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Archive for März, 2019

Unser 3-Gänge-Menü zu Ostern

Posted on: März 26th, 2019 by Jeanette Edelmann

Nach der 40-tägigen Fastenzeit kommt an den Osterfeiertagen die Familie wieder zusammen – und der Tisch ist zu diesem festlichen Anlass wieder fein gedeckt.

Ganz besonders gut schmeckt unser österliches Menü, das wir in der Ausgabe 4/2019 vorgestellt haben. Drei Gänge, die köstlicher nicht schmecken könnten:

Unser Ostermenü

  1. Vorspeise: Blattsalat mit Kartoffeln, Räucherforelle und weichem Ei
  2. Hauptgericht: Rinderrouladen, gefüllt mit Gurke, Karotte und Spargel, dazu Gemüse mit Dinkel
  3. Nachspeise: Beerenkaltschale mit Vanilleeis und Amarettini
Hier können Sie das Rezept für unser 3-Gänge-Menü zu Ostern herunterladen.

 

 

Was kochen Sie heute im April?

Posted on: März 22nd, 2019 by Jeanette Edelmann

Zuweilen kann es lästig sein, sich immer wieder für jeden Tag leckere Gerichte für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung auszudenken. Wir möchten Ihnen dabei helfen und liefern Ihnen deshalb jeden Monat sämtliche Rezepte aus der beliebten Rubrik: Was kochen Sie heute?

Gesunde, ausgewogene, günstige und köstliche Rezepte für jeden Tag finden Sie unter den jeweiligen Links für eine komplette Woche zum Herunterladen – dafür einfach auf die Woche klicken:

Woche vom 1. bis 7. April:

Zwiebelschiffe mit Hackfleisch und frischem Knoblauch / Knusperspargel im Kichererbsenmantel mit Kräuterrahm / Kräutersuppe mit wachsweich gekochtem Ei / Veggie-Wurst mit selbst gemachter Soße und Chili / Doradenfilet mit Möhren-Weizen-Risotto / Grießschnitten mit Gewürz-Feigen und Honig / Grillzöpfe vom Schweinefilet mit Paprika und Kümmel

Woche vom 8. bis 14. April:

Kartoffeleintopf mit Grünkern, Möhren und Lauch / Leberkäse gefüllt vom Grill / Fladenbrot mit Gorgonzola, Parmesan und Mozzarella / Möhren mariniert mit Kichererbsen und süß-scharfer Soße / Saibling mit Pesto und Bandnudeln, darauf alter Ziegengouda / Zitronen-Risotto mit Kardamom-Gemüse und Petersilie / Rinderbraten in Glühwein geschmort mit Polenta

Woche vom 15. bis 21. April:

Rüblikuchen mit gemahlenen Mandeln und Kirschwasser / Eiersalat mit Cornichons und Kräuter-Mayonnaise / Spinat-Ei-Pizza nach amerikanischer Art mit Käse / Pilzauflauf mit schwarzem Reis und Walnüssen / Bärlauchnudeln mir gemischtem Frühlingssalat / Reissalat mit Huhn und feurigem Curry-Dressing / Oster-Lammkeule pochiert, mit Rosmarin und Kartoffeln

Woche vom 22. bis 30. April:

Osterkranz mit Maracuja und geraspelter Kokosnuss / Schinken-Rollen mit Lauch und Estragon-Soße / Hähnchen mariniert, mit Pommes-Kartoffeln im Ofen / Lachs mit Kapern und Hülsenfrüchten / Gemüsefrikadellen / Königsberger Klopse vom Kalbshack mit jungen Kartoffeln / Reisflammeri mit Zitrone, Orange, Rhabarberkompott / Zwiebelaufstrich mit Quark und deftigem Gorgonzola

Ihre plus-Redaktion wünscht guten Appetit!

 

Hände weg von meinem Knie

Posted on: März 7th, 2019 by schwarzwaldmaid

Bereits seit 2002 ist durch die Studie des US-Mediziners Bruce Moseley bekannt, dass eine Knie-Spiegelung nicht besser wirkt, als ein Eingriff, der nur zum Schein gemacht wird. Anstatt sich bei Arthrose einer weitestgehend nutzlosen OP zu unterziehen, raten die plus-Experten zu folgenden Alternativen, die Schmerzen lindern und Arthrose im Idealfall sogar aufhalten können.

