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Archive for April, 2018

So ernähren Sie sich gesund

Posted on: April 8th, 2018 by BayardRedaktion

Wer diese Regeln in sein Leben einbaut, ernährt sich gesund und ausgewogen.

Mehr Vielfalt
Der wichtigste Tipp der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)* ist der alte geblieben: vielfältig und abwechslungsreich essen. So verhindert man am besten, dass ein Mangel an Nährstoffen entsteht. Neu: überwiegend pflanzliche Lebensmittel verzehren! Dr. Matthias Riedl vom Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner kritisiert, dass der Eiweiß-Anteil klar nach oben korrigiert werden sollte. Riedl rät dazu, zweimal pro Woche Seefisch zu essen. Denn viel Eiweiß halte lange satt und sei gut für den Muskelaufbau.

Immer Vollkorn
Studien zeigen, Ballaststoffe aus Vollkorn senken die Risiken für Diabetes Typ 2, Dickdarmkrebs sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden. Neu: Ernährungswissenschaftler raten ausdrücklicher als bisher, Brot, Mehl, Reis, Nudeln usw. nur in der Vollkorn-Variante zu essen. Prof. Hans Hauner, Klinikum rechts der Isar in München: „Auch Cerealien zum Frühstück können eine sehr gute Quelle für Ballaststoffe sein.“

5 x Obst und Gemüse am Tag
Zwei Portionen Obst und mindestens drei Portionen Gemüse pro Tag werden nun empfohlen. „Denn“, sagt Matthias Riedl, „Gemüse ist das bessere Obst, es gibt keinen Mineralstoff, kein Vitamin, das man nicht auch im Gemüse hat. Im Zweifelsfall lieber mehr Gemüse als Obst, die Ballaststoffe aus Gemüse pflegen den Darm, sind das Futter für gesund und schlank machen-de Darmbakterien.“ Zu Gemüse zählen auch Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen – und damit Gemüsesorten, die viele Ballaststoffe und Eiweiße enthalten. 2 Mal pro Woche sollten Hülsenfrüchte auf den Teller. Lange Zeit zählten auch Smoothies und Säfte als Portion Obst. Neu ist: Das gilt nicht mehr, da Smoothies häufig viel zu viel Zucker enthalten. Als gute Portionsgröße gilt etwa eine Handvoll.

Geringere Hitze beim Kochen
Schlagzeilen um krebserregende Stoffe, die beim Frittieren und Grillen entstehen können, haben uns aufgerüttelt. „Sie entstehen durch zu viel Hitze“, sagt Prof. Hans Hauner, „gelegentliches Grillen ist sicher nicht gesundheitsschädlich. Achten Sie nur darauf, dass Grillgut nicht zu dunkel anbrennt.“ Generell: Gemüse mit wenig Wasser dämpfen, um möglichst viele Nährstoffe zu erhalten.

Mehr gesunde Fette
Lange wurde Fett verdammt. Eine kleine Sensation ist, dass die DGE von ihrer alten Vorgabe abgerückt ist, sich fettarm zu ernähren. Matthias Riedl: „Eine neue Studie zeigt, mehr Fett in der Ernährung steht nicht im Zusammenhang mit Übergewicht, sofern man insgesamt nicht zu viele Kalorien zu sich nimmt.“ Deshalb: Vor allem pflanzliche Öle verwenden, die besten Quellen für Vitamin E.

Vollmilch ist gut
Anders als früher werden nicht mehr explizit fettarme Milchprodukte empfohlen. Milch, Joghurt, Käse & Co können wegen ihres hohen Gehalts an Kalzium und Vitamin B2 täglich auf den Tisch. Neue Daten zeigen sogar: Milchfett ist gut für Herz und Gefäße und kann das Risiko für Diabetes senken. Aber Matthias Riedl sagt: „300 bis 400 Gramm am Tag reichen, wenn man Milch verträgt. Alternativen sind Mandel-, Hafer-, Reis- und Kokosmilch.“

Mehr Wasser trinken
Deutlicher als bisher warnen Ärzte vor Alkohol. Er fördere das Entstehen von Krebs, Übergewicht und weiteren gesundheitlichen Risiken. Neu: Es reicht täglich 1,5 Liter Wasser oder ungesüßter Tee aus. „Leitungswasser ist übrigens ein ideales Getränk“, sagt Prof. Hauner, „es kostet wenig, hat hier eine exzellente Qualität.“ Das Wasser sollte lauwarm sein. Eiskaltes mag der Magen nicht.

