Weitere Internetseiten von Bayard-Media:

Archive for August, 2018

Gesund Altern mit der richtigen Ernährung

Posted on: August 27th, 2018 by Jeanette Edelmann

Es ist wichtig, wann wir essen, was wir essen und wie wir dieses Essen zu uns nehmen. Umso mehr, je älter wir werden, da mit zunehmendem Alter das Risiko für eine diabetische Stoffwechsel-Lage steigt. Fördernd oder lindernd kann hier unser Essverhalten sein. Nicht nur Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke sind dann tabu. Denn heute weiß man, dass beispielsweise auch der übermäßige Verzehr von Kohlehydraten Diabetes Typ2 auslösen kann.

Deshalb haben wir für Sie ein paar Grundregeln gesunden Essens zusammengestellt, die wir Ihnen hier verraten:

  • Konkrete Rezeptbeispiele aus unserem Happy Sonderheft finden Sie hier
  • Gerade im Alter benötigen wir weniger Kohlenhydrate (maximal bis zu 15%), dafür umso mehr Obst und Gemüse (50%) sowie Eiweiß
  • Haben Sie es gewusst? Fett ist nicht gleich fett, d.h. dieses sorgt nicht per se für eine Gewichtszunahme – gerade gesunde Fette wie Oliven oder Avocados sind gut verträglich und sollten öfter auf dem Speiseplan stehen
  • Wann wir essen ist entscheidend: so empfehlen sich mindestens 12 Stunden Pause zwischen dem Abendessen und dem Frühstück, damit der Darm zur Ruhe kommen kann
  • Keine Neuigkeit aber so wichtig wie eh und je: viel Wasser trinken ist das A und O für unser Wohlbefinden
  • Der Darm dankt es Ihnen, wenn Sie Ihre Mahlzeiten gut kauen und auch stressige Situationen, wenn möglich, vermeiden
  • Achtsamkeit ist auch bei der Ernährung ein wichtiger Faktor: wissen Sie, warum Sie gerade jetzt essen wollen (haben Sie wirklich Hunger oder sind Sie vielleicht nur gelangweilt/gestresst/daran gewöhnt genau zu dieser Uhrzeit zu essen?); konzentrieren Sie sich auf das Essen und lassen Sie sich nicht ablenken von Handy, Fernseher und Co.; lassen Sie sich Zeit und schmecken, fühlen, riechen Sie Ihr Essen mit allen Sinnen; essen Sie bewusst
  • Nicht vergessen: das Essen zu genießen ist ein wichtiger Faktor, wenn es um das Thema gesunde Ernährung geht

Weitere wichtige Tipps und Hinweise verraten wir im Experteninterview mit Dr. Anne Fleck in der Ausgabe unserer Sondermagazins Happy.

 

Was tun bei verfetteter Leber? Die 14-Tage-Diät

Posted on: August 6th, 2018 by Jeanette Edelmann

Die Rezepte der 14-Tage-Leber-Entlastung können Sie hier herunterladen

Von Schlaganfall und Herzinfarkt bis zur Leberzirrhose und Diabetes kann eine verfettete Leber eine alarmierende Kette an Reaktionen im Körper auslösen. Wenn man nicht konsequent handelt.

Auch wenn die verfettete Leber statistisch gesehen häufiger bei Übergewichtigen auftritt, ist doch jeder Fünfte Erkrankte von schlanker Statur. Wenig Alkohol und eine bewusste Ernährung schützen hier nicht immer. Gerade die nichtalkoholische Fettleber wird von Betroffenen oft spät erkannt, da die Leber lange vor sich hin leidet, bevor sie sich bemerkbar macht. Und die Diagnose sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Ärzte warnen: „Die nichtalkoholische Fettleber ist inzwischen eine Volkskrankheit, die sich still und heimlich erschreckend ausbreitet.

Die Leber – ein echtes Stehaufmännchen

Ärzte können am FLI, dem sogenannten Fettleber-Index, erkennen, wie der Gesundheitszustand der Leber aussieht. Ist man betroffen, können Mediziner dies gut an den sichtbaren Fett-Tröpfchen erkennen.

Die Aussichten auf Heilung sind jedoch nicht schlecht, denn die Leber ist ein echtes Stehaufmännchen, das viel verzeiht. Kein anderes Organ besitzt solche selbstheilenden Kräfte und lässt sich wieder besänftigen.

Verfettete Leber – was tun?

Das Fett muss sprichwörtlich weg und der Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Am schnellsten funktioniert dies mit der 14-Tage-Leber-Entlastung, einer Diät, die wie eine Kur für die Leber wirkt.

Das A und O dabei:

  • Maximal 1.000 Kalorien am Tag zu sich nehmen
  • Viel Gemüse und Ballaststoffe
  • Wenig Fleisch
  • Kein Zucker und Achtung vor Smoothies und Fruchtsäften: vermeintlich gesund, kann auch der konzentrierte Fruchtzucker ein echter Risikofaktor für die Leber sein
  • Verzicht auf Fertigprodukte
  • Sport, denn Bewegung entfettet die Leber und hebt auch noch die Laune – und wie nebenbei hat Sport zusätzlich einen körperstraffenden Effekt
  • Pflanzliche Hilfsmittel können auf sanfte Art der Leber zur Seite stehen, wie Säfte und Tees auf Basis von Löwenzahn oder Artischocken
  • Die Rezepte der 14-Tage-Leber-Entlastung können Sie hier herunterladen