Das sagt der Orthopäde bei Knieschmerzen

Nur wenige wissen, dass Fehlbelastungen oder -stellungen der Beinachse eine Arthrose begünstigen können. Ist die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten, helfen präventive Maßnahmen:

  • Gezielte Physiotherapie
  • Lokale Injektion von Medikamenten in das Kniegelenk (z.B. mit Hyaluronsäure, Corticoide)

In einigen Fällen kann auch Knorpelgewebe verpflanzt werden, um eine Ausbreitung der Arthrose zu verhindern.

Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, kommt man leider meist nicht um eine Operation herum. Mittlerweile gibt es aber einen neuen Ansatz als Alternative zum künstlichen Gelenk: Körpereigene Stammzellen werden künstlich vermehrt und damit die defekten Stellen im Knie aufgefüllt. Die Wirksamkeit muss allerdings noch genauer untersucht werden.

Wenn eine fortgeschrittene Arthrose zu chronischen Schmerzen führt, kann die multimodale Schmerztherapie helfen. Dafür arbeiten Orthopäden zusammen mit Schmerzmedizinern, Physiotherapeuten, Diagnostikern und manchmal auch Psychotherapeuten. Das Ziel ist, die Beschwerden von mehreren Seiten aus anzugehen – durch Bewegung, Medikamente, der inneren Einstellung, aber auch durch alternative Heilverfahren wie etwa Akkupunktur.

Das sagt der Sportmediziner bei Knieschmerzen

Bei Arthrose versuchen sich viele Betroffene so wenig wie möglich zu bewegen. Doch genau das ist der falsche Weg! Die verletzten Knorpelstrukturen benötigen Druck- und Zugbelastung, um nicht weiter abzubauen. Daher ist die Physiotherapie das primäre Behandlungsmittel bei einer Arthrose im Knie.

Die Betroffenen erhalten von Physiotherapeuten eine ausführliche Beratung und einen Trainingsplan, um die Muskulatur des Knies aufzubauen und die Bewegungsfähigkeit des Gelenks zu verbessern. Dadurch lässt sich das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und Schmerzen reduzieren. Selbst, wenn bei starker Arthrose ein künstliches Gelenk eingesetzt werden muss, ist Physiotherapie zu empfehlen – Studien belegen, dass bei Personen, die vor dem Eingriff intensiv trainiert haben, bessere Operationsergebnisse erzielt werden.

„Entscheidend ist, das Training dauerhaft in den Alltag zu integrieren und früh damit zu beginnen!“

Denn je länger man wartet, umso aufwendiger wird die Behandlung.“

Übungen gegen Knieschmerzen

Wer seinen Knien etwas Gutes tun möchte, kann regelmäßig folgende Übungen anwenden, die Knie-Beschwerden lindern und sogar vorbeugen können:

  • Auf einen Tisch setzen, Beine baumeln lassen. Dabei öffnet sich der Gelenkspalt leicht, Knie werden entlastet, mögliche Schwellungen gehen zurück. Schwere Schuhe verstärken den Effekt. Täglich 2 x 5 Minuten.
  • Möglichst freihändig auf ein Bein stellen, Knie leicht beugen. Trainiert Muskeln rund umd Knie. Schwieriger wird es, wenn man sich auf ein Kissen stellt oder die Augen schließt. 3 x je 20 Sekunden pro Knie wiederholen.
  • Kniebeugen, Knie dabei aber nicht über die Fußspitzen hinausschieben. Stärkt Muskeln auf Vorderseite der Oberschenkel. Wichtig für stabile Knie. 3 x täglich 15 Kniebeugen.
  • Auf den Rücken legen, Hände neben dem Po, Becken nach oben drücken, sodass Oberschenkel, Bauch und Brust eine Gerade bilden. 4 Sekunden halten. Stärkt Muskeln auf der Rückseite der Oberschenkel. 15 x.
  • Auf die Seite legen, Beine leicht anziehen. Oberes Knie in fließender Bewegung langsam heben (etwa 20 cm), die Füße zusammenlassen, langsam wieder senken. Kräftigt die seitlichen Po-Muskeln, die wichtig für eine gerade Beinachse sind. 3 x täglich 15 Wiederholungen pro Knie.

In Ausgabe 4/2019 lesen Sie, wozu Psychologen raten und welche Spezialisten bei chronischem Schmerzen weiterhelfen.

 

Dann essen wir Giersch eben auf!

Posted on: März 7th, 2019 by schwarzwaldmaid

Wenn wir ihn schon nicht aus unserem Garten verbannen können – dann essen wir den Giersch eben auf!

