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Archive for Oktober, 2013

Doppelte Beiträge zur Krankenkasse

Posted on: Oktober 15th, 2013 by schwarzwaldmaid

Vorsicht ist geboten: wer in den nächsten Jahren in Rente geht, sollte heute schon den Status bei der eigenen Krankenkasse prüfen. Denn Millionen Rentner müssen doppelte Beiträge zur Krankenkasse zahlen, viele sogar drei-, vier- oder fünffache Beträge!

Die große plus-Übersicht in Heft 11/2013 zeigt, wer davon betroffen ist  – und was man frühzeitig tun sollte, um genau das zu vermeiden.

Eine Übersicht, die tausende Euro wert sein kann.

(Stand: November 2013)

 

Solar auf dem Dach, Rente gekürzt

Posted on: Oktober 15th, 2013 by schwarzwaldmaid

Viele Rentner erzeugen umweltfreundlichen Strom – und ahnen nicht, dass die Rentenkasse womöglich Tausende Euro zurückfordern kann. Und zwar auch noch rückwirkend!
„Denn die Einnahmen aus einer Photovoltaik-Anlage gelten als Zuverdienst, da das Steuerrecht die Gewinne der Einspeisevergütung in der Regel als Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb wertet“, sagt Markus Deutsch, Steuerberater aus Berlin.

Erhebliche Auswirkungen auf die Rente

Was sich nach steuerbürokratischem Klein-Klein anhört, hat erhebliche Folgen auf die Rente. Denn: Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb, aus selbstständiger Tätigkeit und aus Land- und Forstwirtschaft müssen der Rentenversicherung gemeldet werden“, warnen Rentenberater, „und schmälern ab einer bestimmten Höhe die Frührenten und die Rente wegen Erwerbsminderung“.

Das Gefährliche für Rentner, die noch keine 65 sind: Prüft oder erfährt die Rentenkasse von den Einnahmen aus der Solaranlage, dann wird nachträglich ein Teil der Rente zurückgefordert, das kann schnell in die Tausende gehen.
Das plus Magazin zeigt anhand von Beispiel-Rechnungen in der Ausgabe 11/2013, worauf im Detail zu achten ist, um Kürzungen zu vermeiden.

 

Höhere Zuschüsse für Hörgeräte

Posted on: Oktober 10th, 2013 by schwarzwaldmaid

Der Zuschuss erhöht sich dann von 421,28 Euro auf 784,94 Euro.

Darauf sollten Sie achten

Hörgeräte-Akustiker müssen zu diesem Preis ein Gerät anbieten, sodass auch ohne Zuzahlung der Kauf eines neuen Hörgeräts möglich ist. Wer ein teureres Hörgerät (viele Geräte kosten um die 2.000 Euro) benötigt, sollte mit dem Arzt reden. Denn die Krankenkassen müssen auch teure Geräte bezahlen, wenn mit den günstigeren Geräten kein ausreichendes Hör-Vermögen erreicht wird. Entscheidend ist die medizinische Notwendigkeit.

Wer noch berufstätig ist und gut hören muss, sollte auf bestmögliche Geräte bestehen – auch wenn die Krankenkasse dies zuerst ablehnt. Dann sollten Sie unbedingt Widerspruch einlegen. 

Gut zu wissen: auch die Rentenversicherung, die Arbeitsagentur und die gesetzliche Unfallversicherung geben Zuschüsse zu Hörgeräten, wenn diese beruflich notwendig sind – deswegen lohnt es sich, auch dort nachzufragen. Und Krankheitskosten, wenn möglich, absetzen.

Immer mehr Schwerhörige in Deutschland

14,9 Millionen Menschen, also jeder Fünfte in Deutschland ist schwerhörig. Vor fünf Jahren waren es noch eine Million Menschen weniger. Die Kommunikation zu anderen bildet einen entscheidenden Pfeiler unserer zwischenmenschlichen Beziehungen. Umso wichtiger ist es, gut hören zu können und dies ggf. mit entsprechenden Hörgeräten zu unterstützen.

Anteil Schwerhöriger in %
Insgesamt 21 %, davon:
50 – 59-Jährige: 25 %
60 – 69-Jährige: 37 %
70 – 79-Jährige: 54 %
(Quelle: Deutscher Schwerhörigenbund)

 

Tanzen Sie sich fit!

Posted on: Oktober 10th, 2013 by schwarzwaldmaid

Ob Zumba oder Bokwa, Stepp-Aerobic oder Hula – Tanzen ist eine der besten Arten, um fit zu bleiben, das bestätigen jetzt sogar wissenschaftliche Studien. Aber die neuen Tänze, die jetzt überall angeboten werden, machen auch riesigen Spaß. Und das Schöne: Für diese Tänze benötigt man meist nicht einmal einen Tanz-Partner. Doch viele Frauen wissen nicht, wo man mit 50 oder 60 auch ohne Mann tanzen kann. Wir verraten es.