Unser Buchtipp: „Leberfasten nach Dr. Worm – Das innovative Low-Carb-Programm gegen die Fettleber“ von Dr. Nicolai Worm und Melanie Teutsch, erschienen im Trias Verlag

 

Alte Knoten neu entdecken – Ideen mit Makramee

Posted on: August 3rd, 2018 by Jeanette Edelmann

Ob als kunstvoller Vorhang und Wandbehang, Boho Schlüsselanhänger, schickes Armband, Blumenampel, Tischdecke oder Netzbeutel für Obst und Gemüse – Makramee ist eine Technik, die vielseitig einsetzbar ist. Zuletzt erfreute sie sich in den 1970er Jahren großer Beliebtheit. Bis jetzt: denn in den sozialen Medien kursieren wieder vermehrt spannende DIY Makramee Projekte. Unsere Redaktion hat sich hiervon inspirieren lassen und Ihnen die schönsten Ideen in der neuen Ausgabe zusammengefasst.

Gewusst wie: der Knoten muss stimmen

Hängeampel Makramee

Foto: pornpawit / ©shutterstock

Im Makramee wird zwischen sogenannten Trägerfäden und Arbeitsfäden unterschieden. Als Trägerfaden werden diejenigen bezeichnet, die Knoten tragen. Gut sichtbar ist dies beispielsweise bei Einkaufstaschen.

Doch nicht nur das, denn je nachdem, was Ihnen vorschwebt, sind andere Knotentechniken gefragt. Hier ein kleiner Überblick:

  • Anknüpfen beispielsweise für kleine Hängeampeln oder als Zierde für Marmeladengläser
  • Flachknoten und Wellenknoten beispielsweise für Obstnetze oder Jute-Anhänger in Herzform
  • Achterknoten beispielsweise für rustikale Serviettenringe oder Armbänder
  • Josefinenknoten beispielsweise für Armbänder
  • Schiffchenknoten beispielsweise für Armbänder mit Holzperlen

Braucht es ein bestimmtes Garn?

Bunte Farben oder einfarbig, dicker oder dünner – wagt man sich an ein Makramee Projekt, kann einen die Wahl des richtigen Knüpfgarns schon einmal leicht überfordern. Und in der Tat sollte man bei der Wahl des Garns sorgfältig vorgehen. Denn die Dicke ist beispielsweise entscheidend, ob die Blumenampel nachher auch die Pflanze aushält. Ebenso wie die Optik: mit einem Jute-Garn kommt am Ende ein weit gröberes Ergebnis zustande als mit Baumwollgarn.

Als Makramee Garn eignen sich am besten folgende Garne:

  • Jute- und Sisalgarn
  • Baumwollgarn, ungefärbt
  • Kunststoffgarn, mit Wachs überzogen (diese sind perfekt, um mit dem Feuerzeug Ränder oder lose Fäden zu schmelzen)
  • Filethäkelgarn
  • Rundlederschnüre

Unsere kleine Knotenkunde für Makramee:

Makramee Knotenkunde

 

 

Dünnes Haar? Die ultimative Liste für mehr Volumen

Posted on: August 3rd, 2018 by Jeanette Edelmann

Wie kommt es zu dünnem Haar?

Ob Sie in Ihrer Jugend eine echte Wallemähne hatten oder schon immer zu dünnem Haar neigten – gerade in den Wechseljahren klagen Frauen verstärkt über lichter werdendes Haar. Schuld daran ist der sinkende Östrogenspiegel, der das Gleichgewicht des Hormonhaushalts gehörig durcheinanderbringen kann.

Heute geht man davon aus, dass mit zunehmenden Alter männliche Hormone wie Testosteron und DHEA im Körper zu DHT (Dehydroepiandrosteron) umgewandelt werden. Was kompliziert klingt, ist einfach erklärt: dieser Vorgang hat Einfluss darauf, dass manche Frauen mit zunehmenden Alter an Oberlippe, Kinn und anderen Körperstellen vermehrten Haarwuchs aufweisen. Leider gilt dies nicht für die Kopfbehaarung. Sie kennen es von den Männern: diejenigen Herren mit einem besonders großen Anteil an Testosteron besitzen oft lichtes Haupthaar, dafür jedoch eine dichte Körper- und Bartbehaarung.

Was kann ich bei hormonell bedingtem Haarausfall tun?

Bei hormonell bedingtem Haarausfall in den Wechseljahren lohnt es, verschiedene Aspekte zu betrachten, denn das eine Wundermittel gibt es nicht. Vorbeugende Maßnahmen, Tipps beim Friseur und das richtige Styling sorgen jedoch für die optimale Hilfe bei dünnem, feinem Haar.

So verleihen Sie Ihrem Haar mehr Volumen

1 Der perfekte Schnitt

Prinzipiell gilt: je länger das Haar, desto schwieriger wird es, dünne Strähnchen zu kaschieren. Wer also schon immer einmal einen leicht verwuschelten Pixie à la Meg Ryan ausprobieren wollte, der sollte dies bei lichter werdendem Haar nun tun. Verschiedene Längen sorgen für mehr Fülle und je kürzer das Haar, desto weniger wird es von der Schwerkraft zusätzlich nach unten gezogen.

Wie praktisch, dass der Bob gerade angesagt ist, denn sehr feines Haar kommt auch bei diesem Klassiker voluminöser zur Geltung. Strähnchen können zusätzlich Extravolumen zaubern, da diese optisch mehr Struktur vortäuschen.