*: Die DGE ist ein unabhängiger wissenschaftlicher Verein, der zwei Ziele hat: Auswertung wissenschaftlicher Forschung und Ernährungsberatung; sie wird überwiegend von Bund und Ländern finanziert.

Leckere Rezepte finden Sie hier!

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Zwei Ärzte wissen mehr

Posted on: April 7th, 2018 by BayardRedaktion

Warum eine zweite Meinung einholen?

• Die Meinung eines weiteren Arztes kann zwei Dinge bewirken:

Die Zweifel am Therapie bzw. OP-Vorschlag des ersten Arztes werden ausgeräumt – man fühlt sich sicherer, hat auch mehr Vertrauen zum ersten Arzt. Oder: Das ungute Bauchgefühl wird bestätigt.

Beide Varianten helfen. Empfehlen zwei Experten die gleiche Therapie, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie hilft. Rät der Zweite zu anderem, weiß man, es gibt Alternativen – und kann sich weiter informieren.

Ist ein zweiter, anderer Blickwinkel sinnvoll?

• Ja. Ärzte aus verwandten Disziplinen haben einen guten anderen Blick auf die Diagnose. So können Kardiologen gut bewerten, was ein Herzchirurg vorschlägt, Sportmediziner, was ein Orthopäde empfiehlt.

Wann ist die zweite Meinung zwingend?

•  Vor allem bei Eingriffen, die man selbst zahlt und/oder die im Körper etwas unwiderruflich verändern, ist die zweite Meinung ratsam. Einige Beispiele:

–  Aufwendiger Zahn-Ersatz, z.B. wenn ein Implantat gesetzt werden soll.

–  Wirbelsäule soll versteift oder eine künstliche Bandscheibe.

–  Künstliches Gelenk für Hüfte oder Knie.

–  Operation am Herzen (Herzklappe, Bypass)

Mit offenen Karten spielen?

Wer zu einem zweiten Arzt geht, sollte von Anfang an sagen, um dass es um eine zweite Meinung geht. Eventuell kann dann bei einer zweiten Untersuchung auf Ergebnisse des ersten Arztes zurückgegriffen werden, z.B. Röntgenbilder, Laborberichte.

Müssen die bisherigen Ärzte Einblick in die Krankenakte geben?

• Ja, das steht jedem laut Charta der Patientenrechte zu. Gegen Erstattung der Kosten dürfen Kopien gemacht werden.

• Die Krankenkassen übernehmen meist die Kosten für eine zweite Meinung; häufig helfen sie auch geeignete Zweit-Ärzte zu finden. Deshalb auch mit der Kasse sprechen.

Weniger Steuern vorauszahlen

Posted on: April 7th, 2018 by BayardRedaktion
  1. Wer in Rente ist und mehr als 400 Euro Steuern pro Jahr zahlen muss, bekam mit dem Steuerbescheid einen weiteren Brief des Finanzamts: einen Vorauszahlungsbescheid. Darin legt der Fiskus fest, dass vierteljährlich ein bestimmter Betrag als Vorauszahlung auf die Einkommensteuer 2016 zu zahlen ist.
  2. Beim Berechnen der Vorauszahlungen geht das Finanzamt vom Einkommen aus dem Steuerbescheid 2014 aus. Wer aber weiß, dass die Einkünfte 2016 niedriger ausfallen, sollte reagieren und beantragen, die Höhe der Vorauszahlungen herabzusetzen.
  3. Gründe für ein niedrigeres steuerpflichtiges Einkommen können sein:  Der Ehepartner ist 2016 auch in Rente oder arbeitslos,
    • eine Nebentätigkeit wird aufgegeben,
    • eine Heirat,
    • höhere Abzugsmöglichkeiten, etwa für Hilfen im Haushalt oder außergewöhnliche Belastungen.
  4. Wichtig: Der Vor-auszahlungsbescheid ist ein eigenständiger Bescheid, gegen den man separat Einspruch beim Finanzamt erheben kann. Für diesen
    Antrag gibt es keinerlei Fristen – Sie können ihn praktisch jederzeit stellen.