Hier wird getanzt:

  • Tango, Rumba, Walzer: Tanzschulen bieten Kurse, offene Treffs und vermitteln Partner.
  • Zumba, Bokwa, Bollywooddance: Sportlich austoben kann man sich außerdem in Fitness-Studios, Volkshochschulen, Turn- und Sportvereinen.
  • Wiener Walzer, Discofox: Unkompliziertes Schwofen ist am besten beim Tanztee möglich. Den nächsten findet man unter www.tanzab30.de/tanzlokale.html
  • Tanzpartner findet man unter www.tanzpartner.de

Tanzen ist Medizin!

Professor Gunter Kreutz, Musikwissenschaftler erforscht u. a. die Effekte von Tanz auf die Gesundheit.

Herr Professor Kreutz, wer gerne tanzt, fühlt sich dabei beschwingt und glücklich. Hat Tanzen auch einen langfristigen Effekt?
PROF. KREUTZ; Absolut! Zum Beispiel zeigte eine große Studie, dass Paar-Tanzen das Risiko für Demenz um 76 Prozent reduziert!

Was passiert im Gehirn?
KREUTZ: Wenn man tanzt, muss das Gehirn sehr viele Dinge steuern: Motorik, Aufmerksamkeit, Langzeit-, Kurzzeit-Gedächtnis. Forschungen belegen, je komplexer das Gehirn gefordert wird, umso besser ist der vorbeugende Effekt gegen Demenz.

Tanzen kann noch mehr?
KREUTZ: Ja! Es gibt eindrucksvolle Hinweise, dass Tanzen beispielsweise bei Parkinson oder multipler Sklerose ähnlich gut wie Medikamente wirken kann.

Wie schafft Tanzen das?
KREUTZ: Vor allem über die Psyche. Tanzen bewirkt, dass sich Menschen mit Beschwerden innerlich zumindest etwas von ihrem schlechten Befinden distanzieren. Und genau das ist das positive Signal, dass Kranke brauchen: „Ich habe noch etwas unter Kontrolle und ich kann immer noch schöne Dinge empfinden.“

 

Arbeiten nach der Pensionierung – darauf sollten Sie achten

Posted on: Oktober 10th, 2013 by schwarzwaldmaid

Arbeiten auch nach der Pensionierung – eine Leserin berichtet

„Die Freiheit nehm ich mir“

Reisen, Studium, Tanzen – seit Maria Luise Damrath als Dozentin für Religion pensioniert wurde, hat sie Zeit für ihre unendlich vielen Interessen. Und arbeiten? Geht sie auch noch. Aber nur, wann sie will!

„Arbeiten? Damit habe ich nie wirklich aufgehört. Weil es mir Spaß macht“, sagt Maria Luise Damrath. 74 ist die gebürtige Potsdamerin – und wirkt viel jünger. Vielleicht, weil jeder Tag so erfüllt ist. Sie arbeitet als Organistin und leitet Wochenendseminare für Bibliodrama mit kreativen Methoden, um biblische Geschichten persönlich erfahrbar zu machen. „Dabei geht es mir nicht ums Geld“, betont sie. „Viel wichtiger ist mir die Freude dabei. Und dass die Arbeit mir genügend Freiheit für meine anderen Interessen lässt.

Die Liste ihrer Aktivitäten ist lang: Sie musiziert, nimmt an Diskussionsrunden teil, lernt lateinamerikanische Tänze, reist als Rucksacktouristin um den ganzen Globus, pflegt ihre Freundschaften, besucht ihre Familie, verreist mit den Enkeln. Ein wichtiger Teil ihres Lebens ist zurzeit ein Studium: Sie macht ihren Master in Politik an der Humboldt-Viadrina „School of Gouvernance“ in Berlin. „Ich will keine Routine, bin offen für alles Neue. Das einzig Regelmäßige in meinem Alltag ist mein morgendliches Bad im Wannsee. Ansonsten lasse ich den Tag mit seiner Fülle an Möglichkeiten auf mich zukommen.

Mein persönlicher Tipp: auf eigene Bedürfnisse und Grenzen achten, lernen „Nein“ zu sagen, um jeden Tag zu genießen, auch das Nichtstun.

Wer als Rentner arbeitet, sollte auf diese Dinge achten:

  1. Wer noch nicht die Regelaltersgrenze erreicht hat, darf nur maximal 450 Euro je Monat verdienen (und in 2 Monaten im Jahr 900 Euro). Wird nur ein Euro mehr verdient, wird die Rente drastisch gekürzt – je nach Rente um mindestens 1/3 oder sogar die Hälfte.
  2. Wer über der Regelaltersgrenze ist, darf so viel Geld verdienen, wie er möchte – und erhält trotzdem die volle Rente.
  3. Wer Rente erhält und angestellt arbeitet, zahlt Steuern und Beiträge zur Kranken- und Pflegekasse; aber keine Beiträge mehr zur Renten- und Arbeitslosenversicherung – das Nettogehalt ist also ungleich höher.
  4. Lukrativer ist es, wenn man in Rente auf selbstständiger Basis (Berater-Vertrag) arbeitet.
  5. Rentner, die als Angestellte arbeiten, erhalten so viel Urlaub wie die Kollegen. Sonderregeln gibt es meist nicht.