Keine Sorge: auch langem Haar kann geholfen werden. Wer dünnes Haar besitzt, der sollte kesse Stufen bevorzugen. Aber Achtung, denn ein wilder Stufenschnitt wäre im Falle von dünnem Haar zu viel des Guten. Lieber eine kompakte Länge und eine leichte Stufung am Oberkopf wählen, damit die Haare nach unten hin nicht fransig wirken.

2 Die richtige Ernährung

Nicht nur der perfekte Schnitt, sondern auch die Lebens- und Ernährungsweise spielt bei dünnem Haar eine entscheidende Rolle. Wer also davon ausgeht, dass die Wechseljahre Übeltäter des lichter werdenden Haares sind, der sollte viel Gemüse und Obst essen. Dies mag für die meisten keine Neuigkeit sein aber gesund sind Brokkoli, Äpfel und Co. wie eh und je.

Die Finger sollten Sie hingegen von testosteronhaltiger Nahrung wie Steaks lassen. Greifen Sie lieber zu östrogenhaltigeren Speisen wie Hülsen- und Trockenfrüchten, Leinsamen, Hopfen und Soja oder verfeinern Sie Ihren Salat mit Kürbiskernöl.

Unser Tipp: anstelle von Hormonhämmern lohnt sich zudem ein Blick in die Kräuterküche, denn auch viele Heilpflanzen können Beschwerden wie Haarausfall, Schweißausbrüche und Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren lindern.

3 Auf die Pflege kommt es an

Mit sehr feinem Haar sollte pfleglich umgegangen werden, aggressive Shampoos und eine fehlerhafte Anwendung können viel kaputt machen und auch den schönsten Schnitt verderben.

Spezielle Volumenshampoos können hier Abhilfe schaffen. Diese sollten Sie mit Bedacht dosieren – ein walnussgroßer Klecks genügt völlig. Auch die Haarspülung sollte lediglich in die Spitzen gegeben werden, denn die enthaltenen Weichmacher lassen die Haare am Ansatz besonders schwer und rasch fettig werden. Apropos fettig: wer nicht täglich waschen möchte und/ oder Volumen ins Haar zaubern möchte, der könnte diesen Effekt rasch mit Trockenshampoo erzielen. Einfach mit etwas Abstand in die Ansätze geben und mit den Fingern sanft einmassieren. Das hat den netten Nebeneffekt, dass eine tägliche Massage die Kopfhaut besser durchblutet und die Haarwurzeln wieder an Energie gewinnen.

4 Das perfekte Styling bei dünnem Haar – Gewusst wie

Die Haare wild trocken rubbeln, auf der heißesten Stufe föhnen und dann noch mit Glätteisen oder Lockenstab ran? Was gesundem Haar nicht guttut, sollte bei empfindlichen, feinen Strähnen erst recht vermieden werden.

Lieber das Haar, wenn möglich, an der Luft trocknen lassen oder die Hitze beim Föhn auf eine niedrigere Stufe stellen und nicht zu nah an die Kopfhaut kommen. Unser Tipp: das Haar für mehr Fülle gegen die Wuchsrichtung föhnen und erst zum Schluss in die gewünschte Form bringen. Für besondere Anlässe lohnt sich zusätzlich das Styling mit dem Lockenstab oder Glätteisen, denn Wellen zaubern im Nu mehr Volumen. Ein Hitzeschutz-Spray ist dann jedoch Pflicht.

Styling-Produkte für mehr Volumen machen Sinn, doch auch hier gilt die Devise „Weniger ist mehr“, denn zu viel auf einmal kann das Haar überfordern. Und dann macht es erst recht schlapp.

Unser Beitrag hat Ihnen gefallen? Mehr zu lesen gibt es in der neuen Ausgabe.

 

Kennen Sie schon Videokunst?

Posted on: August 3rd, 2018 by Jeanette Edelmann

Riesige Leinwände mit überdimensional großen Blütenstielen, die sich in die Richtung der Besucher neigen, je nachdem, wohin diese ihre Schritte lenken… Der große Pluspunkt der Videokunst ist es, dass sie mit dem Kunstliebhaber interagieren, ihn mit einbeziehen und ihn so zu einem Teil der Kunst werden lassen.

Der Erfolg gibt der Videokunst recht: seitdem Nam June Paik, der Begründer der Szene, in den 1960er Jahren seine ersten Kreationen mit Multi-Monitor-Installationen schuf, hat sich viel getan. Die Ausstellung Pipilotti Rists im australischen Sydney musste beispielsweise wegen Überfüllung geschlossen werden und andernorts, in Bordeaux, standen Besucher im Jahr 2018 über eine Stunde an, um Karten für die Videoinstallationen des Künstlers Miguel Chevalier zu betrachten.

Der große Vorteil der Videokunst

Vorteilhaft für die Videokunst war ohne Zweifel die Erfindung des Smartphones, sind sich Kenner der Szene einig. Denn dies sorgte dafür, dass sich die Menschen mehr und mehr mit Bewegtbildern umgaben und sich an eine rasche Abfolge von Bildern und Eindrücken gewöhnten.

Die Art, Kunst zu betrachten, verändert sich

Der Zuschauer wird bei Videokunst durchaus gefordert: schnelle Schnitte, zerstreute Bilder und teilweise wilde Farben und rasche Abläufe strapazieren den Zuschauer. Anders, als stehe man vor Van Goghs Zwölf Sonnenblumen in einer Vase und verliert sich in dessen Betrachtung. Dies sollte man sich bewusst machen, wenn man eine der beliebten Ausstellungen besucht.

