Weitere Internetseiten von Bayard-Media:

Archive for September, 2013

Das sollten Sie beim Berliner Testament beachten

Posted on: September 25th, 2013 by plusadmin

56 % aller Ehepaare haben kein Testament. Die Folge: Stirbt ein Partner kann der hinterbliebene Ehepartner nicht mehr frei entscheiden, wenn Kinder vorhanden sind.

Machen Ehepartner ein Testament, dann meist ein Berliner Testament, in dem sie sich gegenseitig als alleinige Erben einsetzen und die Kinder zuerst leer ausgehen. Doch viele merken erst, wenn der erste Partner gestorben ist, wie viele Fallen das Berliner Testament enthält. Und dann ist es zu spät.

plus Magazin zeigt, auf welche Details Paare achten sollten. Dazu steht Jan Bittler, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge (DVEV) und Fachanwalt für Erbrecht, Rede und Antwort:

Warum ist das Berliner Testament bei Ehepaaren so beliebt?

Weil es Paaren gegenseitige Sicherheit bietet: Stirbt einer der Partner, so erbt der zweite das ganze Vermögen und kann frei über das Erbe verfügen. Die Kinder und die weiteren Erben erhalten im Regelfall vorerst nichts. Sie werden aber zu Schluss-Erben nach dem Tod des zweiten Elternteils und erben erst dann.

Worin besteht der Unterschied zu einem normalen Testament?
Das Berliner Testament ist ein gemeinsames Testament von beiden Ehepartnern. Normalerweise sind Testamente Verfügungen einer einzelnen Person.

Wer kann generell ein Berliner Testament machen?
Nur Ehegatten und eingetragene Lebenspartner können dieses gemeinschaftliche Testament errichten. Nicht möglich ist es für nicht eheliche Lebensgefährten.

Gibt es bestimmte Formvorschriften, damit die Verfügung wirksam ist?
Ja. Ein Berliner Testament muss, wie jedes Testament, von A bis Z handschriftlich verfasst sein. Es reicht aber aus, wenn einer der Ehegatten es handschriftlich schreibt und der andere Partner die gemeinschaftliche Erklärung eigenhändig mit unterschreibt. Es sollte mit ausgeschriebenem Vor- und Nachnamen unterschrieben werden.

Muss man für ein Berliner Testament zu einem Notar gehen?
Zwingend ist es nicht, aber auf jeden Fall empfehlenswert. Denn auch wenn sich das Prinzip des Berliner Testaments sehr einfach anhört – es enthält viele Fallen.

Was passiert, wenn ein Partner bereits ein Testament verfasst hat?
Das gilt dann nicht mehr. Denn mit dem Einsatz des Berliner Testaments werden alle anderen zuvor verfassten Testamente unwirksam.

Kann der erbende Partner immer frei über das Vermögen verfügen?
Das hängt davon ab, ob das Testament nach dem Einheits- oder Trennungsprinzip erstellt wurde: Beim Einheitsprinzip wird der länger lebende Ehegatte Vollerbe des gesamten Vermögens und kann darüber tatsächlich frei verfügen.

Beim Trennungsprinzip setzen sich die Ehegatten gegenseitig als Vorerben und Dritte, z. B. die Kinder, als Nacherben ein. Die beiden Vermögensmassen der Ehegatten bleiben also getrennt. Hier kann der Überlebende nicht unbedingt frei über das Vermögen des zuerst Gestorbenen verfügen.

Wann empfiehlt sich das Trennungsprinzip?
Immer dann, wenn einer der beiden Partner ein bedeutend größeres Vermögen besitzt und er oder sie sicherstellen möchten, dass nach dem Tod wichtige Teile davon (beispielsweise eine wertvolle Immobilie oder ein Betrieb) erhalten bleiben.

Was gilt, wenn das Prinzip nicht zu erkennen ist?
Enthält das Testament keine eindeutigen Bestimmungen, so ist durch Auslegung zu ermitteln, welche der beiden genannten Formen gewählt worden ist. Im Zweifel greift nach § 2269 BGB die gesetzliche Vermutung für das Einheitsprinzip.

Was passiert, wenn man ein Berliner Testament aufgesetzt hat, die Ehe aber scheitert?
Das hängt von der Form des Scheiterns ab: Trennen sich die Ehepartner, bleibt das Berliner Testament weiterhin bestehen. Erst mit einer rechtskräftigen Scheidung der Ehe wird es (automatisch) unwirksam.

