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Archive for November, 2018

Was kochen Sie heute im Dezember?

Posted on: November 23rd, 2018 by Jeanette Edelmann

Zuweilen kann es lästig sein, sich immer wieder für jeden Tag leckere Gerichte für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung auszudenken. Wir möchten Ihnen dabei helfen und liefern Ihnen deshalb jeden Monat sämtliche Rezepte aus der beliebten Rubrik: Was kochen Sie heute?

Gesunde, ausgewogene, günstige und köstliche Rezepte für jeden Tag finden Sie unter den jeweiligen Links für eine komplette Woche zum Herunterladen – dafür einfach auf die Woche klicken:

Woche vom 1. bis 7. Dezember:

Erbsensuppe mit einem Schuss Sahne und Speckwürfeln / Kalbsbäckchen mit Kartoffelpüree und Röstgemüse / Flammkuchen vegetarisch, mit Lauch und Birne / Bratkartoffeln mit Rosmarin und frischer Mayonnaise / Linsen mit Spätzle und Wiener Würstchen / Fladenbrot mit Tomaten und Nüssen vom Nikolaus / Steinbutt mit Sellerie und wildem Brokkoli

Woche vom 8. bis 14. Dezember:

Salat mit Mango und gerösteten Pinienkernen/ Lammhaxe mit Kartoffelgratin und Rotweinsoße / Gebratener Reis mit Möhren, Ingwer und Süßkartoffeln / Grießflammeri mit Orangen und gehackten Mandeln / Kartoffelgratin mit Grünkohl aus dem Ofen / Blumenkohl gebraten, mit würziger Thymiansoße / Wildlachs mit Sellerie-Apfel-Gemüse

Woche vom 15. bis 21. Dezember:

Thai-Curry mit Huhn, dazu Basmatireis / Schweinebraten mit Kruste, Kartoffelknödeln und Rotkohl / Krautkuchen vom Blech mit Gemüsefüllung / Nudelauflauf mit Sauerkraut und frischen Äpfeln / Kassler im Blätterteig mit Stampfkartoffeln / Rohkostsalat mit Birne und Walnüssen / Miesmuscheln aus dem Weißwein-Sud mit Baguette

Woche vom 22. bis 31. Dezember:

Kaiserschmarren mit geriebener Schale von Orangen / Kartoffelquiche mit Rosenkohl und feinem Emmentaler / Kartoffelsuppe nach Großmutters Art mit Forelle / Rinderlende an Kräuter-Risotto mit gehobeltem Parmesan / Stubenküken mit gebratener Polenta und Erbsen / Bandnudeln mit Apfelwirsing und Schmand / Petersfisch mit scharf gebratenem Fenchel / Wollwürste mit Kartoffelsalat und Bratensoße / Gemüsebouillon mit Grünkernklößchen und Schnittlauch / Marzipan-Parfait mit Stachelbeeren und Grand Marnier

Ihre plus-Redaktion wünscht guten Appetit!

 

So machen Sie Ihr Immunsystem fit für den Winter

Posted on: November 23rd, 2018 by schwarzwaldmaid

Der Winter wirft seine Schatten voraus. Zeit, ans Immunsystem zu denken! Jetzt im Herbst ist das Wetter oft noch schön und die Obst- und Gemüsekörbe bieten eine Vielfalt an gesunden Leckereien – zwei gute Voraussetzungen, um sich durch Bewegung im Freien und gute Ernährung für den Winter zu rüsten.

Dabei hilft Ihnen auch der 6-Punkte-Plan – erfahren Sie mehr im Interview mit dem Immun-Experten Prof. Lothar Rink.

Der 6-Punkte-Plan

Herr Professor Rink, ein intaktes Immunsystem schützt vor Krankheiten. Wie macht es das?
Das Immunsystem besteht aus verschiedenen Zellen und so genannten „löslichen“ Faktoren – Substanzen, die Krankheitserreger abwehren. Wenn die Erreger die natürlichen Barrieren des Körpers wie die Haut oder die Schleimhäute überwinden, sorgen die Immunzellen dafür, dass sie unschädlich gemacht werden und sich nicht vermehren.

1. Intaktes Immunsystem

Wie kann man sein Immunsystem stärken?
Einen positiver Einfluss auf die Abwehrkräfte haben Bewegung und Sport. Daher sind wir auch im Winter anfälliger für Krankheiten, weil wir bei schlechtem Wetter nicht so viel rausgehen und uns nicht so viel bewegen. Über den Lymphstrom werden Antigene zu den Lymphknoten transportiert, wo die Immunzellen auf die Erreger treffen. Aber erst durch Muskelbewegungen kann die Lymphflüssigkeit abtransportiert werden. Daher sollten Sie sich mindestens eine halbe Stunde am Tag bewegen. Spazierengehen genügt. Oder Sie machen zwei- bis dreimal die Woche ein moderates Training: Schwimmen, Radfahren oder Joggen.

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2. Gesunde Ernährung

Und wie steht es mit der Ernährung?
Das Immunsystem ist ein dynamisches System, dem man alle Bausteine zuführen muss. Wir brauchen Lipide, Vitamine und Proteine. Aber Vorsicht: Viel hilft nicht viel. Man muss sich ausgewogen ernähren. Sowohl Diäten als auch Adipositas sind schlecht fürs Immunsystem. Wichtig ist: auch im Winter genügend Flüssigkeit. Denn wenn die Schleimhäute austrocknen, können leicht Erreger eindringen. Und keine Wasserfilter verwenden, sie entziehen dem Wasser alle Spurenelemente.