Beispiele der Videokunst

Sie sind neugierig geworden und möchten sich einen ersten Eindruck verschaffen? Dann inspiriert ein Blick ins neue Heft und in folgende Videos, die wir für Sie gesammelt haben. Einfach auf youtube.com eines der folgenden Videos ansehen und sich eine erste Meinung bilden:

Ever is over all“ Pipilotti Rist

Dear World Cambridge“ Miguel Chevalier

Megatron Matrix“ Nam June Paik

Tristan’s Ascension“ Bill Viola

Wichtige Videokünstler

Jam June Paik, 1932 – 2006

Der koreanisch-amerikanische Künstler gilt als Vater der Videokunst. Seine künstlerische Karriere begann er in Deutschland. Paik entdeckte früh die Möglichkeiten der elektronischen Malerei. In den achziger Jahren baute er bunte Roboterfamilien, deren Türme aus Bildschirmen zusammengesetzt waren. „Das Fernsehen hat uns ein Leben lang attackiert – jetzt schlagen wir zurück“, sagte Paik.

Pipilotti Rist, geb. 1962,

Internationale Bekanntheit erreichte die Schweizerin durch ihr Video Pickelporno. Es ist ein Versuch, sexuelle Gefühle sichtbar zu machen. Rist gilt als provokative Videokünstlerin. Ihren Namen hat sie in Anlehnung an Astrid Lindgrens Pipi Langstrumpf gewählt.

Marcel Odenbach, geb. 1953

Viele seiner Werke haben einen politischen Hintergrund und behandeln das Thema Vergangenheitsbewältigung. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit dem Nachhall des Nationalsozialismus bin in die Gegenwart hinein. Auch der Völkermord in Ruanda ist Gegenstand seines Schaffens, dem er das Werk „In stillen Teichen lauern Krokodile“ gewidmet hat

Bill Viola, geb. 1951

Der Amerikaner setzt sich überwiegend mit elementaren Themen wie Geburt und Tod sowie zwischenmenschlichen Beziehungen auseinander. Sein Werk „Incrementation“ erzielte bei einer Auktion von Christies vor 15 Jahren einen Preis von 40 000 Pfund. Es war das erste Videokunstwerk, das bei einer Auktion so einen hohen Preis erzielt hat

Bruce Nauman, geb. 1941

Der Amerikaner experimentierte zunächst mit Verfremdungen von Gebäuden. Einem größeren Publikum wurde Nauman mit seinen Aneinanderreihungen von verstörenden Videofilmen bekannt, in denen er brutale Gewaltexzesse akustisch und optisch inszenierte.

 

Pilz Saison – Rezepte & Tipps zum Sammeln

Posted on: August 3rd, 2018 by Jeanette Edelmann

An den moosigen, feuchten Stellen des Waldes sind sie im Sommer und Herbst zu finden. Oder eben auch nicht: die Rede ist von Pilzen. Denn selbst erfahrene Pilze-Sammler wissen, dass die kleinen Schwammerl sich durchaus zieren können. Doch umso größer ist natürlich die Freude, wenn man am Ende des Tages einen Korb voller Steinpilze, Champignons, Hexenröhrlinge und Maronenröhrlinge sein Eigen nennt.

Ähnlich wie beim Fischen, kann auch das Sammeln von Pilzen zu einem meditativem, in jedem Fall aber achtsamen Akt werden. Ein verwunschener Wald, fernab der Trampelpfade, und die üppige Flora und Fauna sorgen quasi wie von selbst dafür, dass Ruhe im Kopf einkehrt. Gemeinsam mit der Konzentration auf die vor einem liegende Aufgabe kann man also verstehen, dass so manch einer mit großer Leidenschaft an das Pilze sammeln geht.

Wie passend, dass es in der neuen Ausgabe um allerlei leckere Pilzrezepte und die besten Stellen zum Sammeln geht.

Das verraten wir Ihnen in der neuen Ausgabe:

  • Leckere Pilz-Rezepte
  • Die besten Stellen zum Sammeln
  • Welche wichtigen Sorten gibt es?
  • uvm.

Pilze einfrieren – Geht das?

Um auch abseits der Saison Gerichte mit der Delikatesse zu verfeinern, stellt sich die Frage, ob man Pilze denn einfrieren kann. Und ja, generell ist dies möglich. Allerdings sollten Pilzliebhaber dabei diese Tipps im Hinterkopf behalten:

  • Pilze nach dem Einfrieren nicht erst auftauen, sondern unaufgetaut in die Soße geben, da sie sonst matschig werden
  • Schwammerl vor dem Gefriervorgang putzen und in die gewünschte Form schneiden
  • Pilze können roh oder gekocht eingefroren werden aber Achtung bei Pfifferlingen, diese schmecken bitter, wenn man sie roh einfriert (also am besten vorher kurz schmoren oder blanchieren und gut abkühlen lassen)
  • Schwammerl aus dem Supermarkt nicht länger als sechs Monate einfrieren
  • Bereits fertige Pilzgerichte können ebenfalls eingefroren werden (dann aber natürlich zuvor auskühlen lassen)

Pilze Grillen und weitere Rezeptanregungen

  • Für den Sommer: Pilze grillt man am besten in Alufolie eingewickelt (wir empfehlen dazu eine leckere Füllung aus Kräuterbutter und Käse) oder mariniert und aufgespießt bei mittlerer Hitze (Marinade aus Olivenöl, Balsamico, Knoblauch, Rosmarin, Thymian und Oregano, Salz und Pfeffer); unser Tipp: Holzspieße vor dem Grillen anfeuchten
  • Italienisches Herbstflair: Pasta con Funghi
  • Der Klassiker: Risotto mit Waldpilzen
  • Wärmt auf: Kartoffel-Steinpilz-Suppe
  • Echtes Soulfood aus der Heimatküche: Rahmgeschnetzeltes
  • Wenn es schnell gehen muss: Omelette mit Pfifferlingen

Hier geht es Pilz Rezepte.

