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Archive for September, 2017

So überwintern Sie Ihre Lieblingspflanzen

Posted on: September 8th, 2017 by schwarzwaldmaid

Viele Pflanzen, die unseren Garten im Frühling und Sommer schmücken, sind einjährig. Sie lassen sich auch bei größter Mühe nicht überwintern. Bei mehrjährigen Pflanzen jedoch lohnt der Aufwand: beispielsweise Lilien, Fuchsien, Geranien, Bleiwurz, Zitrusfrüchte, Oleander und Olivenbäumchen lassen sich gut im Haus durch den Winter bringen.

Gartenpflanzen überwintern – so geht es

Als Faustregel zum Überwintern gilt viel Licht und wenig Wasser. Einmal wöchentlich Wässern sollte genügen; hier hilft es, wenn Sie mit den Fingern nachprüfen, ob die Erde bereits trocken ist. Es sollte sich im besten Fall keine Staunässe bilden. Außerdem empfiehlt sich Wasser in Raumtemperatur.

Der richtige Schnitt

Wer einen kalten Winter befürchtet, der sollte sich an einen Frühjahrsschnitt halten; denn wer im Herbst zuschneidet, der riskiert, dass der Frost durch die Schnittflächen in das Innere der Pflanze kriecht. Selbst bei Kübelpflanzen, die im Inneren des Hauses überwintern, lohnt der Schnitt im Frühjahr, da die Schnittwunden besonders gut heilen, wenn sie noch in der Ruhephase sind, die Sonne jedoch bereits an Kraft gewinnt.

Ab September benötigen die Pflanzen Ruhe. Darum sollten Sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr düngen, sonst treiben die zarten Triebe zu früh aus.

Drinnen überwintern oder draußen lassen?

Tropische und subtropische Pflanzen wie Agaven, Palmen, Yuccas, Papyrus oder Bananen sind im Winter auf der Fensterbank oder einem anderen hellen Ort gut aufgehoben. Im besten Fall unterstützt man die Pflanzen durch niedrige Temperaturen von 5–10 °C, damit der Stoffwechsel heruntergefahren wird. Gut eignen sich hier Wintergärten, Garagen, Kellerräume oder Treppenhäuser, die lichtdurchflutet und unbeheizt sind. Je kühler der Raum, desto dunkler kann er auch sein.

Diejenigen Pflanzen, denen leichte Minusgrade nichts anhaben, genügt es vielleicht schon, in der Nähe des Hauses oder einer Mauer zu stehen, da hier der Wind nicht ganz so ungeschützt pfeift und etwas Wärme nach außen dringt.

Alle anderen Pflanzen, die draußen bleiben, sollten gut eingepackt werden, um dem Frost trotzen zu können. Hier helfen beispielsweise Tannenzweige, Styropor und Jutesäcke. Dann sind Blüten wie Hortensien sogar im Winter noch eine Zierde. Selbst Pflanzen aus unseren Breitengraden können mit einem kleinen Schutz vor den klirrend kalten Wintern im kommenden Jahr wieder besser aus der Winterruhe starten.

Achtung vor Pilzen, Schädlingen und Co.

Pflanzen neigen im Winter zu Pilzinfektionen und Schädlingsbefall.Das gilt besonders dann, wenn die Sonne stark scheint und die Temperaturen wieder steigen. Unter Gartenvlies und Co. kann es da schnell stickig und feucht werden. Deshalb ist die regelmäßige gründliche Kontrolle dringend nötig. Blätter, die befallen oder welk sind, sollten baldmöglichst entfernt werden.

Braune Blattspitzen und Schädlinge können gerade im Haus auch ein Hinweis auf zu wenig Luftfeuchtigkeit sein. Hier hilft ein gelegentliches Lüften an wärmeren Tagen oder Schalen mit Wasser, die im Zimmer aufgestellt werden.

Wann dürfen die Pflanzen wieder raus?

Wirklich sicher vor Frösten ist man in unseren Breitengraden erst, wenn die Eisheiligen vorbei sind. Die Gefahr ist mit der kalten Sophie am 15. Mai gebannt. Bis dahin besteht stets die Gefahr vor Nacht- und Spätfrösten. Wer seinen Garten trotzdem schon vorher mit den sorgsam umhegten Pflanzen schmücken möchte, der muss gegebenenfalls die Kübel bei drohendem Frost wieder ins Warme bringen.

Beliebte Gartenpflanzen, die sich gut überwintern lassen

Sie bleiben draußen. Stehen sie im Topf, sollte man eine Styroporplatte zum Schutz von unten darunterlegen. Gut geht es ihr auch unter einem Mantel aus Jute. Einmal wöchentlich gießen.

Am besten drinnen bei viel Licht unter 10 Grad in einem Blumenkasten, in dem sich nur Artgenossen befinden. Alle Triebe zurückschneiden, mäßig gießen.

15 Grad sind ideal, z.B. in einem hellen Wintergarten im Halbschatten. Die Erde mäßig feucht halten und Zugluft vermeiden. Dann übersteht der Hibiskus den Winter gut.