3. Guter Schlaf

Wie wichtig ist Schlaf fürs Immunsystem?
Das Immunsystem fährt gegen Abend herunter und regeneriert sich im Schlaf. Schlafdefizit schadet dem Immunsystem. Die meisten Menschen brauchen etwa acht Stunden Schlaf. Wichtig zu wissen: Schlaf kann man nicht nachholen. Wenn man beispielsweise in der Woche immer nur drei Stunden schläft, kann man das nicht am Wochenende wieder gutmachen.

4. Richtige Portion Stress

Welche Rolle spielt Stress – auch kurzzeitiger?
Gar keinen Stress zu haben, ist nicht möglich. Kritisch ist Dauerstress. Denn der Körper schüttet vermehrt Kortison aus, was das Immunsystem unterdrückt. Die Form des Stresses –psychisch, Stress oder zu viel Sport – spielt keine Rolle. In der Regel muss das Immunsystem im Ruhezustand sein. Kurzzeitiger Stress ist sogar gut, der Adrenalinstoß bewirkt eine Reaktion von 0 auf 100. Das Immunsystem ist ein 100-Meter-Sprinter, kein Marathonläufer. Es kann nicht dauerhaft aktiv sein, sonst läuft es aus dem Ruder, dann drohen Allergien oder Autoimmun-Erkrankungen.

5. Sinnvolle Hygiene

Und sollte man sich in Herbst und Winter öfter die Hände waschen?
In Maßen ist Hygiene sicher wichtig. Aber hierzulande wird damit übertrieben. Wenn man sich zu viel wäscht, geht die Schutzschicht der Haut verloren, die antibakterielle Substanzen erhält. Dadurch können Erreger schneller eindringen. Wer keimfrei lebt, bekommt Allergien, denn das Immunsystem ist darauf getrimmt, dass Erreger von außen eindringen. Sonst sucht es sich selbst angebliche Feinde.

6. Viel Licht

Bekommt das Immunsystem im Herbst eigentlich genug Licht?
Der Körper braucht Vitamin D. Um genug davon zu bilden, reicht in unseren Breiten ein halbstündiger Spaziergang bei Tageslicht aus. Fehlt Vitamin D, kann das in der dunklen Jahreszeit mitverantwortlich für den Ausbruch von Erkältungen oder Stimmungstiefs sein. Die Psyche und das Immunsystem hängen direkt zusammen. Wenn wir ausgeglichen sind, ist es unser Immunsystem auch.

Buchtipp: Prof. Dr. Lothar Rink ist Direktor des Instituts für Immunologie der Uniklinik Aachen. Sein Buch: Lothar Rink, Andrea Kruse, Hajo Haase: Immunologie für Einsteiger. Springer Spektrum, 34,99 Euro.

Schon gewusst? Auch diese Dinge stärken Ihr Immunsystem

  • Sport: regelmäßige, moderate Bewegung (v.a. an der frischen Luft) stärkt die Abwehrkräfte. Optimal sind jeden Tag etwa 30 Minuten. Die körperliche Aktivität bringt Kreislauf und Durchblutung in Schwung, hilft aber auch der Verdauung und somit dem Darm – dort sitzen 70 % der Immunzellen.
  • Der Wechsel von Hitze und Kälte: Wechselduschen, Dampfbäder oder Saunagänge halten die Abwehrkräfte fit. Auch regt der Warm-Kalt-Mix die Durchblutung an. Das sorgt für einen ausgeglichenen Stoffwechsel und eine bessere Sauerstoffaufnahme.
  • Gute Freunde: Ein funktionierendes soziales Umfeld kann das Immunsystem stärken, wie Studien zeigen. Der Austausch und die Kommunikation mit anderen Menschen gibt Nähe, Unterstützung, Vertrauen und vermittelt Zugehörigkeit – kurzum ein gutes Gefühl, das vor Stress schützt. Dabei ist es nebensächlich, wie groß das soziale Netzwerk ist.

 

Die liebsten Weihnachtsplätzchen der Redaktion

Posted on: November 9th, 2018 by schwarzwaldmaid

Alle Jahre wieder sorgen Plätzchen für leuchtende Augen – vor allem wenn traditionelle Rezepte so wunderbar verfeinert werden, wie in den raffinierten Kreationen der neuen Weihnachtsausgabe von plus Magazin. Das hat unsere Redaktion zum Anlass genommen und Ihre liebsten Backrezepte für Sie zusammengesucht. Doch sehen Sie selbst:

  • Haselnuss-Makronen von Chefredakteur Jürgen Sinn
  • Braune Kuchen von Redakteurin Beate
  • Lebkuchen mit Chili von Redakteur Peter
  • Glühwein-Spitzbuben von Online-Redakteurin Jeannette
  • Stollen-Bissen von Redakteurin Ulrike
  • Vanillekipferl von Redakteurin Nina
  • Schokokugeln von Redaktionsassistenz Angelika
  • Engadiner Nussplätzchen von Redakteur Matthias

Die liebsten Weihnachtsplätzchen der Redaktion gibt es hier auch zum Ausdrucken.