Zutaten für 2 Personen:

250g Bandnudeln, 250g Champignons, 1 Schalotte, 1  Knoblauchzehe, 200ml Schmand oder Crème fraîche, 1 EL Tomatenmark, 1 TL Paprikapulver süß, 2 TL Gemüsebrühe, Schnittlauch, Petersilie, Salz, Pfeffer, 2 EL Öl zum Braten, 1 TL Speisestärke

 

Zubereitung:

1 Pilze säubern und vierteln. Schalotten und Knoblauch schälen und jeweils fein hacken. Schnittlauch klein schneiden.

2 In einer Schüssel Schmand, Paprikapulver, Tomatenmark und Brühe verquirlen. Einen Schuss Wasser (optional Wein) zugeben.

3 Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Champignons, Knoblauch und Schalotten beifügen und 5 Minuten unter Rühren anbraten.

4 Sodann den Schmand-Mix sowie den Schnittlauch zugeben und bei niedriger Hize einkochen lassen. Gegebenenfalls mit etwas Speisestärke eindicken.

5 In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsangabe kochen. In ein Sieb abgießen und noch nass in die Pfanne geben. Gut durchmengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit gehackter Petersilie garnieren.

Zutaten für 2 Personen:

200g Champignons, 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, 1 EL Butter, 12g Risottoreis, 100ml Weißwein, 400ml Gemüsebrühe, 100g Pilze nach Wahl, wie Champignons oder Steinpilze, Olivenöl, Salz und Pfeffer, ½ TL Thymian, 2 EL Parmesan, gerieben

 

Zubereitung:

1 Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Schalotte und Knoblauch abziehen, klein hacken und mit Butter im Topf anschwitzen. Reis und Pilze zugeben, kurz mitbraten und alles mit Wein ablöschen. Wein komplett verkochen lassen, sodann die Brühe aufgießen bis alles bedeckt ist. Unter Rühren ebenfalls verkochen lassen und Brühe nachgießen. So weiter verfahren bis die Brühe verbraucht und das Risotto bissfest gar ist.

2 Derweil die restlichen Pilze putzen und klein schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Schwammerl anbraten. Salzen, pfeffern und den Thymian beimengen.

3 Parmesan unter das Risotto heben, salzen und pfeffern. Risotto in Tellern anrichten und mit den gebratenen Pilzen servieren.

Zutaten für 2 Personen:

450ml Kalbsfond oder Gemüsebrühe, 20g getrocknete Steinpilze, 1 kleine Zwiebel, 250g festkochende Kartoffeln, 25g Butter, Salz und Pfeffer, 150ml Sahne, 2 Zweige Kerbel (alternativ Petersilie), Leinöl

 

Zubereitung:

1 Brühe in einem Topf aufkochen und Steinpilze zugeben. 1 Stunde ziehen lassen. Abgießen und Brühe auffangen. Steinpilze leicht ausdrücken und klein schneiden, 1 EL Pilze beiseitestellen.

2 Zwiebeln und Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. In einem Topf Butter zerlassen und die Zwiebel sowie Steinpilze kurz anbraten. Kartoffeln zugeben und ebenfalls mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Brühe ablöschen. Alles etwa 15 Minuten köcheln lassen.

3 Suppe pürieren und gegebenenfalls noch einmal nachwürzen. Suppe in tiefen Tellern mit gehackten Steinpilzen, Kerbel und etwas Leinöl beträufelt servieren.

Zutaten für 2 Personen:

200g Schweine- oder Putengeschnetzeltes, 30g getrocknete Tomaten, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 250g gemischte Pilze, 6 Stiele Thymian, 3 EL Öl, 1 TL Mehl, 150ml Gemüsebrühe, 100g Crème Fraîche, Salz und Pfeffer, Muskatnuss

 

Zubereitung:

1 Getrocknete Tomaten in kochendem Wasser kurz vorkochen und gut abtropfen lassen, sodann in Streifen schneiden. Zwiebel würfeln, Knoblauch fein hacken. Pilze putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Thymianblättchen von den Stielen zupfen, 1 TL beiseitelegen, den Rest klein hacken.

2 Zwiebeln anschwitzen und darin das Fleisch anbraten. Pilze, Knoblauch, Tomaten und Thymian zugeben und mitbraten. Alles salzen und pfeffern. 1 TL Mehl zugeben und für die Mehlschwitze unter Rühren anschwitzen. Mit Brühe ablöschen, sodann Crème Fraîche zugeben und aufkochen. Bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten kochen lassen. Geschnetzeltes mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Alles in Tellern mit Thymian bestreut servieren. Dazu passen Bandnudeln oder Spätzle.