Können die Kinder beim Berliner Testament den Pflichtteil geltend machen?
Ja. Viele denken, dass die Kinder, die ja sowieso Schluss-Erben nach dem länger lebenden Ehegatten werden, keinen Anspruch auf den Pflichtteil nach dem Tod des erstversterbenden Elternteils haben. Das ist aber ein Irrtum – Kinder haben immer einen Anspruch auf den Pflichtteil.

Darf der Überlebende das Testament nach dem Tod des Ehegatten ändern?
Nein. Das Testament kann einseitig vom hinterbliebenen Ehegatten nicht mehr geändert werden, selbst wenn es wünschenswert und auch dem Willen des bereits verstorbenen Partners entspräche.

Gibt es Klauseln, mit denen man doch Änderungen erreichen kann?
Ja. Man kann im Berliner Testament eine ausdrückliche Ermächtigung zur Abänderung der wechselseitigen Verfügung festhalten. Sie besagt, dass der überlebende Partner die Schluss-Erben oder Vermächtnisse auf den Schluss-Erbfall abändern kann. Diese Freistellungsklausel muss aber im Testament stehen.

Und wenn die Freistellungsklausel fehlt?
Der überlebende Ehegatte kann dann die Verfügung aufheben, indem das Erbe innerhalb einer Frist von sechs Wochen (nach dem Tod des ersten Partners) ausgeschlagen wird. Dann bricht das Berliner Testament zusammen und es gilt die gesetzliche Erbfolge. Der überlebende Ehegatte erbt die Hälfte und die Kinder die andere Hälfte. Dann können alle frei über den Nachlass verfügen.

Gibt es noch weitere Fallen, die sich in dem Berliner Testament verbergen?
Neben der lebenslangen Bindung für beide Partner fesselt das Berliner Testament besonders dann den überlebenden Partner, wenn im Testament sehr konkret bestimmte Dinge, Summen oder Werte angesprochen werden. Oder: Wenn nicht die Kinder Schluss-Erben sein sollen, sondern im Berliner Testament auch noch die Enkel erwähnt werden; denn dann sind nicht nur der überlebende Partner, sondern auch die Kinder durch das Testament gefesselt.

Was sind die wichtigsten Tipps für Ehepartner?

    1. Keine konkreten Summen und Dinge im Berliner Testament erwähnen, sondern nur vom Vermögen sprechen.
    2. Dem überlebenden Partner eine Freistellungsklausel einräumen.
    3. Mit den Kindern einen Pflichtteilverzicht nach dem Tod des ersten Elternteils vereinbaren.

Gibt es Alternativen zu einem Berliner Testament?

Wenn das Berliner Testament zu viele Tücken hat, bietet sich ein Erb-Vertrag als Alternative, er muss jedoch immer von einem Notar aufgesetzt werden.

Die Vorteile sind:

  • Der überlebende Partner ist an keine Verpflichtungen gegenüber den Schluss-Erben gebunden und kann über das Vermögen frei verfügen.
  • Der überlebende Partner kann zusätzlich ein eigenes Testament aufsetzen und so genaue Bestimmungen für den eigenen Tod treffen.
  • Die Kinder erhalten bereits beim ersten Todesfall den Pflichtteil.

 

10 Tipps, um endlich wieder gut zu schlafen

Posted on: September 25th, 2013 by plusadmin

Warum es Schönheitsschlaf heißt oder schlaf dich gesund?

„Ganz einfach. In der Nacht laufen im Körper viele wichtige Prozesse ab: Die Haut erneuert sich, das Knochenmark bildet neues Blut, das Immunsystem neue Killerzellen, das Gehirn verarbeitet wichtige Informationen. Schläft man dagegen über Tage, sogar Wochen schlecht, kann man krank werden“, warnt der renommierte Schlafmediziner Michael Feld aus Köln, „schwache Abwehrkräfte, Übergewicht und Depressionen können die Folge sein.“

Doch so weit muss es nicht kommen. Diese 10 Tipps helfen bei Schlafproblemen:

1. Möglichst dunkel

Sobald es dunkel ist, schüttet die Zirbeldrüse im Gehirn Melatonin aus – ein Hormon, das müde macht. Deshalb: Rolläden runterlassen oder lichtdichte Vorhänge vors Fenster ziehen. Muss man nachts auf die Toilette, keine Festbeleuchtung anmachen!

2. Für Ruhe sorgen

Straßenlärm oder das Schnarchen des Partners – laute Geräusche verhindern die erholsamen Tiefschlaf-Phasen. Selbst wenn man oberflächlich schläft, registriert das Unterbewusstsein noch den Lärm. Deshalb Ohr-Stöpsel oder ähnliche Hilfen verwenden.