Einen Musterbrief zum Widerspruch finden Sie hier:

Musterbrief Weniger Steuern vorauszahlen

Sind Bio-Lebensmittel gesünder?

Posted on: April 7th, 2018 by BayardRedaktion

Frau Dr. Flemmer, was ist der wichtigste Unterschied zwischen konventionell hergestellten Lebensmitteln und solchen, die nach ökologischen Kriterien produziert wurden?
Dr. Flemmer: Bio bedeutet, dass die Lebensmittel grundsätzlich – also zu 100 Prozent – aus der ökologischen Landwirtschaft stammen. Zu deren Richtlinien gehört die Gesunderhaltung des Kreislaufs Boden – Pflanze – Tier – Mensch. Dazu kommen Regeln zur artgerechten Tierhaltung. Das bedeutet, es dürfen nur eine begrenzte Anzahl von Weidetieren pro Fläche eingesetzt werden. Gentechnik ist ausgeschlossen, Kunstdünger und Pestizide sind verboten und vieles mehr.

Und diese Richtlinien gelten für alle Biobetriebe?
Dr. Flemmer: Ja, davon können Sie ausgehen. Wobei ich sagen muss, dass dies nur die Mindest-Standards sind, also die die Richtlinien der europäischen Bioverordnung. Viel strenger sind die Regeln der jeweiligen Anbauverbände wie beispielsweise Demeter oder Naturland.

Und sind diese Bio-Lebensmittel, auch wirklich gesünder als konventionelle?
Dr. Flemmer: Eine Studie der Uni Newcaste hat das bewiesen. Das Forscherteam um den Biolandwirtschaftsprofessor Carlo Leifert hat nach aufwendiger Auswertung von 343 Untersuchungen festgestellt, dass Biolebensmittel im Schnitt 19 bis 69 Prozent höhere Konzentrationen von sechs Antioxidantien enthalten als konventionelles Essen.

Können Sie das etwas genauer erklären?
Dr. Flemmer: Die Studie konnte eindeutig beweisen, dass Bio-Obst sowie -Gemüse über 40 Prozent mehr Antioxidantien aufweist als konventionelles Obst und Gemüse. Sie schützen die Körperzellen vor dem Angriff freier Radikale, stärken das Immunsystem, hemmen Entzündungen und besitzen eine lebensverlängernde Wirkung. Besonders deutlich war der Unterschied übrigens bei Milch: Stammte sie von biologisch gehaltenen Kühen so enthielt sie 90 Prozent mehr Antioxidantien und gesunde Fettsäuren.

Also lohnt es sich vor allem bei Milch zur Bio-Variante zu greifen?
Dr. Flemmer: Und bei Fleisch. Ich weiß, heute erinnert sich kaum mehr an den Rinderwahnsinn, die Seuche, die ihren Anfang in Großbritannien nahm. Sie wurde durch das Verfüttern von Tiermehl ausgelöst. Tiermehl darf in der Biohaltung gar nicht vorkommen. Dadurch gab es bei Biotieren auch keinen Rinderwahnsinn. Dazu kommt das Verbot von Massentierhaltung und den zugehörigen Antibiotika. Die Resistenzen gegen diese – ursprünglich sinnvollen Medikamente – kosten jedes Jahr Tausenden von Menschen das Leben – auch bei uns.