Zutaten für 2 Omelette:

400g Pfifferlinge, 10 Eier, 1 rote Zwiebel, 20g Schnittlauch, 150ml Sahne, 1 TL geriebene Muskatnuss, 60g Parmesan, 2 EL Butter, Salz und Pfeffer

 

Zubereitung:

1 Pfifferlinge putzen, Zwiebeln schälen und in Halbringe schneiden. Schnittlauch klein hacken und Parmesan reiben. Eier mit Sahne verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

2 Butter in einer Pfanne erhitzen und Eier darin 2 Minuten braten. Sodann Hitze reduzieren, Pfifferlinge, Zwiebeln, Schnittlauch und Parmesan auf den Eiern verteilen und weitere 8 Minuten bei mittlerer Hitze ausbacken.

Zutaten für 4 Spieße:

10 mittelgroße Champignons, 2 Knoblauchzehen, 1 Stängel Rosmarin, 1 Stängel Thymian, 1 Stängel Oregano, 3 EL Balsamico-Essig, 2 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer

 

Zubereitung:

1 Champignons putzen und halbieren. Knoblauch schälen und wie die Kräuter sehr fein hacken. Balsamico und Olivenöl mit den Kräutern und dem Knoblauch in einer Schüssel verrühren. Pilze zugeben, salzen und pfeffern. Champignons für mindestens eine Stunde marinieren, zwischenzeitlich umrühren.

2 Pilze auf 4 befeuchtete Spieße stecken, Kräuterreste entfernen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten grillen.

Bildquelle: ©shutterstock

 

Nicht hinschmeißen – darauf kommt es an

Posted on: August 3rd, 2018 by Jeanette Edelmann

Liebe Frau Kriener, Sie stehen nun schon seit 15 Jahren als Kommissarin Lucas vor der Kamera. Langweilt das nicht langsam?

Nein, dafür mag ich die Lucas zu sehr. Sicher, mit ihr hat man wenig zu lachen. Aber ich schätze ihre Geradlinigkeit sehr. Und ihre Angriffslust – die habe ich nicht so. Da könnte ich noch etwas von ihr lernen.

Ulrike Kriener als Ellen Lucas

Ulrike Kriener als Ellen Lucas / © Bernd Schuller ZDF

Was würden Sie Frau Lucas abends beim Bier gerne raten?

Dass sie vielleicht mal ans Meer fahren, entspannen und sich locker machen sollte. Das liegt ihr ja nicht so. Aber zugleich mag ich gerade das an dieser Figur: Dass sie so ackert und arbeitet, aber einfach keine Erlösung findet im Privatleben. Da ist ja nur noch der alte Vermieter Max …

Wird das denn noch einmal etwas mit den beiden?

Mit dem Max? Bloß nicht! Ich mag gerade dieses raubeinige Nicht-Verhältnis zwischen den beiden, die kabbeln sich ständig und hängen doch aneinander – wie ein altes Ehepaar. Vielleicht sollte ich der Produktion mal vorschlagen, dass Max der Kommissarin völlig überraschend einen Heiratsantrag machen könnte. In seinem Fall natürlich mit Hintergedanken, etwa weil er krank ist und bald Pflege braucht.

Freuen Sie sich immer auf Regensburg?

Und wie! Die Stadt ist so schön, dass ich manchmal überlege, ob ich dahinziehen sollte. Dort ist alles so überschaubar und beschaulich.

Zu einer so spröden Frau wie Lucas passt all das doch gar nicht.

Und das muss auch so sein. Sie ist nach all den Jahren immer noch ein Fremdkörper in der Stadt. Natürlich gab es immer wieder Überlegungen, ob die Lucas nicht mal in den Urlaub fahren und dort ermitteln könnte. Oder ob man sie nicht zum LKA versetzen sollte, damit sie ein größeres Einsatzgebiet bekommt. In 15 Jahren gibt es einfach immer wieder Phasen, in denen man auf der Stelle zu treten glaubt. Die Umgebung zu verändern, wäre eine naheliegende Lösung. Doch die sehr viel größere Herausforderung ist doch, tiefer zu graben. Eine Weiterentwicklung der Figur ist spannender als ein neuer Ort. Ich glaube, es ist ein weit verbreiteter Denkfehler, dass ein ständiger Neuanfang ein Plus an Qualität bringt.

Lieber dranbleiben und Engstellen überwinden?

Ich glaube, dass gerade in der Wiederholung des Ewiggleichen große Chancen liegen. Beim Meditieren sagt man ja auch nicht nach dem fünften Mal: Jetzt passiert nichts Neues mehr, ich höre auf. Das, wohin man will, stellt sich erst durch die Wiederholung ein. Nicht lockerlassen, nicht hinschmeißen: Darauf kommt es an.

Wie in einer kriselnden Ehe?

Ja, durchaus. Wir hatten bei „Kommissarin Lucas“ auch Jahre, in denen es Zoff gab. In denen ich gehadert habe, oder mich missverstanden und nicht wertgeschätzt fühlte. Durch diese Phasen mussten alle Beteiligten durch. Und nun habe ich das Gefühl, dass wir eine Ernte einfahren. Ich fühle mich mit der Rolle der Ellen Lucas inzwischen so frei wie mit keiner anderen.

Warum haben Sie für diese Reihe gekämpft?