Die liebsten Weihnachtsplätzchen der Redaktion

Chefredakteur Jürgen Sinn liebt klassische Varianten. Zu seinen Favoriten zählen saftige Haselnuss-Makronen und Vanillekipferl. Diese backt er stets zusammen, denn für die einen benötigt man Eiweiß, für die anderen Eigelb.

Zutaten: 

3 Eiweiß,60-70g Quark (20% Fettstufe), 250g Zucker, 250g gemahlenes Haselnussmehl, 1 TL Zimt, Oblaten, Ganze Haselnüsse und Mandeln zum Dekorieren

Zubereitung:

1. Ofen nicht zu heiß auf 150 bis 160 Grad vorheizen, je nach Ofen. 3 Eiweiß zu wirklich steifem Eischnee schlagen.

2. In einer Extraschüssel, Quark mit Zucker, gemahlenen Haselnussmehl und reichlich Zimt mischen. Dann löffelweise den Eischnee unterheben. Dabei nicht rühren.

3. Mit einem Teelöffel einen kleinen Klecks (höchstens ¾ Teelöffel) auf eine Oblate setzen. Auf einige setzt Jürgen Sinn ganze Haselnüsse, auf andere auch ganze Mandeln.

4. Dann im Ofen nach Augenmaß, etwa 10-12 Minuten, backen. Jürgen Sinns Tipp: die Makronen dürfen nur angehaucht sein, auf keinen Fall braun, dann sind sie zu trocken.

Redakteurin Beate verbindet mit den Braunen Kuchen aus Norddeutschland Kindheitserinnerungen – damals wurden die kleinen Naschereien immer aufs Honigbrot gelegt.

Zutaten:

250g Zuckerrübensirup, 120g Margarine, 180g brauner Zucker, 500g Mehl, 1 gestr. TL Zimt, 1 gestr. TL Nelkenpulver, 1 gestr. TL Kardamompulver, 7g Pottasche, 2 EL Wasser

Zubereitung für etwa 60 Stück:

1. Den Sirup gemeinsam mit der Margarine und dem Zucker unter Rühren aufkochen. Dann das Mehl in eine Schüssel sieben. Die Pottasche in 2 EL Wasser auflösen und gemeinsam mit den restlichen Gewürzen der warmen Sirupmasse beimengen. Nun alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten.

2. Den Teig zwischen 2 Backpapierblättern dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Dann 4 x 6 cm große Rechtecke einschneiden.
3. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze, Umluft: 180°C) etwa 10 Minuten backen. Die Braunen Kuchen mit dem Backpapier vom Blech nehmen, vorsichtig in die vorgeschnittenen Rechtecke brechen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Beates Tipp: Braune Kuchen
bleiben knusprig, wenn sie in der Blechdose aufbewahrt werden. Im Gefrierbeutel oder einem Kunststoffbehälter werden sie weicher.

Redakteur Peter mag den Klassiker in neuem Gewand.

Zutaten:
Für den Teig:

150g Orangeat / Zitronat gemischt, 5g Schokolade fein gerieben, 4 mittelgroße Eier, 130g braune Zucker, 250g Mandeln gemahlen, 8g Mehl, 1 TL Rum, einige Tropfen Bittermandelöl, 2 TL Zimt (ODER LEBKUCHENGEWÜRZ), 1 Prise Salz, 1 Msp. Backpulver, 3 TL Chiliflocken

Zum Fertigmachen:

30 Stück Lebkuchenobladen (50mm Durchmesser), 250g Schokoladenglasur, Chiliflocken zum Bestreuen

Zubereitung:

1. Die Mischung aus Orangeat und Zitronat sehr fein hacken (funktioniert am besten mit einem Häcksler); Schokolade fein reiben oder sehr klein hacken. Die Eier schaumig schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen.

2. Alle weiteren Zutaten für den Teig vermengen und zur Eier-Zucker-Masse geben. Rasch zu einem glatten Teig verarbeiten und für etwa 2 Stunden ruhen lassen. Der Teig ist etwas klebrig, was aber so gehört. Peters Tipp: sollte er noch allzu weich sein, einfach weitere Mandeln unterrühren.

3. Den Lebkuchenteig mit einer Lebkuchenglocke oder Esslöffeln auf die Oblaten geben und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze rund 15 Minuten backen.

Die Lebkuchen abkühlen lassen, mit Schokoladenkuvertüre bestreichen und mit ein paar Chiliflocken bestreuen. Gut zu wissen: sie müssen nicht mehr groß durchziehen, sondern können gleich genossen werden.

Bei Online-Redakteurin Jeannette gibt es jedes Jahr Glühwein-Spitzbuben. Ein Blech wird knuspriger gebraten, da ihre Oma es so am liebsten mag.

Zutaten für etwa 35 Stück:

100ml Rotwein, 2 „Teebeutel“ Glühweingewürz, 75g Gelierzucker, 2 EL Zitronensaft, 200g Mehl, 100g gemahlene Mandeln, 150g Zucker, 1 Pckg. Vanillezucker, 1 Msp. Nelkenpulver, 1 Prise Zimt, 1 Ei, 1 EL Kirsch- oder Himbeerwasser, 200g kalte Butter, Puderzucker

Zubereitung:

1. Den Rotwein leicht erwärmen, dabei nicht kochen. Das Glühweingewürz hinzugeben und für etwa 20 Minuten ziehen lassen. Die Beutel wieder entfernen und den Gelierzucker gemeinsam mit dem Zitronensaft zufügen und für etwa 4 Minuten kochen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

2. Nun Mehl mit Mandeln, Zucker, Vanillezucker, Nelken und Zimt gut vermengen und eine Mulde in die Mitte drücken. Ei und Kirschwasser in die Mulde geben und Butter in kleinen Stücken am Rand verteilen. Rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühl stellen.

