Knie.

 

Stricken für den Sommer

Posted on: März 7th, 2019 by schwarzwaldmaid

Stricken macht Spaß – aber auch viel Arbeit. Wer sich mit komplizierten Mustern und Farbwechseln beschäftigt, benötigt für einen Pulli oder eine Jacke gerne einmal mehrere Wochen.

Wie gut, dass es auch Ideen für Strickfreunde gibt, die kleinere Projekte bevorzugen. Leichte Schals, großmaschige luftige Pullis oder Westen sind mitunter in nur zwei Nachmittagen fertig – und machen einen ganzen Sommer lang Freude.

Ein luftiger Pulli in maisgelb für den Sommer

Der maisgelbe Pulli ist ganz einfach zu stricken – und lässt sich prima kombinieren. Unkompliziert zur Jeans (besonders toll mit maisgelben Accessoires) oder wie auf dem Bild zu einem hellen Rock. So kann der Sommer kommen!

Das brauchen Sie:

  • 350 bzw. 400 g der Lana Grossa-Qualität „Fourseasons“ in der Farbe 8 Gelb
  • Stricknadeln und Rundstricknadel Nr. 6
  • Wollhäkelnadel Nr. 4

Gut zu wissen:

  • Bei der Maschenprobe ergeben 14 Maschen und 29,5 Reihen kraus rechts 10 x 10 cm
  • Der Pulli wird in einfachen gerade Teilen nach Ajourmuster gestrickt, die geschickt gefaltet und zusammengenäht werden – so entstehen die kurzen Ärmel
Die Anleitung für unseren maisgelben Sommerpulli finden Sie hier.

 

Wann beginnt die Arbeitszeit wirklich?

Posted on: März 6th, 2019 by Jeanette Edelmann

Das Bundesarbeitsgericht legte Regeln neu fest, die auch für Mini-Jobber gelten. Mithilfe von Anwältin Manuela Beck aus der Kanzlei Hasselbach – Spezialisten für Fragen rund um das Arbeitsrecht – ging das plus Magazin der Frage auf die Spur, was als Arbeitszeit gilt – und was nicht.

Wann beginnt die Arbeit konkret?

Generell gilt: Der Weg zur Arbeit ist Privatsache. Dazu gehört beispielsweise die Suche nach einem Parkplatz, das Schreiben von E-Mails im Zug oder das dienstliche Telefonieren im Auto.

Denn die eigentliche Arbeitszeit beginnt formal mit dem Betreten des Firmengeländes. Das heißt: Der Gang vom Eingang bis zum konkreten Arbeitsplatz zählt genauso dazu wie die Zeit, bis alle Arbeitsgeräte einsatzbereit sind. Auch das Aufräumen am Ende eines Arbeitstages zählt hier dazu.

Wie sieht es mit den Pausen aus?

Das Arbeitszeit-Gesetz schreibt nur vor, nach wie vielen Stunden eine Pause eingelegt werden muss – aber nicht, was genau als Pause zählt und ob diese Zeit dann vergütet werden muss.

Unstrittig ist bei Arbeitsgerichten: Mittagspause und vom Arbeitgeber genehmigte Pausen für private Erledigungen sowie Arztbesuche müssen nicht vergütet werden.

Die Fachanwältin Manuela Beck erläutert, dass Arbeitgeber gerade bei Pausen sehr weitreichende Befugnisse haben: „Grundsätzlich unterliegen die Pausen-Regeln dem Weisungsrecht des Arbeitgebers, der z. B. eine einstündige Mittagspause vorschreiben kann. Wie Pausen dabei gehandhabt werden, ist aber sehr unterschiedlich. In der Produktion etwa, oder auch im Einzelhandel, muss das natürlich klar geregelt sein.  In der Verwaltung gibt es dagegen oft keine genauen Regeln. Und: Überregulieren dürfen Arbeitgeber nichts – so darf es keine Höchstzeiten für Toiletten-Pausen geben oder auch nur Pausen pauschal von der Arbeitszeit abziehen.“

Und was zählt auf einer Dienstreise zur Arbeitszeit?

Dienstliche Reisen gehören zur Arbeitszeit. Ob aber auch die An- und Abreise zu einem Termin als Arbeitszeit zählt, hängt davon ab, ob die Reisezeit für Privates genutzt werden kann.

Wie das Beispiel Bahn: Können Mitarbeiter die Fahrt frei nutzen, ist es keine Arbeitszeit; wird erwartet, dass man Dienstliches liest oder Mails beantwortet, ist es Arbeitszeit. Das gilt auch für die Dienstreise per Auto. Weil das Autofahren keine andere private Beschäftigung zulässt, ist sie „fremdnützig“, erläutert Fachanwältin Manuela Beck.

Was ist mit dem Bereitschaftsdienst?

Ob eine Bereitschaft auch Arbeitszeit ist und damit bezahlt werden muss, hängt vom Ort ab. Ist ein Aufenthaltsort vorgeschrieben, bei Ärzten etwa ein Raum in der Klinik, ist dies Arbeitszeit. Bei einer Rufbereitschaft ist man jedoch zum Beispiel zuhause, muss zwar erreichbar und einsatzbereit sein – als Arbeitszeit zählt dies aber nur, wenn man tatsächlich gerufen wird. Dann jedoch zählen sowohl die Zeit für die Fahrt zum jeweiligen Einsatzort als auch die Arbeit vor Ort als normale Arbeitszeit.

Wie steht es mit dem Anziehen von Dienstkleidung?

Grundsätzlich gilt, dass Arbeitgeber ein weitgehendes Weisungsrecht haben und zum Beispiel auch eine Kleider-Ordnung erlassen können. Viele Berufe erfordern zudem besondere Arbeits- oder Schutzkleidung, auch die kann der Arbeitgeber vorschreiben. Generell gilt mit Blick auf die Arbeitszeit: Je auffälliger eine Arbeitskleidung ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das An- und Ausziehen dieser Kleidung auch Teil der Arbeitszeit ist.

Aber: „Niemand muss sich in der Öffentlichkeit als Angehöriger eines bestimmten Betriebs zu erkennen geben“, erklärt die Rechtsanwältin Manuela Beck, dies verstoße gegen das Persönlichkeitsrecht.