Zum einen bedeutet mir diese Figur unheimlich viel. Ich kann in Ellen Lucas eine Heldin, aber auch Opfer sein. Durch den privaten Strang und durch sperrige Themen wie Einsamkeit oder Alter geht die Reihe weit über einen reinen Krimi hinaus. Es sind mir aber auch die an dieser Produktion beteiligten Menschen sehr ans Herz gewachsen.

Gerade in den letzten Monaten wurde viel über zwischenmenschliche Verfehlungen beim Film und Theater diskutiert, Stichwort #MeToo…

Wenn Sie konkret den Fall Dieter Wedel ansprechen: Es war in der Branche allgemein bekannt, dass er – freundlich ausgedrückt – ein mehr als schwieriger Mensch ist. Ich habe nie mit ihm, aber sehr wohl mit anderen autoritären Regisseuren zusammengearbeitet, die es offenbar nötig hatten, zu schreien und mit Dingen um sich zu werfen. In solchen Momenten verliert ein Mensch für mich an Achtung und Würde. Solche Regisseure kann ich nicht ernst nehmen.

Wie konnte das System Wedel funktionieren, wenn doch jeder Bescheid wusste?

Man muss das natürlich im Zeitkontext sehen, die 80er und 90er Jahre waren total anders. Und der Regisseur ist nun einmal der Entscheider am Set. Wenn man spielt, gibt man sich auch immer hin, lässt sich führen, lenken und bewerten. Hingabe – dieses Wort gehört für mich zu meinem Arbeitsverständnis. Gespräche über die Rolle und das Drehbuch führe ich abseits vom Set, denn dort, beim Drehen, geht es mir nur noch um Offenheit und Emotionen. Rationale Diskussionen würde mich dann aus meiner intuitiven Vernetzung mit mir reißen. Weil sich die Ebenen dadurch verschieben, sind Schauspieler am Set sehr verletzbar durch Regisseure, die mit diesem Vertrauensmoment nicht umgehen oder die Hingabe missverstehen. Dass ein Regisseur hier die Seele des Schauspielers in seiner Hand hält, ist eine große Verantwortung, der er sich bewusst sein sollte.

Sie sind eine der wenigen Schauspielerinnen, die auch jenseits des 60. Geburtstags bestens im Geschäft sind. Was ist Ihr Geheimnis?

Ich weiß das gar nicht. Mein Mann sagt, ich sei eben ein Glückskind. Aber ich bin auch fleißig, suche mir selbst neue Aufgaben. Mein neuestes Projekt beispielsweise ist eine Bibellesung: das Buch Kohelet als Hörbuch.

Sind Sie denn religiös?

Ich bin katholisch getauft worden, später aber aus der Kirche ausgetreten. Und dann doch wieder eingetreten. Richtig angekommen bin ich dort immer noch nicht. Aber dieses ‚Dazwischen‘ habe ich nun als meine Position akzeptiert.

Sendehinweis: Ein verurteilter Mörder entkommt aus dem Gefängnis und lauert Kommissarin Ellen Lucas auf – nicht um sich an ihr zu rächen, sondern um sie zu einer Wiederaufnahme der Ermittlungen zu zwingen. Hat Lucas tatsächlich einen Fehler gemacht?  „Kommissarin Lucas – Das Urteil“ läuft am 1. September um 20.15 Uhr im ZDF

 

8 natürliche Hilfen in den Wechseljahren

Posted on: August 3rd, 2018 by Jeanette Edelmann

Wechseljahre – Den Körper verstehen

Baldrian

Foto: Marya Kutuzova / ©shutterstock

Das Klimakterium, umgangssprachlich auch als Wechseljahre bekannt, bezeichnet die Zeit des Übertritts einer Frau von der gebärfähigen in die unfruchtbare Phase. In jenen Jahren stellt sich der weibliche Körper auf große hormonelle Änderungen ein. In erster Linie betrifft das die Hormone Östrogen und Progesteron.

Bei vielen Frauen bleibt dies nicht ohne spürbare Folgen. Es treten Beschwerden auf wie die bekannten Hitzewallungen, Verstopfung und Haarausfall, vermehrte Gewichtszunahme und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen.

Zähne zusammenbeißen oder Hormonhämmer? Beides muss nicht sein…

Johanniskraut

Foto: charachters for you / ©shutterstock

…denn es gibt auch Heilpflanzen, die während der Wechseljahre Beschwerden zu lindern vermögen.

Diese 8 natürlichen Hilfen können gegen Hitzewallungen und Co. helfen

  • Salbei kuriert nicht nur Halsschmerzen, sondern besitzt auch eine schweißhemmende Wirkung
  • Sibirischer Rhabarber ist sicherlich nicht jedem ein Begriff aber das Pflänzchen ist ein echtes Allroundtalent und kann bei Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen ebenso helfen wie bei übermäßigem Schwitzen und Hitzewallungen
  • Johanniskraut sorgt für den OM-Moment, denn es kurbelt in unserem Gehirn die Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin und Serotonin an – aber Achtung: Johanniskraut kann unter Umständen die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen
  • Baldrian kannte man schon in der Antike als hilfreiches Mittel gegen eine nervöse Gemütsverfassung. Reizbar und unruhig in der Nacht? Dann kann Baldrian beim Ein- und Durchschlafen behilflich sein
  • Mönchspfeffer besitzt bräunlich-schwarze Früchte, die als Tropfen, in Tees, als Tabletten oder sogar Kapseln eingenommen werden können – sie helfen gegen Stimmungsschwankungen, bei Schlafstörungen oder Hitzewallungen
  • Trauben-Silberkerzen lindern innere Unruhe und sind bei Schlafstörungen und Hitzewallungen von Nutzen
  • Ernährung: Ballaststoffe wie Vollkorn und Gemüse sind während den Wechseljahren angesagt, dafür Hände weg von testosteronhaltiger Nahrung wie Steak; lieber das östrogenhaltige Soja, Hülsen- und Trockenfrüchte, Kürbiskern oder Leinsamen zu sich nehmen
  • Sport ist ein Alleskönner, auch während den Wechseljahren, denn bewiesenermaßen hilft Bewegung und Fitness nicht nur bei Depressionen, sondern kurbelt auch den Stoffwechsel an (
Salbei gegen Schweißausbrüche