 

Wie Ärzte Körpersignale deuten

Posted on: Oktober 10th, 2013 by schwarzwaldmaid

Flecken auf der Haut, Rillen in Fingernägeln, zuckendes Augenlid, eine außergewöhnlich glatte Zunge – solche Signale sendet jeder Körper, vor allem im Alter. Doch was bedeutet dies? Welche Zeichen sind harmlos? Welche ein Alarmzeichen? Wann müssen Sie sofort zu einem Arzt?

Wie Ärzte über das Beschreiben von Körpersignalen zu einer Diagnose kommen, das erläutert der Hausarzt Hans Michael Mühlenfeld. Dabei spielt die Wahrscheinlichkeit eine große Rolle.

Herr Dr. Mühlenfeld, auf welche Signale des Körpers achten Sie zuerst, wenn jemand zu Ihnen in die Sprechstunde kommt?
MÜHLENFELD: Zuerst schätze ich ab, ob die Beschwerden, die mir ein Patient schildert oder die ich sehe, fühle oder messe, auf einen gefährlichen Verlauf einer Krankheit hinweisen.

Welche Anzeichen sind das?
MÜHLENFELD: Beispielsweise können Brustschmerzen auf einen Herzinfarkt hinweisen, halbseitige Lähmungen auf einen Schlaganfall, blutiger Auswurf auf eine akute Bronchitis, gelblich verfärbte Augen auf Probleme mit der Leber. Hohes Fieber, extreme Blutdruckwerte, rasender Puls und noch einige andere Signale deuten ebenfalls auf Gefahren hin. Kann ich aber Gefahr für Leib und Leben ausschließen, lasse ich die Ursachen offen, da es sich in der Regel um eher harmlose Krankheiten handelt, die sich oft von allein wieder geben.

Das heißt, Sie wollen dann nicht genau wissen, was der Patient hat?
MÜHLENFELD: Ja, das heißt es. Nur wenn Gefahr besteht, müssen wir Ärzte so genau wie möglich wissen, was hinter den Signalen steckt, um einen gefährlichen Verlauf abzuwenden.

Und wenn keine Gefahr besteht?
MÜHLENFELD: Dann behandele ich die Symptome der Krankheit.

Wie lange benötigen Sie, um abzuschätzen, ob Gefahr besteht?
MÜHLENFELD: Das ist natürlich immer individuell, oft geht es aber sehr schnell. In der Grippe-Saison beispielsweise weiß ich nach einer Minute, ob die Anzeichen auf einen gefährlichen Verlauf hinweisen.

Das klingt ganz schön kurz!
MÜHLENFELD: Das kommt darauf an, was ich in der Minute mache. Ich frage nach Symptomen, höre bei Hinweisen auf Grippe die Lunge ab, schaue in den Rachen. Man muss auch bedenken, dass wir Hausärzte die meisten Menschen gut kennen, die zu uns kommen: im Durchschnitt schon seit 13 Jahren. Zum Vergleich: Eine Ehe in Deutschland hält im Schnitt nur sieben Jahre. Ich weiß also, wie meine Patienten aussehen, wenn es ihnen gut geht. Bei einigen ist mir aber auch klar: Die kommen nur, wenn es ihnen richtig schlecht geht. Bei anderen weiß ich, dass sie eher unsicher sind, was die Signale ihres Körpers angeht, die kommen früher.

Nicht alle Signale bereiten Beschwerden. Trotzdem ist man verunsichert, ob vielleicht doch etwas Ernstes dahintersteckt …
MÜHLENFELD: Dann sollte man den Hausarzt anrufen, die Signale beschreiben. Viele Hausärzte sind auch am Wochenende für solche Fälle erreichbar. Falls nicht, erreicht man bundesweit nachts, an Wochenenden und Feiertagen einen niedergelassenen Arzt unter der zentralen Telefonnummer 116 117. Infos dazu gibt es im Internet unter www.116117info.de

Was kann man tun, um Ärzten bei der Diagnose zu helfen?
MÜHLENFELD: Bevor man in die Sprechstunde geht oder einen Arzt anruft, sollte man sich selbst folgende Fragen beantworten:

  • Was habe ich gegen meine Beschwerden schon selbst unternommen? Hat es geholfen?
  • Was vermute ich selbst, was hinter den Beschwerden steckt?
  • Seit wann habe ich die Beschwerden?
  • Bei Schmerzen: Wie fühlen sie sich genau an: stechend, dumpf, pochend, ausstrahlend?