Fast jeder hat Giersch im Garten – und vermag daran zu verzweifeln, denn Giersch ist ein Unkraut, das sich hartnäckig hält. Doch darüber ärgern?  Wenn Sie Giersch im Garten nicht mögen, dann halten Sie es vielleicht wie die Experten aus Korea, wo man ihn fleißig erntet und als wilden Spinat in allerlei Kreationen verwertet. Auch unsere Redakteurin konnte in einem Selbstversuch so zu einer friedlichen Ko-Existenz mit dem wuchernden Kraut finden, wie sie in unserer Ausgabe 4/2019 berichtet.

Unsere liebsten Giersch-Rezepte

Giersch kann ähnlich wie Spinat sowohl als Salat, gekocht als Gemüse und sogar als Gewürz verwendet bzw. gegessen werden.

Für einen Giersch Salat eignen sich am besten die jungen hellgrünen Blätter, sie schmecken nach Spinat, Möhre und Petersilie mit einem Hauch Sellerie. Ältere Blätter wiederum erinnern geschmacklich an Spinat und eignen sich für Gerichte wie Pesto, Suppen, Soßen und sogar Aufläufe.

Sie haben Lust bekommen, sich dem leidigen Kraut in Ihrem Garten anzunehmen? Dann werfen Sie doch einmal einen Blick auf  unsere Giersch-Rezepte, die Sie hier herunterladen können.

So gesund ist Giersch

Giersch enthält viele Vitamine und Mineralien, so beispielsweise mehr als 15 mal soviel Vitamin C wie Kopfsalat, viermal soviel wie Zitronen und doppelt so viel wie Rosenkohl. Giersch ist zudem reich an Eisen, Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, Bor, Kupfer, Mangan, Titan und Kieselsäure. Durch den hohen Gehalt an Mineralien wirkt Giersch basisch und fördert den Stoffwechsel und die Harnorgane. Er entsäuert und entwässert den Körper, stärkt das Bindegewebe und hilft, dort eingelagerte Säuren und Giftstoffe auszuschwemmen. Dieser Nährstoff-Mix hilft gegen Rheuma und Gicht, aber auch bei Erkältung und Grippe.

Übrigens: Im Mittelalter wurde Giersch auch in vielen Kloster- und Bauerngärten als normales Gemüse angebaut.

 

Tolle Bastelideen für Ostern

Posted on: März 7th, 2019 by schwarzwaldmaid

Bunte Farben in zarten Pastelltönen, die ersten Blüten des Frühlings, Hoppelhasen und verzierte Eier – um Ihren Ostertisch dieses Jahr besonders originell und doch mit wenig Aufwand zu decken, haben wir für Sie hübsche Ideen gesammelt, die einfach und unkompliziert umzusetzen sind. Der Vorteil: die meisten Dinge haben Sie sicherlich bereits zuhause.

„Endlich ist es soweit, willkommen in der Osterzeit.“

Auf normale Art Eier färben ist hübsch, macht Spaß und ist eine beliebte Tradition. Wir haben aber zusätzlich ein paar originelle Vorschläge für die Osterdeko.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer schnellen Alternative zum Eier färben? Dazu brauchen Sie nur ungewöhnliche Materialien wie alte Nylons, bunte Gummibänder, dünne Schnipsel Seidenpapier, Klebepunkte oder hübsche Blätter. Damit können Sie nach Herzenslust die Eier einwickeln, verzieren, mit Serviettenkleber oder Kleister bekleben und tolle Muster erzeugen.

Unsere originellen Bastelideen für das Osterfest!

So geht’s:

  • Vorbereitung: Eier gründlich mit Essigwasser abreiben, um Schmutz und Fett zu entfernen
  • Farbe auswählen: Rot mit Rote Bete oder roten Zwiebeln, Gelb mit Kurkuma, Grün mit Spinat oder Brennnesseln, Braun mit Kaffee, Schwarzem Tee oder Zwiebelschalen, Blau und Lila mit Heidelbeeren oder Rotkohl
  • So geht’s: einen Sud aus Wasser und der jeweiligen Substanz kochen und für etwa 15 Minuten kochen, dann Sud in einen weiteren Topf abseihen und darin Eier ziehen lassen bzw. weichkochen (Eier sollen mindestens 2 Zentimeter unter Wasser liegen
  • Kleiner Trick: mit der Säure von Essig oder Zitronensaft kann man Farbschichten wegätzen und so kleine Muster in die Eier zaubern

Ob Guglhupf oder die klassisch runde Form oder sogar wie abgebildet als Tortenteller, diese machen sich perfekt auf dem österlichen Tisch als Dekoration. Ein paar frühlingshaft grüne Zweige wie Weidenkätzchen und Blüten wie Hyazinthen, Tulpen, Narzissen und Ranunkeln; vielleicht das eine oder andere selbstgefärbte Ei, Federn und Moos für den Boden – fertig ist eine ganz individuelle Deko, die schnell gemacht ist – und auch einiges hermacht.