3. Ofen auf 160 Grad (Umluft 140 Grad) vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und kleine Sterne, Herzen, Monde o.Ä. ausstechen (immer mindestens ein Pärchen, da diese mit dem Glühweingelee befüllt werden). Nun Plätzchenober- und -unterteile auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 8-10 Minuten hellbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

4. Das Glühweingelee noch einmal erhitzen und auf die Unterteile streichen. Die Plätzchenoberteile mit Puderzucker bestäuben und trocknen lassen.

Für Redakteurin Ulrike gehören Stollen-Bissen zu Weihnachten dazu. Sie würde gerne wissen: wie lagern Sie Ihre Stollen?

Für 2 Stollen oder viele Mini-Stollen:

1 kg Mehl, 50 g frische Hefe, ca. 600-700 ml Milch, 175 g Zucker, 250 g Sultaninen, 5 EL Rum, 325 g Butter (Süßrahmbutter), 1/2 TL Salz, 250 g Mandeln gehobelt, Bittermandelaroma (1/2 Ampulle), 100 g Zitronat, 100 g Orangeat, etwas Zitronensaft

Nach dem Backen:

100 g Butter, 125 g Puderzucker

Zubereitung:

1. Die Hefe mit etwas lauwarmer Milch und etwas Zucker verrühren. Das Mehl in eine große Schüssel geben. Restliche Milch dazugeben und von Hand durchkneten (Teig muss geschmeidig werden). Teig 1,5-2 Stunden im Backofen (Gärstufe) bei 35° C gehen lassen.

2. Sultaninen waschen, abtropfen lassen und in eine Schüssel geben, in Rum einlegen.

3. Butter schmelzen lassen (325 g). Den Vorteig mit der Butter, Salz und dem restlichen Zucker verkneten. Sultaninen, Zitronat, Orangeat, Mandeln, Bittermandelaroma, Zitronensaft und etwas Rum darunter geben.

4. 2 Stollen oder viele Mini-Stollen formen und auf Backpapier legen. In der warmen Küche gut noch 30 Min. gehen lassen – mit einem Geschirrtuch darüber. Dann für eine Stunde in die Winterkälte stellen.

5. Bei 170° etwa 60-80 min backen, Mini-Stollen maximal 40 min. backen.

6. Die fertigen heißen Stollen zunächst mit zerlassener Butter großzügig bepinseln. Dann nach kurzem Abkühlen mit Puderzucker einstäuben. Bis zum Essen gut in Alufolie und Plastiktüte einschlagen.

Redakteurin Nina verbindet mit Vanillekipferl einen Geruch, der sie unmittelbar an ihre Kindheit erinnert. Denn gemeinsames Plätzchenbacken war bei ihr in der Familie stets eine schöne Vorweihnachts-Tradition, bei der viel gelacht und noch mehr genascht wurde.

Zutaten (ca. 60 Stück):

2 Vanilleschoten, 250 g Mehl, 100 g gemahlene Mandeln, 70 g Zucker, 200 g Butter, 1 Prise Salz, 150 g Puderzucker, 30 g Vanillezucker

Zubereitung:

1. Die Vanilleschoten längs halbieren und deren Mark in eine große Teig-Schüssel geben. Mandeln, Mehl, Zucker und (kalte) Butter in die Schüssel dazu geben. Eine Prise Salz hinzufügen und alles gut mit den Knethaken eines Rührgeräts vermengen.

2. Den Teig für mindestens eine Stunde in Frischhaltefolie gewickelt in den Kühlschrank legen.

Anschließend den Teig herausnehmen und portionsweise verarbeiten, damit der restliche Teig nicht zu warm wird (er fällt sonst leichter beim Rollen und Formen auseinander). Am besten immer nur ein etwa Tennisball großes Teig-Stück verarbeiten, zu einer ca. 30 cm langen Rolle formen und mit dem Messer ca. 1,5 cm lange Stücke abschneiden. Die einzelnen Stücke dann in die typische Kipferl-Form (kleine Halbmonde) bringen und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.

3. Das Backblech mit den Kipferln bei 175 Grad Ober/Unterhitze (oder 160 Grad Umluft) für 10-12 Minuten backen. Währenddessen in einer flachen Schüssel den Puderzucker und den Vanillezucker miteinander vermengen.

4. Beim Rausnehmen sollten die Kipferl noch ganz hell und relativ weich sein, dann sind sie perfekt. Nun schnell arbeiten und die noch warmen Halbmonde nacheinander in der Zucker-Mischung rollen. Alternativ kann man den Zucker durch ein Sieb auch darüber streuen. Die Hitze der Kipferl führt dazu, dass der Zucker leicht anschmilzt und gut am Teig haften bleibt. Die Kipferl danach in eine Keksdose geben und auskühlen lassen.