Gepflanzt an einen windgeschützten Ort übersteht er den Winter am besten draußen. Ringsum Mulch ausstreuen – Kübel mit Stroh auskleiden. Mäßig gießen.

Zurückschneiden, Blätter entfernen. Bester Ort: Gewächshaus, zwischen 3 und 8 Grad, viel lüften. Boden eher trocken halten. Rapsöl aufsprühen gegen Milben.

Bildquelle: ©shutterstock

 

Stars im Herbst: Maronen

Posted on: September 8th, 2017 by schwarzwaldmaid

Ob in der Fußgängerzone oder auf den Märkten: Wenn die Maronen-Stände aufgebaut werden, ist Weihnachten nicht mehr weit. Die dreieckigen Tüten mit den dampfenden Kastanien gehören für viele zum Herbst und auch zur Vorweihnachtszeit einfach dazu.

 

 

Die Marone – oder ihre kleineren Schwestern, die Esskastanien – gehören zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. Schon die alten Römer nutzten sie als Mehlersatz. Im Mittelalter waren sie bekannt als „das Brot der armen Leute“. Heute gibt es Maronenmehl, das aus getrockneten und geschälten Früchten gewonnen wird, sogar im Feinkostladen zu kaufen. Ob Brot, Brot, Nudeln oder Polenta – Maronenmehl lässt sich vielfältig einsetzen.

Gut so, denn Maronen sind sehr gesund. So liefern sie viel Kalium für den Aufbau der Körperzellen. Ihre B-Vitamine sind am Aufbau der roten Blutkörperchen beteiligt, straffen die Haut und fördern die Funktion des Gehirns. Ein weiterer Pluspunkt für Knochen und Nerven ist ihr hoher Anteil an Kupfer.

Auch beim Abnehmen helfen Maronen. Der Grund: Sie enthalten viel weniger Fett als etwa Hasel- oder Walnüsse, dafür aber viele Kohlenhydrate. Jeder, der die klassische Tüte mit zehn Stück am Stand kauft, weiß, wie gut Maronen sättigen. Und viele Ballaststoffe heißt auch, dass sie die Verdauung gut unterstützen. Dass man sich nach ihrem Genuss gut fühlt, liegt auch daran, dass sie dafür sorgen, dass der Blutzuckerspiegel nur schrittweise steigt und stabil bleibt. Also: Bei Maronen ist Naschen erlaubt.

Leckere Rezepte für Kuchen mit Maronen finden Sie hier.

 

Wohin mit alten Sachen?

Posted on: September 8th, 2017 by schwarzwaldmaid

„Wenn man jung ist, braucht man alles fürs Nest, wenn man älter wird, wird einem alles zu viel.“ Eine Erkenntnis, die viele teilen, wenn z.B. die Kinder das Haus verlassen oder wenn man merkt, dass viele Sachen auch viel Arbeit bedeuten – zu viel. Überfluss ist das Stichwort, zu dem – so sagt die Statistik – 76 Millionen Menschen in Deutschland etwas sagen können. Mehr als 4 Millionen leben am Rande des Existenzminimums oder darunter. Und die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter.

Die junge Generation hat längst reagiert. Recycling-Trends, der Hang zu immer weniger Besitz, die Share-Kultur, bei der man wenig hat und vieles teilt, findet immer mehr Anhänger.

Und die Generation 50+ steht mittendrin. Von den Eltern geprägt, Erarbeitetes, Erspartes und Gekauftes zu ehren und zu erhalten, beneiden viele die Jüngeren, die buchstäblich mit zwei Koffern in den Händen die Welt erobern. Ballast abwerfen, heißt darum das Ziel. Sich leichter machen, sich von Büchern, Kleidung, Möbeln, Hausrat, von Sammlungen und Schmuck zu trennen, ist eine große Aufgabe, der sie sich stellen wollen – und müssen.

Das fällt dem einen leichter als dem anderen. Aber die meisten berichten danach von einem befreiten Gefühl. Das bestätigt Aufräum-Expertin Birgit Medele: „Bei Geschenken und Erbstücken schwingt das Gefühl der Verpflichtung mit. Die Dinge lähmen uns“, weiß sie. Und auch, wie gut es sich anfühlt, wenn man sich den Rück gegeben hat und Ballast abwirft. Viele Menschen verbinden Bücher, Deko und Vertrautes um sich herum als Schutz, so die Expertin und Autorin des Ratgebers „Leben statt kleben. Loslassen, Ballast abwerfen und die Leichtigkeit des Seins wiederentdecken“ (Edition Lichtland, 12,80 Euro.) Doch der Schein trügt. Irgendwann rührt sich bei jedem das Gefühl der Gefangenheit durch alte Dinge.

Die gute Nachricht: Weil dies vielen Menschen so geht, ist man zum einen nicht allen mit der Aufgabe des Entrümpelns und kann man zum anderen immer mehr Anlaufstellen finden, bei denen man alte Dinge loswerden kann. Entweder um sie zu verkaufen oder für soziale Zwecke zu spenden. Für beides gibt es zahlreiche Anlaufstellen.

Eine Auswahl finden Sie hier.