Ganz besonders hübsch macht sich auch ein alter Eierkarton. Entfernen Sie die obere Seite und dekorieren Sie die untere Seite mit Blüten, kleinen Schokoeiern und Eierschalen.

Ganz toll sieht es auch aus, wenn Sie Eierschalen auswaschen und darin Kresse pflanzen oder zarte Blüten und Zweige darin arrangieren. Eierkarton wie -schalen können natürlich je nach Gusto eingefärbt werden.

Unser Tipp: auch kleine Teelichter machen sich sehr hübsch in den Eiern.

Wer noch eins draufsetzen will, der färbt die Eier rosa, verleimt die Schalen miteinander, sodass ein Kranz entsteht und befüllt die Eier mit Stroh, kleinen Wachteleiern und Weidenkränzchen. In die Mitte lässt sich beispielsweise ein kleiner Blumentopf platzieren.

Bildquelle: ©shutterstock

 

Stricken für den Sommer

Posted on: März 7th, 2019 by schwarzwaldmaid

Stricken macht Spaß – aber auch viel Arbeit. Wer sich mit komplizierten Mustern und Farbwechseln beschäftigt, benötigt für einen Pulli oder eine Jacke gerne einmal mehrere Wochen.

Wie gut, dass es auch Ideen für Strickfreunde gibt, die kleinere Projekte bevorzugen. Leichte Schals, großmaschige luftige Pullis oder Westen sind mitunter in nur zwei Nachmittagen fertig – und machen einen ganzen Sommer lang Freude.

Ein luftiger Pulli in maisgelb für den Sommer

©Petra Obermüller/Lana Grossa GmbH

Der maisgelbe Pulli aus unserer Ausgabe 4/2019 ist ganz einfach zu stricken – und lässt sich prima kombinieren. Unkompliziert zur Jeans (besonders toll mit maisgelben Accessoires) oder wie auf dem Bild zu einem hellen Rock. So kann der Sommer kommen!

Das brauchen Sie:

  • 350 bzw. 400g der Lana Grossa-Qualität „Fourseasons“ in der Farbe 8 Gelb
  • Stricknadeln und Rundstricknadel Nr. 6
  • Wollhäkelnadel Nr. 4

Gut zu wissen:

  • Bei der Maschenprobe ergeben 14 Maschen und 29,5 Reihen kraus rechts 10x10cm
  • Der Pulli wird in einfachen gerade Teilen nach Ajourmuster gestrickt, die geschickt gefaltet und zusammengenäht werden – so entstehen die kurzen Ärmel
Die Anleitung für unseren maisgelben Sommerpulli finden Sie hier.

Anleitung für ein federleichtes Cape

Aus „Nina Schweisgut: Das geniale Schnellstricker-Buch“

Der große Vorteil bei Sommerpullis: Die Wolle, die verwendet wird, ist leicht und gut zu verarbeiten.

Baumwolle mit etwa 12 Prozent Polyamid beispielsweise garantiert Formstabilität.

Ein Gemisch aus Viskose und Schurwolle (z. B. 67 % zu 33 %) eignet sich perfekt für leichte Sommerkleidung, weil die Haut nicht so leicht schwitzt und weil sich der Pulli oder das Cape gut auf der Hand waschen lässt und rasch trocknet – ein echter Vorteil im Urlaub.

Und auch Wollkombinationen mit Seide eignen sich gut – hier sind die sommerlichen Farbeffekte besonders hübsch.

Eine Anleitung für ein federleichtes Cape aus einem Stück finden Sie hier.

 

Wann beginnt die Arbeitszeit wirklich?

Posted on: März 6th, 2019 by Jeanette Edelmann

Das Bundesarbeitsgericht legte gerade Regeln neu fest (Stand 2019), die auch für Mini-Jobber gelten. Mithilfe von Anwältin Manuela Beck aus der Kanzlei Hasselbach – Spezialisten für Fragen rund um das Arbeitsrecht – ging das plus Magazin der Frage auf die Spur, was als Arbeitszeit gilt – und was nicht.