5. Haltbarkeit: In einer Keksdose aufbewahrt, halten sich die Vanille-Kipferl etwa drei Wochen. Wer mag, kann ein paar Apfelspalten über Nacht dazu legen, das macht die Plätzchen wieder schön weich.

Redaktionsassistenz Angelika backt immer gleich die doppelte oder dreifache Menge, da die Schokokugeln ratzfatz weg sind.

Zutaten für etwa 90 Stück (3-4 Backbleche):

250g Mehl, 2 TL Backpulver, 1 Prise Salz, 250g gemahlene Haselnüsse, 40g dunkler Kakao, 200g Zucker, 1 Ei, 1 Packung Vanillezucker, 250g Butter oder Margarine, Mehl zum Ausformen, 100g Nugat, 25g gehackte Pistazien oder Walnüsse für die Garnitur

Zubereitung:

1. Mehl mit Backpulver und Salz mischen und auf die Arbeitsfläche häufen. Haselnüsse, Kakao, Zucker, Ei und Vanillinzucker auf den Mehlberg geben und das Fett in Flöckchen auf den Zutaten verteilen. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten und in Folie eingepackt für mindestens 3 Stunden kühl stellen.

2. Teig zu einem 2,5cm dicken Block formen und einzelne Würfel von 2,5cm Kantenlänge schneiden. Zu Kugeln formen und eine Vertiefung eindrücken. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei 175° C für 15-20 Minuten nicht zu stark backen.

Die Nougatmasse im Wasserbad erwärmen, bis sie spritzfähig ist. In eine Spritztülle füllen und kleine Tupfe in die Vertiefungen der Plätzchen spritzen. Sogleich mit einigen Pistazien garnieren.

In der Familie von Redakteur Matthias sind die Engadiner Nussplätzchen heißbegehrt und eine echte Familienangelegenheit, bei der jeder mithilft.

Zutaten (inkl. veganer Variante):
200g Dinkel-Vollkornmehl, 50g gemahlene Mandeln, 250g Butter, 100g gehackte Haselnüsse, 1 Päckchen Schokopuddingpulver (dunkel-zartbitter), 125g brauner Zucker oder Jaggery, 3 TL Kakao, 1 Päckchen Vanille Zucker, 1 Prise Salz

Zubereitung:
1. Weiche Butter, Zucker, Vanillezucker, Kakao, Puddingpulver und Salz für eine Minute auf höchster Stufe verrühren. Nach und nach Mehl, gemahlene Mandeln einstreuen. Den Teig in vier gleiche Teile trennen, diese in Rollen in Alufolie einwickeln und am besten über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.
2. Jeweils in ein Zentimeter dicke Scheiben abschneiden, auf Backblech mit Backpapier verteilen und 20-25 Minuten bei 180 Grad backen.

3. In der veganen Variante anstelle von Butter pflanzliche Margarine verwenden (bitte kein Palmfett!), das Päckchen Schokopuddingpulver lässt sich durch 40 Gramm Speisestärke und drei Extra-Teelöffel Kakao ersetzen.

Bilder: Privat (2); shutterstock (6)

 

Das sind die schönsten Weihnachtsmärkte

Posted on: November 9th, 2018 by Jeanette Edelmann

Kleine und feine Märkte, in denen das Handwerk großgeschrieben wird. Verrückte Märkte, in denen ausgeflippte Kreationen angeboten werden oder solche, in der es sogar Krippen mit echten Menschen gibt. plus Magazin hat einige der schönsten und spannendsten Weihnachtsmärkte für Sie herausgesucht. Vielleicht sind Sie ja in der Nähe und wollen sich die Stille Zeit mit einem lauschigen Besuch versüßen?

Übrigens: die Liste ist noch nicht vollständig und wird würden uns freuen, wenn Sie uns Ihren Favoriten per E-Mail zusenden würden an plusmagazin@bayard-media.de.

Das sind die schönsten Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmarkt Wo Wann Besonderheit
Weihnachtsmarkt auf dem „Heiligen Berg“ Kloster Andechs Bergstraße 2, 82346 Andechs 7.12. bis 9.12. von 12.00-20.00 Uhr Die „Lebendige Krippe“ und das traditionelle Klosterhandwerk
Historisch-romantischer Weihnachtsmarkt auf der Festung Königstein 01824 Königstein, Sächsische Schweiz An allen vier Adventswochenenden von 11.00-19.00 Uhr Die Lage 247 Meter über der Elbe ist spektakulär und der Markt ein Fest des Handgemachten – von Gauklern bis zum Schmied und Musikanten
Marteller Advent Enzianalm, 39020 Martell, Südtirol 6.12 bis 8.12. ab 14.00 Uhr Der höchstgelegene Christkindlmarkt der Alpen in authentischen Almhütten
Romantischer Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis Schloss Thurn und Taxis, Emeramsplatz 5, 93047 Regensburg 28.11. bis 23.12. ab 12.00 Uhr Einzigartiges Ambiente im Schloss mit wunderschönem Kunsthandwerk – und dem Besuch des „Fürstlichen Christkinds“
Trierer Weihnachtsmarkt Hauptmarkt, 54290 Trier 23.11. bis 22.12. Delikater Winzerglühwein präsentiert von Deutschlands Glühweinkönigin und ein prunkvoller Weihnachtsmarkt vor der Dom-Kulisse
Weihnachtsmarkt der Kunsthandwerker Freilichtmuseum am Kiekeberg Wochenende vom 1. und 3. Advent