3. Richtig heizen

Bei 18 bis 19 Grad schläft man am besten. Sind es über 20 Grad wird dem Körper so warm, dass man wach wird bzw. einen leichteren Schlaf hat.

4. Ruhig in den Schlaf starten

Kommen Sie ein, besser noch zwei Stunden vor dem Zubettgehen zur Ruhe. Führen Sie dann im besten Fall keine aufwühlenden Telefonate mehr.

5. Am Tag bewegen

Kaum etwas macht auf natürliche Art so müde, wie sich tagsüber an der frischen Luft zu bewegen. Schlafforscher stellten fest, dass 30 Minuten zügig spazieren gehen dafür schon genügen. Ideal ist, wenn man das bei Tageslicht schafft; das unterstützt den Tag-Nacht-Rhythmus.

6. Tagsüber nur dösen

Verzichten Sie mittags auf ein langes Nickerchen, weil es dem Körper abends den Schlafdruck nimmt.

7. Leichtes essen

Vor allem abends gilt: je aufwendiger Magen und Darm verdauen müssen, umso unruhiger ist der Schlaf.

Deshalb nicht kurz vor dem Zubettgehen essen und allzu deftige Gerichte zu sich nehmen. Besser ist eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und Fisch.

8. Atem beachten

Schnarcher bekommen mit den Jahren häufig nächtliche Atempausen. Diese setzen den Körper jedes Mal erheblich unter Stress, weil er glaubt zu ersticken. Tatsächlich sinkt der Sauerstoff-Gehalt im Blut stark ab. Auf längere Sicht steigt so das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Depressionen. Ist dies der Fall, sollten Sie sich dringend von einem Schlafmediziner untersuchen lassen.

9. Bitte ohne Bier

Auch wenn der Genuss von Alkohol zunächst beruhigend wirkt und müde macht, so blockiert er doch den Tiefschlaf. Der Grund: Die Leber muss auf Hochtouren arbeiten, um die Promille aus dem Blut zu entfernen.

10. Profi fragen

Wer öfter als dreimal pro Woche länger als drei Stunden pro Nacht wach liegt und dies länger als drei Wochen anhält, der sollte zum Hausarzt oder zum Schlafmediziner gehen.

 

So laden Sie Ihre Akkus wieder auf

Posted on: September 25th, 2013 by plusadmin

Man fühlt sich erschöpft, ausgelaugt. Sehnt sich nach Ruhe. Doch die meisten Menschen wissen gar nicht, was ihnen wirklich guttut.

Für den einen ist es Yoga, für den anderen ein Tangokurs. Was wir zum Auftanken brauchen, ist völlig individuell. Und nur wer seinen Entspannungstyp kennt, kann gezielt auftanken. Die Psychologin Maja Storch sagt uns im Interview, was wir beachten müssen.

Frau Storch, als Psychologin beschäftigen Sie sich mit dem Thema Auftanken und Entspannen, haben sogar ein eigenes Konzept entwickelt: die sogenannte Mañana-Kompetenz. Warum fällt es Menschen heute eigentlich so schwer, ihre Akkus regelmäßig und richtig aufzuladen? Die enorm steigende Zahl von Burn-out-Kranken zeigt dies ja.

Storch: Das ist richtig und hat vor allem zwei Gründe:

  • Durch die moderne Technik, mit der man überall erreichbar ist, sind die Übergänge zwischen Privatem und Beruflichem für viele fließend geworden.
  • Außerdem geraten viele Menschen in Freizeit-Stress. Sie glauben bei der Erholung klappt es nur, wenn man diese perfekt organisiert, und es soll natürlich besonders toll ablaufen.

Eine Falle, in die besonders Frauen ab 50 häufig tappen?

Storch: Absolut! Die Generation der Pflichtbewussten, die nichts liegen lassen kann, alles sofort erledigen und abhaken will. Die perfekt sein will. Die jüngeren Frauen sind Gott sei Dank oft viel egoistischer, was ihre eigenen Bedürfnisse und ihr eigenes Wohlfühlen betrifft.

Und wie sieht es bei den Männern aus?

Storch: Sie neigen dazu, sich zu viel zuzumuten. Frauen dagegen sind generell achtsamer mit sich, spüren instinktiv, wenn sie die Notbremse ziehen müssen, suchen sich Auftankstationen wie Yoga, ihren Garten, Treffen mit Freundinnen. Männer aber arbeiten oft bis zum Umfallen – je höher in der Hierarchie, desto intensiver. Sie laden ihre Akkus seltener zwischendurch auf und suchen oft erst Hilfe, wenn es zu spät ist.