Foto: San Signal / ©shutterstock

Unser Tipp: auch die Einnahme von Heilpflanzen sollte mit einem Arzt Ihres Vertrauens abgesprochen werden.

Weitere Anregungen zum Thema Heilpflanzen als Hilfe während der Wechseljahre gibt es im neuen Heft.

 

 

Gemüsebrühe selbst machen

Posted on: August 2nd, 2018 by BayardRedaktion

Gemüsebrühe ist ein unverzichtbarer Geschmacksträger in vielen Suppen – und auch für Vegetarier geeignet. Wer keine künstlichen Aromen und kein Glutamat mag, der sollte seine Gemüsebrühe, seine Gemüsepaste oder sein Gemüsebrühpulver selbst machen. Wir verraten, wie es ganz einfach geht.

Sie sind die Brühpulver, -gelees und -würfel leid, die es in den Supermärkten zu kaufen gibt? Dann machen Sie Ihr Suppengewürz einfach selbst! Das tolle daran ist, dass Sie einen großen Spielraum in der Art der Zubereitung haben. Gemüse anrösten oder nicht, Liebstöckel ja oder nein, mediterran gewürzt oder ganz klassisch und so weiter und so fort. Übrigens: auch über Hühnersuppe haben wir hier schon geschrieben.

Unsere favorisierten Varianten haben wir Ihnen hier aufgelistet

 

Zutaten für 1 Glas (500ml)
1 Sellerieknolle
4 Karotten
2 Petersilienwurzeln
2 Stangen Lauch
4 Zwiebeln
2 große Bund Petersilie

Zubereitung:

1. Gemüse putzen und ggf. schälen, alles in Stücke schneiden oder grob reiben.  Nun gibt es mehrere Möglichkeiten:

2. Für Profis: mindestens 12 Stunden bei 50° in einem Dörrautomaten dörren (Grün wie Petersilie erst nach der Hälfte zugeben). Sodann alles in der Maschine fein häckseln und in Gläser füllen.

Für Eilige: gefriergetrocknetes Suppengewürz fein mahlen oder häckseln und abfüllen. Schmeckt auch prima, wenn man dieses vorher in der Pfanne leicht anröstet.

Für Klassiker: Gemüse putzen und fein reiben oder schneiden, alles auf ein mit Backpapier belegtes Blech und im Ofen bei 80° für mehrere Stunden (ca. 3,5) trocknen lassen (am besten Löffel in die Ofentür klemmen). Ab und zu wenden. Alles in der Küchenmaschine zerkleinern und etwas salzen. In Gläser füllen.

Zutaten:
1 Sellerieknolle
3 Karotten
4 Zwiebeln
2 Stangen Lauch
1 Bund Petersilie
1 Bund Liebstöckel

Zubereitung:

1. Sellerie, Möhren und Zwiebeln schälen, Lauch waschen. Sämtliches Gemüse grob würfeln, Petersilie hacken. Sodann alles in einer Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab (auch eine Kaffeemühle eignet sich hier gut) fein häckseln. Hier sollten Sie aufpassen: nicht pürieren, die kleinen Stücke sollte man noch erkennen können.

2. Dann Portionen wiegen und je 100 Gramm mit 12g Salz mischen. Gemüse in saubere Gläser (am besten vorher auskochen) füllen und gut verschließen. Im Kühlschrank hält sich die Brühe so etwa 12 Monate.

3. Unser Tipp: einfach mal Olivenöl, Zucchini, Knoblauch und Basilikum beimengen und schon hat man eine mediterrane Note

Zutaten
1 Stange Lauch
400g Sellerieknolle
2 Petersilienwurzeln
4 Karotten
2 Zwiebeln
1 Bund Petersilie
2 Lorbeerblätter
Salz und Pfeffer
Etwa 2,5 Liter Wasser

Zubereitung

1. Sämtliches Gemüse waschen, ggf. schälen und in Scheiben schneiden – bis auf die Zwiebel. Diese mit Schale halbieren. Gemüse in Öl in einem großen Topf anbraten, Gewürze und Petersilie zugeben und alles mit kaltem Wasser auffüllen. Topf zum Kochen bringen, dann die Temperatur reduzieren und bei niedriger Hitze für etwa eine Stunde mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.

2. Gemüse mit einer Siebkelle dem Topf entnehmen und die Brühe durch ein mit Mull-Tuch ausgelegtes Sieb passieren. Brühe nun entweder haltbarmachen und einwecken oder sogleich in Gläser füllen und beizeiten verbrauchen.

Titelbild: margouillat photo / ©shutterstock

Bild 1 (Natalie Barth /©shutterstock), Bild 2 (Alexander Raths / ©shutterstock), Bild 3 (casanisa / ©shutterstock)