Konzerte vom 1.12 bis 2.12. und 15.12. ab 18.15 Uhr

Das plattdüütsche Wiehnachtskonzert mit „Appeldwatsch“
Nibelungen Weihnacht Worms 26.11. bis 23.12. von 11.00 bis 20.00 Uhr Von Schaustellern bis zur Gastronomie ist das Motto von der Nibelungensage durchdrungen
Speyrer Weihnachts- und Neujahrsmarkt Maximilianstraße, Speyer 26.11. bis 6.1. von 11.00 bis 21.00 Uhr „Altpörtel in Flammen“ bringt musikalisch umrahmten Sternenregen in die Nacht (4.12. und 12.12. um 19.30 Uhr)
Friedberger Weihnachtsmarkt Friedberg in Bayern 4.12. bis 23.12. ausgesuchte, kunsthandwerkliche Waren, ein köstliches kulinarisches Angebot sowie eine ganz besondere Stimmung
Waldweihnacht Gut Mergenthau, Mergenthau 1, 86438 Kissing An allen vier Adventswochenenden Eine Atmosphäre wie bei Michel aus Lönneberga mitten in Schwaben, mit Feuerspuckern, Rehbratwürsten, einer lebendigen Krippe und vielem mehr
Weihnachtsmarkt im Europa-Park Europa-Park-Straße 2, 77977 Rust 24.11. bis 6.1. sowie 12.1. und 13.1. Weihnachten einmal anders im Vergnügungspark mit Glühwein, Mandeln und der Winter Starlight Parade sowie vielem mehr
Tollwood Winterfestival Theresienwiese, München 23.11. bis 31.12. Zur Weihnachtszeit avanciert das Gelände des Oktoberfests zum „alternativen Weihnachtsmarkt“ mit Kunsthandwerk und Gastronomie aus aller Welt

 

So werden Sie beim Arzt besser behandelt

Posted on: November 9th, 2018 by Jeanette Edelmann

Der Erfolg einer ärztlichen Untersuchung hängt vor allem davon ab, wie die knappe Zeit in der Praxis genutzt wird. Wer sich vor dem Gespräch gut vorbereitet, bei der Behandlung die richtigen Fragen stellt, und danach einige Dinge beachtet, wird schneller wieder gesund.

Gut vorbereitet in die Praxis

  • Wer telefonisch einen Termin vereinbaren will, sollte gleich dazu sagen, um was es geht – das hilft dem Zeitmanagement in der Praxis. Meiden Sie bei der Terminvergabe Stoßzeiten. Am besten Sie kommen am frühen Nachmittag oder in der Mittagspause.
    Tipp: Viele Krankenkassen vereinbaren auch Arzttermine (v.a. bei Fachmedizinern) für Ihre Versicherten. Die Anmeldung ist per Telefon oder via Internet möglich: http://www.kbv.de/html/terminservicestellen.php
  • Es lohnt sich, alle Untersuchungsberichte mitzunehmen. Etwa: Allergiepass, Röntgenbilder, Blutwerte, Kopien oder eine Liste mit den Medikamenten, die Sie regelmäßig einnehmen. Auch das erspart dem Arzt beim anschließenden Gespräch und der Anamnese Zeit.
  • Notieren Sie sich im Vorfeld Ihre Fragen auf einem Zettel. Das verhindert, dass man etwas vergisst und spart Zeit beim Gespräch ein.

Worauf es beim Gespräch ankommt

  • Beschreiben Sie Ihrem Arzt die Symptome ganz genau. Dauern die Schmerzen schon länger an, ist es hilfreich, eine Art Schmerz- bzw. Krankheitstagebuch anzulegen und dieses dem Arzt beim Termin zu geben.
  • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vorher bei einem anderen Mediziner waren – es hilft ihm bei der Erstellung der Diagnose und spart Zeit.
  • Auch scheinbare Tabu-Themen sollten Sie ansprechen, wie Durchfall oder Inkontinenz. Nur so kann der Arzt beim Verschreiben eines Medikamentes eventuelle Nebenwirkungen berücksichtigen. Tipp: Ist Ihnen ein Thema zu unangenehm, formulieren Sie Ihr Anliegen um in eine harmlose Frage, z.B. „Ich habe im Fernsehen gehört, dass …. Stimmt das?“
  • Fassen Sie am Ende noch mal das Gespräch zusammen, um sicher zu sein, dass Sie alle Anweisungen richtig verstanden haben. Sind noch offene Fragen da? Stellen Sie sie gleich oder lassen Sie sich einen neuen Termin geben.