Spielt es denn eine Rolle ob man zu günstigen Bio-Lebensmitteln aus dem Discounter greift oder muss es unbedingt das teure Demeter-Produkt sein?
Dr. Flemmer: Sicherlich gibt es bei den Anbauverbänden zusätzliche Regeln, deshalb kosten sie im Schnitt auch 30 Prozent mehr. Aber der Mindeststandard – also keine Pestizide und Kunstdünger – muss bei allen Bio-Produkten eingehalten werden. Ob sie nun aus dem Supermarkt stammen oder aus dem Naturkostladen. Achten Sie auf das Bio-Siegel und lassen sich nicht durch Bezeichnungen wie „kontrolliert“, “umweltverträglich“ oder “ungespritzt“ täuschen. Das bedeutet nicht, das dieses Produkt tatsächlich „Bio“ ist.

Gibt es bestimmte Krankheiten, die sich durch eine Bio-Ernährung beeinflussen lassen?
Dr. Flemmer: Das ist schwierig zu beantworten. Erwiesen ist aber, dass Langzeitfolgen wie Krebs eindeutig den Pestiziden (von griechisch pest = Schädling und cidere = töten) zugeschrieben werden können. So ist die Krebshäufigkeit bei landwirtschaftlichen Berufen deutlich erhöht. Dies liegt am Kontakt mit Schädlingsbekämpfungsmitteln, die letztendlich ja auch auf den Lebensmitteln zu finden sind.

Warum sind Bio-Lebensmittel denn überhaupt so viel teurer als konventionelle Ware?
Dr. Flemmer: Weil der Aufwand mit dem sie erzeugt werden viel höher und der Ertrag geringer ist. Denken Sie nur daran, dass bei Bio-Lebensmitteln nur ein Sechstel der Zusatzstoffe der konventionellen Lebensmittel zugelassen sind. Verboten sind beispielsweise Farbstoffe, Süßstoffe, Stabilisatoren und Geschmacksverstärker. Auch künstliche und naturidentische Aromastoffe sind tabu. Das bedeutet zum Beispiel: Frischkäse oder Joghurt wird nicht mit billiger Gelatine gestreckt oder mit künstlichen Aromen der Geschmack von Erdbeeren verliehen. Es handelt sich um echte, ehrliche Lebensmittel, deren Rohstoffe beste Bio-Qualität haben.

Gibt es denn auch Ausnahmen, also Lebensmittel, wo es auch die konventionelle Ware tut?
Dr. Flemmer: Nun ja, nicht jeder kann und will sich Bio-Lebensmittel leisten. Und bei einigen Lebensmitteln kann man relativ gefahrlos zu konventioneller Ware greifen. Zum Beispiel Kaffee. Und es gibt auch Fertigprodukte, die keine Zusatzstoffe enthalten, beispielsweise die von Frosta. Für mich ist es die Aufforderung das Produkt im Regal stehen zu lassen, wenn es eine E-Nummer in der Inhaltsstoffliste aufweist.

Dr. Andrea Flemmer hat ein umfassendes Buch zum Thema geschrieben: Bio-Lebensmittel. Warum sie wirklich gesünder sind. Humboldt Verlag 2014, 200 S., 12,99 Euro.

Einfach leben macht glücklich

Posted on: April 6th, 2018 by BayardRedaktion

Alm statt Alltag

Karin Michalke hat ihr leben auf den Kopf gestellt. Die 42-jährige Drehbuchautorin zog es stets fort aus ihrer Heimat, bis sie sich entschloss, einen Sommer als Sennerin auf einer Alm zu arbeiten. „Seit ich den Führerschein habe, bin ich reingefahren in die Berge. Ich war schon auf dem Watzmann. Und auf der Zugspitze, zu Fuß und mit der Zahnradbahn. Auf der Rotwand, der Brecherspitz, dem Schinder. Ich hab den Wallberg umrundet und das Karwendel durchquert“, erzählt sie und gesteht, dass sie vor ihrer „Auszeit auf der Alm“ Kühe nur beim Wandern gesehen und gestreichelt habe.“ Trotzdem wagte sie das Abenteuer und bewarb sich vor fünf Jahren beim Almwirtschaftlichen Verein Oberbayern (www.almwirtschaft.net) als Sennerin. „Es war zäh die ersten Wochen, so ganz auf sich allein gestellt, fernab vom hektischen Alltag im Tal. Aber irgendwann bin ich in das Almleben hineingewachsen wie ein Baum an den Felsen, auf dem er steht.“ Bereut habe sie keinen Tag, im Gegenteil! Sie kommt seither sogar jeden Sommer wieder und hat dort oben in der freien Natur ihr Glück gefunden.