Wann beginnt die Arbeit konkret?

Generell gilt: Der Weg zur Arbeit ist Privatsache. Dazu gehört beispielsweise die Suche nach einem Parkplatz, das Schreiben von E-Mails im Zug oder das dienstliche Telefonieren im Auto.

Denn die eigentliche Arbeitszeit beginnt formal mit dem Betreten des Firmengeländes. Das heißt: Der Gang vom Eingang bis zum konkreten Arbeitsplatz zählt genauso dazu wie die Zeit, bis alle Arbeitsgeräte einsatzbereit sind. Auch das Aufräumen am Ende eines Arbeitstages zählt hier dazu.

Wie sieht es mit den Pausen aus?

Das Arbeitszeit-Gesetz schreibt nur vor, nach wie vielen Stunden eine Pause eingelegt werden muss – aber nicht, was genau als Pause zählt und ob diese Zeit dann vergütet werden muss.

Unstrittig ist bei Arbeitsgerichten: Mittagspause und vom Arbeitgeber genehmigte Pausen für private Erledigungen sowie Arztbesuche müssen nicht vergütet werden.

Die Fachanwältin Manuela Beck erläutert, dass Arbeitgeber gerade bei Pausen sehr weitreichende Befugnisse haben: „Grundsätzlich unterliegen die Pausen-Regeln dem Weisungsrecht des Arbeitgebers, der z. B. eine einstündige Mittagspause vorschreiben kann. Wie Pausen dabei gehandhabt werden, ist aber sehr unterschiedlich. In der Produktion etwa, oder auch im Einzelhandel, muss das natürlich klar geregelt sein.  In der Verwaltung gibt es dagegen oft keine genauen Regeln. Und: Überregulieren dürfen Arbeitgeber nichts – so darf es keine Höchstzeiten für Toiletten-Pausen geben oder auch nur Pausen pauschal von der Arbeitszeit abziehen.“

Wie sieht es mit den Raucherpausen aus? Und mit Besprechungen, die extern stattfinden? Mehr zum Thema lesen Sie in unserer Ausgabe 4/2019.

Und was zählt auf einer Dienstreise zur Arbeitszeit?

Dienstliche Reisen gehören zur Arbeitszeit. Ob aber auch die An- und Abreise zu einem Termin als Arbeitszeit zählt, hängt davon ab, ob die Reisezeit für Privates genutzt werden kann.

Wie das Beispiel Bahn: Können Mitarbeiter die Fahrt frei nutzen, ist es keine Arbeitszeit; wird erwartet, dass man Dienstliches liest oder Mails beantwortet, ist es Arbeitszeit. Das gilt auch für die Dienstreise per Auto. Weil das Autofahren keine andere private Beschäftigung zulässt, ist sie „fremdnützig“, erläutert Fachanwältin Manuela Beck.

Was ist mit dem Bereitschaftsdienst?

Ob eine Bereitschaft auch Arbeitszeit ist und damit bezahlt werden muss, hängt vom Ort ab. Ist ein Aufenthaltsort vorgeschrieben, bei Ärzten etwa ein Raum in der Klinik, ist dies Arbeitszeit. Bei einer Rufbereitschaft ist man jedoch zum Beispiel zuhause, muss zwar erreichbar und einsatzbereit sein – als Arbeitszeit zählt dies aber nur, wenn man tatsächlich gerufen wird. Dann jedoch zählen sowohl die Zeit für die Fahrt zum jeweiligen Einsatzort als auch die Arbeit vor Ort als normale Arbeitszeit.

Wie steht es mit dem Anziehen von Dienstkleidung?

Grundsätzlich gilt, dass Arbeitgeber ein weitgehendes Weisungsrecht haben und zum Beispiel auch eine Kleider-Ordnung erlassen können. Viele Berufe erfordern zudem besondere Arbeits- oder Schutzkleidung, auch die kann der Arbeitgeber vorschreiben. Generell gilt mit Blick auf die Arbeitszeit: Je auffälliger eine Arbeitskleidung ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das An- und Ausziehen dieser Kleidung auch Teil der Arbeitszeit ist.

Aber: „Niemand muss sich in der Öffentlichkeit als Angehöriger eines bestimmten Betriebs zu erkennen geben“, erklärt die Rechtsanwältin Manuela Beck, dies verstoße gegen das Persönlichkeitsrecht.