So funktioniert eine gute Nachsorge

  • Sie waren nach dem Termin so gar nicht zufrieden mit dem Arzt als Person oder seiner Arbeitsweise? Teilen Sie es ihm mit, entweder telefonisch oder bei einem erneuten Termin. Nur so kann sich etwas ändern – im Idealfall zu Ihrer Zufriedenheit.
  • Informieren Sie Ihren Arzt über den Verlauf Ihrer Krankheit. Dazu zählt, dass Sie ihm Bescheid geben, wenn Sie ein Medikament nicht vertragen oder die Schmerzen schlimmer werden.
  • Sie sind sich daheim unsicher über die Einnahme eines Präparates oder einer Handlungsempfehlung, die Ihr Arzt ausgesprochen hat? Rufen Sie kurz in der Praxis an und stellen Sie Ihre Frage. Nur so kann die Genesung voranschreiten.
  • Auch, wenn die Beschwerden schnell weggehen und Sie sich besser fühlen: Setzen Sie ohne Absprache mit dem Arzt nicht eigenmächtig das verschriebene Medikament ab. Es kann Ihre Gesundheit gefährden. Besser: einen neuen Termin vereinbaren.
  • Wer auf Labor-Ergebnisse wartet, sollte die Praxis gleich schon beim Verlassen bitten, schnellstmöglich Bescheid zu geben – so müssen Sie sich keine unnötigen Sorgen machen.
  • Reichen Sie wichtige Unterlagen (v.a. von Fachärzten) auch immer an Ihren Hausarzt weiter. So gehen keine Informationen verloren.

Hilfe im Netz für eine bessere Behandlung:

Wie Sie die Kommunikation mit Ihrem Arzt verbessern können, erfahren Sie auch in der Ausgabe 12/18.

 

So planen Sie die optimale Rente

Posted on: November 8th, 2018 by Jeanette Edelmann

Mit dem Rentenbescheid im Briefkasten ist noch längst nicht alles gelaufen. Mit ein paar Tricks lässt sich das Altersgeld sogar im Ruhestand noch steigern. Die meisten Wege sind einfach und rechnen sich auch.

Ab 50 lässt sich die Rente jetzt noch besser nach eigenen Wünschen planen, denn ab dann kann man freiwillige Einzahlungen in die staatliche Rentenversicherung leisten. So lassen sich auch mit kleinen Beträgen und unregelmäßigen Einzahlungen die Abschläge für einen früheren Rentenbeginn ausgleichen.

Ein 55-jähriger Arbeitnehmer beispielsweise, der schon mit 63 statt 66 in Rente gehen möchte, müsste 120 Euro Abschlag monatlich in Kauf nehmen. Statt 1250 Euro Monatsrente würde er mit 63 Jahren also nur 1.130 Euro erhalten. Um den Abzug auszugleichen, errechnet die Rentenversicherung einen Ausgleichsbetrag, den der Arbeitnehmer einzahlen müsste – in dem Musterfall wären das 32 .00 Euro. Die kann er aber bis zum Rentenbeginn in jeweils zwei (unterschiedlichen) Raten pro Jahr einzahlen oder nach Belieben, wenn eben Geld verfügbar ist. Er muss auch nicht die komplette Summe einzahlen, auch Teilbeträge steigern die Rente. Entscheidet er sich später doch, bis 66 weiter zu arbeiten, steigert die komplette Einzahlung seinen Rentenanspruch auf immerhin 1438 Euro monatlich.

Doch Vorsicht: nicht jeder Extra-Euro ist immer gleich gut in die gesetzliche Rentenanstalt investiert, weil auch die Steuer und Sozialabgaben zuschlagen. Je nach Einkommenshöhe ist dann eine private Rentenversicherung die bessere Wahl. Lesen Sie mehr in der Ausgabe 12/18 und erfahren Sie auch:

  • wann sich längeres Arbeiten (in Teilzeit) rentiert
  • wie man clever mit Minijobs hinzu verdient

 

Omas Kuchen sind die besten

Posted on: November 8th, 2018 by Jeanette Edelmann

Unsere Redakteurin Beate hat sich auf den Weg gemacht, um einige der köstlichen Kuchen zu verkosten. Und hat sogar zwei Rezepte mitgebracht.

Redakteurin Beate zu Besuch bei Kuchentratsch

Bereits im Hinterhof riecht es nach Zimt und Schokolade, nach aufgehendem Teig und warmem Zucker oder kurz gesagt: nach Kuchenglück. Öffnet man die Tür, verstärkt sich das Geruchs-Gemisch und auch das Gelächter, das aus der großen Küche dringt. Willkommen im Back-Paradies an der Landsberger Straße in München – willkommen bei „kuchentratsch“!

Sechs Frauen und ein Mann, alle im Rentenalter, sind hier an diesem Mittwochmorgen am Werk. Es gibt viel zu tun, 96 Kuchen sind bestellt und müssen bis zum Nachmittag gebacken sein. Mit flinken Fingern verteilt Oma Irmgard dunkle Teigstücke auf der hellen Quarkmischung, insgesamt sieben Russische Zupfkuchen stehen auf ihrem leicht fleckigen Zettel, den es heute Vormittag abzuarbeiten gilt.

Naschen erlaubt!

Zu ihrer Rechten rührt Eva-Maria vorsichtig einen feinen Brei aus roter Bete und Öl in den schokodunklen Teig. „Hier, probieren Sie!“, fordert Eva-Maria. Widerrede ist bei ihr zwecklos, und überhaupt: Ist nicht das Teignaschen ein wichtiger Bestandteil des Backvorgangs? Perfekt schmeckt Eva-Marias Gugelhupf-Teig – tief schokoladig mit feiner Rote-Bete-Note. Mmmh!

Eva-Maria hat in ihrem Leben vielerlei Berufe gehabt, Dolmetscherin, Hotelfachfrau, Kosmetikerin etwa. Ehrenamtlich ist sie seit gut 40 Jahren als Rettungssanitäterin beim Roten Kreuz unterwegs. Nach Eintritt der Rente im Sofa versinken? Für sie undenkbar. „Ich brauche eine Aufgabe. Und ich brauche andere Menschen um mich herum.“ Beides hat sie beim Münchner „kuchentratsch“ gefunden.