Auch Martina Fischer (46) zieht es im Sommer auf die Alm. Weg von ihrem Alltag als Krankenschwester. Auf der Krottentaler Alm in den Chiemgauer Bergen lebt sie von Juni bis September ohne Strom und fließend Wasser auf über 1400 Meter Höhe und kümmert sich um 40 Jungkühe, 12 Kälbchen und 2 Milchkühe. Sie lebt mit der Natur, hoch auf dem Berg, mit weiter Sicht über das Tal, mitten im Wettergeschehen und manchmal im Zentrum tobender Gewitter. „Das schenkt mir die Kraft für ein halbes Jahr im Tal“, schwärmt sie. Und obwohl sie hart arbeiten und oft an die Grenzen ihrer körperlichen Kräfte gehen muss, würde sie diese Zeit für keinen Luxus der Welt eintauschen. „Ich empfinde nie und nirgends eine solche Zufriedenheit, ein solches Glück, wie hier oben auf der Alm!“

Familie, Freunde und Vertrauen sind wichtig

Doch woher kommt dieses Glücksgefühl, das uns durchströmt, wenn wir uns auf die wenigen, wichtigen Dinge des Lebens beschränken? Glücksforscher Professor Karlheinz Ruckriegel (66) von der Technischen Hochschule Nürnberg beschreibt das so: „Ein Überfluss an Konsum führt dazu, dass die Zufriedenheitswerte nicht mehr weiter ansteigen. Wir haben alles, sind aber trotzdem nicht glücklich.“ Doch was macht uns wirklich glücklich? „Familie, Freunde, Bildung, Geld, Gesundheit leisten einen Betrag zu unserem Wohlbefinden“, so der Experte. „Das zeigen auch die Ergebnisse des World Happiness Report.“

Im Rahmen dieser weltweit angelegten Studie untersuchen Wissenschaftler seit ein paar Jahren im Auftrag der Vereinten Nationen regelmäßig, wie es um die Lebenszufriedenheit der Menschen bestellt ist. Die besten Chancen auf Glück hat man demnach zurzeit in Dänemark. Hier sind die Menschen im internationalen Vergleich am zufriedensten. Beinahe genauso glücklich sind die Menschen in der Schweiz, Island und Norwegen. Wichtig für die Zufriedenheit der Befragten: Vertrauen, Großzügigkeit und die empfundene Freiheit in Lebensentscheidungen spielen eine wichtige Rolle für das eigene Glück.

Neue Freiheit finden

Auch wenn man Martina Fischer zuhört, taucht das Wort „Freiheit“ immer wieder auf. „Als „Almerin“ wie man im Chiemgau sagt, habe ich keinen Freizeitstress, keine Termine und auch keine Entscheidungen zu treffen.“ Den fünften Almsommer verbringt sie nun schon in den Bergen, melkt Kühe, macht Butter und Käse, mistet den Stall aus und füttert die Tiere. Als Aussteigerin sieht sie sich nicht, dafür liebt sie ihr Leben, ihren Mann und den Pflegeberuf im Tal viel zu sehr. Aber hier oben fühlt sie sich ihrer Kindheit wieder ein Stück näher. Und durch ihr enges Verhältnis zu den Tieren, würde es ihr auch nie langweilig. „Es erfüllt mein Leben auf eine ganz neue Weise.“

Zum Weiterlesen:
  • Karin Michalke: Auch unter Kühen gibt es Zicken. Das wahre Leben auf der Alm. Piper, 272 Seiten, 11 Euro.
  • Martina Fischer/Dorothea Steinbacher: Die Alm – Ein Ort für die Seele Lebensweisheiten, Geschichten und Rezepte einer Sennerin. Kailasch Verlag, 240 Seiten, 19,99 Euro.