Wie merkt man, dass die Akkus leer sind?

Storch: Oft ist da ein diffuses Gefühl von Sorge, man grübelt über Dinge, die nicht so gut geraten sind, verspürt eine dauernde Unruhe. Fühlt sich gehetzt, ohne genau zu wissen, warum. Manchmal hat man auch das Gefühl, dass einem das eigene Leben durch die Finger gleitet. Man spürt, dass man immer gestresster und unzufriedener wird, obwohl man doch scheinbar alles richtig macht.

Leeren sich unsere Akkus eigentlich schneller, je älter wir werden?

Storch: Ja. Im Alter leiden auch die Akkus unter Material-Ermüdung. Man braucht länger, um sie aufzuladen, und sie sind schneller wieder leer. Diese nachlassende Leistungsfähigkeit kann man ab Mitte 40 bemerken. Viele verdrängen dies noch – denn es bedeutet natürlich auch, dass man sich mit der eigenen Begrenztheit auseinandersetzen muss.

Sich entspannen, eine Auszeit nehmen – das alles scheint ein relativ neues Bedürfnis zu sein. Oder kannten unsere Eltern und Großeltern das auch schon?

Storch: Nicht in dem Sinne. Weil sie Leerlauf nicht künstlich herbei zwingen mussten, meist noch in einem natürlichen Rhythmus von Arbeit und innerer Einkehr lebten. Heute gibt es keine ritualisierten Entspannungsmomente mehr. Viele sind durch Handy und E-Mails immer und überall erreichbar. Geschäfte haben oft bis 24 Uhr geöffnet, alles ist immer und überall nutzbar.

Das klingt fast wie ein Teufelskreis. Aber wie entkommt man ihm?

Storch: Wir können das Rad nicht mehr zurückdrehen. Aber wir müssen innerhalb dieses modernen Lebens lernen, die inneren Akkus wieder aufzuladen. Dafür sollte jeder Mensch ganz eigene, individuelle Rituale entwickeln.

Braucht denn jeder Mensch etwas anderes, um sich zu entspannen?

Storch: Aber ja. Je nachdem, was für ein Typ man ist. Wir nennen es den „Mañana-Typ“, nach dem spanischen Wort für „morgen“. Ob Yoga, Joggen, Sauna, Gartenarbeit oder Besuch einer Kunstausstellung – jeder hat etwas, das ihn oder sie entspannt und Kraft gibt. Das Problem ist nur, dass man oft gar nicht weiß, was einem wirklich guttut.

Heißt das, wir haben bisher alle ganz falsch entspannt?

Storch: Viele haben vielleicht irgendwo gelesen, sie sollen Yoga machen oder meditieren. Doch als das nicht half, wurde der Stress nur noch größer und die Akkus noch leerer. Deshalb dachten viele dann, sie hätten etwas falsch gemacht. Dabei haben sie nur was versucht, das nicht zu ihrem Typ passte.

Was empfehlen Sie?

Storch: Ein Mensch, der eine verstärkte Sportneigung hat, kann seine Akkus nicht beim Bücherlesen aufladen. Jemand, für den sozialer Rückhalt viel bedeutet, wird bei einsamen Spaziergängen ziemlich unglücklich. Sport im Verein würde eher passen. Jemand der gerne aktiv ist, sollte immer etwas tun.

Wer seine Akkus sinnvoll auflädt, tut nichts anderes, als sich ganz bewusst in einen Zustand der Behaglichkeit zu versetzen.

Unsere Faustregel lautet: Wenn man fünf Dinge erkannt hat, mit denen man seine Akkus wieder gut auflädt, und diese bei Bedarf einsetzen kann, dann hat man „Mañana-Kompetenz“.

 

Auf die Maschen, fertig, los!

Posted on: September 17th, 2013 by plusadmin

Überraschen Sie doch einfach einmal eine gute Freundin mit einem selbstgestrickten Schal oder häkeln Sie sich selbst für Ihr Heim neue Kissenbezüge, die jedem Raum flugs eine frische Atmosphäre verschaffen. Und nicht nur das, denn Handarbeit vermag uns auch zu beruhigen und uns achtsam ins Hier und Jetzt zu versetzen.

Anleitungen aus der Ausgabe 11/2013 zu den schönsten Häkel- und Strickstücken finden Sie hier zum Herunterladen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und gutes Gelingen!