Treff und Tratsch in der Küche

2014 wurde der „Kuchentratsch“ von der damals 24-jährigen Betriebswirtin Katharina Mayer als Social Startup gegründet, also als ein Wirtschaftsunternehmen, bei dem weniger die Rendite als das Menschliche im Vordergrund steht. Vor allem Seniorinnen und Senioren können sich hier einbringen, bekommen die Chance, unter Leuten zu sein und Kontakte zu knüpfen. Denn ist die Küche nicht seit jeher ein Ort, an dem Leib und Seele gleichermaßen zu Hause sind?

Zwei „kuchentratsch“-Backbücher sind seit Gründung entstanden, sieben Vollzeitmitarbeiter organisieren nun Vertrieb, Logistik, Marketing und Buchhaltung. Und nachdem das Startup im Oktober 2018 bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ aufgetreten ist und unter anderem Carsten Maschmeyer als Investor gewinnen konnte, ist die nächste Erweiterung nur noch eine Frage der Zeit.

„Hier entstehen echte Freundschaften“

Pro Woche werden nun 75 Kilo Mehl und Zucker sowie etwa 1000 Eier in der immer zu kleinen Großküche verbacken – und 3600 Minuten am Ofen und über dem Rührgerät vertratscht. „Hier entstehen echte Freundschaften“, beteuert Oma Eva-Maria. Die Kuchen werden inzwischen nicht nur in München und Umgebung gegessen, sondern auch deutschlandweit ausgeliefert. Der Bestseller? Ist der Karottenkuchen von Oma Irmgard.

„Ich habe immer gerne gebacken“, erzählt die Seniorin, während sie den nächsten Kuchenteig anrührt. „Aber für mich alleine? Lohnt sich nicht.“ Beim „kuchentratsch“ aber kann sie ihrer Leidenschaft nachgehen – und wird dafür noch auf Minijob-Basis entlohnt. 35 SeniorInnen zählen inzwischen zum „Oma&Opa“-Team von „kuchentratsch“; wann und wie viel sie arbeiten, entscheiden sie selbst.

„Kalter Hund“ von Opa Günter

Auch Opa Günter backt fleißig mit

Wobei die Opas vor allem die bestellten Kuchen in München und Umgebung ausliefern, nur drei Senioren stehen auch am Ofen. Einer von ihnen ist Günter Haun, 78 Jahre alt. Das Kochen und Backen hat er sich aus alten Kochbüchern beigebracht, nachdem seine Ehefrau vor 13 Jahren plötzlich verstorben war: „Bis dahin war die Küche immer ihr Reich gewesen.“

Für ihn sind die Stunden in der Backstube nicht Belastung, sondern Bereicherung, „da wird viel gelacht, und ich lerne immer dazu“. Zu Hause ist jetzt immer Kuchen vorrätig zum Nachmittagskaffee, das gehört für Günter Haun zum Lebensgenuss unabdingbar dazu. Und wenn eines der sechs Enkel Geburtstag hat, gibt es einen „Kalten Hund“ von Opa Günter – Ehrensache.

Rezepte von Kuchentratsch

Zutaten für 1 Napfform:

375g Zucker, 375g Margarine, 1,5 P. Vanillezucker, etwas Zitronenabrieb & -saft, 6 Eier, 750g Mehl, 1,5 P. Backpulver, 200-250ml Milch, 4 EL Rum, 4 EL Kakao

Zubereitung:

1. Zucker, Margarine, Vanillezucker, Zitronenabrieb und -saft sowie Eier schaumig rühren.

2. Mehl, Backpulver und Milch unterrühren.

3. Teig halbieren. Die eine Hälfte mit Rum und Kakao mischen, evtl. etwas Milch zugeben.

4. Die Teighälften nacheinander in eine gefettete und mit Mehl bestäubte Springform füllen. Mit der Gabel beide Teige spiralförmig mischen.

5. Backen bei 175° Ober/Unter-Hitze für etwa 60 Minuten.

Tipp vom Kuchentratsch: Kuchen nach dem Backen mit Puderzucker oder Schokoguss überziehen.

Zutaten:

Für den Teig: 250g Mehl, 125g Butter, 215g Zucker, 25g Kakao, 1 Ei, 2 TL Backpulver

Für die Füllung: 125g Butter, 125g Zucker, 3 Eigelb, 20g Vanillepuddingpulver, 1 TL Vanillezucker, 1 EL Zitronensaft, 750g Magerquark, 3 Eiweiß

Zubereitung:

1. Die Teigzutaten in eine Schüssel geben und zu lockeren Streuseln verarbeiten.

2. 3/4 des Teiges in eine gefettete Springform als Boden drücken, den Rest zur Seite stellen.

3. Für die Füllung Butter, Zucker und Eigelb schaumig rühren. Puddingpulver, Vanillezucker, Zitronensaft und Quark unterrühren. Zuletzt steifgeschlagenen Eischnee unterheben und die Masse auf den Teigboden geben. Den übrigen Teig als Streusel darüber verteilen.

4. Backen bei 200° Ober-/Unterhitze für etwa 50 Minuten.

Bildrechte: ©Kuchentratsch