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Archive for Juli, 2013

Leckere Rezepte mit Tomaten

Posted on: Juli 26th, 2013 by rezwiebel

Je näher der Sommer rückt, umso mehr freuen wir uns auf die saftige Süße fleischiger Tomaten. Gerade Tomaten aus dem Garten sind an Geschmack nicht mehr zu toppen. Ochsenherz und Cocktail-Tomaten, Fleischtomaten, gelbe Tomaten oder Kirschtomaten – die Auswahl ist groß und weckt die Lust auf mediterrane Gerichte, die nach Sommer schmecken.

Unsere liebsten Rezepte mit Tomaten haben wir hier für Sie ausgesucht:

Bruschetta

Zutaten für 2 Personen:

  • 50 ml Olivenöl
  • 1 EL Balsamico
  • 120 g Mini-Mozzarella
  • 10 Kirschtomaten
  • Basilikumblätter
  • 60 g Rucola
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Scheiben Brot
  • 1 Knoblauchzehe

Zubereitung:

  1. 2 EL Olivenöl mit dem Balsamico aufschlagen. Salzen und pfeffern. Mini-Mozzarella und Kirschtomaten halbieren. Die Mozzarella-Stücke, Tomatenhälften und gehacktes Basilikum unterheben.
  2. Brotscheiben von beiden Seiten grillen. Eine Seite mit der aufgeschnittenen Knoblauchzehe einreiben und mit Olivenöl beträufeln.
  3. Rucola, Tomaten und Mozzarella auf dem Brot verteilen. Mit restlichen Olivenöl beträufeln.

Dauer: 15 Minuten
Protion: 499 kcal, 16 g Eiweiß, 38 g Fett, 22 g Kohlenhydrate, 28 mg Cholesterin, 2 BE/KE

Gefüllte Tomaten

Zutaten für 2 Personen:

  • 40 g roter Quinoa
  • 30 g Quinoa
  • ca. 125 ml Brühe
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL frisches Basilikum
  • 2 Tomaten
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Gewaschenen Quinoa komplett mit der Brühe aufkochen, zugedeckt 15 Minuten weich kochen. Vom Herd nehmen und offen auskühlen lassen. Tomaten enthäuten, Deckel abschneiden und aushöhlen. Fruchtfleisch fein hacken.
  2. Quinoa mit Knoblauch, Fruchtfleisch, Zitronensaft, Olivenöl und Basilikum vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In die Tomaten füllen und mit den Deckeln servieren.

Dauer: 25 Minuten
Portion: 173 kcal, 6 g Eiweiß, 3 g Fett, 28 g Kohlenhydrate, 0 mg Cholesterin, 2,5 BE/KE

Gelbe Suppe

Zutaten für 2 Personen:

  • 400 g gelbe Tomaten
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 350 ml Brühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • 50 ml Sahne
  • Schnittlauch
  • Paprikapulver

Zubereitung:

  1. Die Tomaten überbrühen, häuten, entkernen und klein schneiden. Gehackte Schalotte und Knoblauch in Olivenöl glasig anschwitzen. Tomaten hinzufügen und andünsten.
  2. Brühe hinzugeben, zugedeckt 20 Minuten köcheln lassen, dann fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Sahne leicht steif schlagen. Suppe in Schälchen abfüllen, Sahne hinzugeben. Mit dem gehackten Schnittlauch und Paprikapulver servieren.

Dauer: 15 Minuten
Portion: 188 kcal, 3 g Eiweiß, 14 g Fett, 7 g Kohlenhydrate, 23 mg Cholesterin, 0,5 BE/KE

Lammpfanne

Zutaten für 2 Personen:

  • 50 g Pilze
  • 100 g Tomaten
  • 1 Möhre
  • 1/2 Zwiebel
  • 100 g Wirsing
  • 300 g Lammfleisch
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zimt
  • Kurkuma
  • 50 ml Brühe

Zubereitung:

  1. Pilze, Möhre und Tomaten klein schneiden. Zwiebel halbieren, Wirsing in feine Streifen schneiden. Fleischstücke in heißem Öl scharf anbraten, salzen und pfeffern und herausnehmen. Pilze in die Pfanne geben, anbraten und herausnehmen.
  2. Möhre, Wirsing, Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, Brühe angießen, bei mittlerer Hitze 5 bis 7 Minuten köcheln lassen. Fleisch, Pilze und Tomaten zugeben, 4 bis 5 Minuten mitköcheln lassen, würzen.

Dauer: 25 Minuten
Portion: 359 kcal, 35 g Eiweiß, 20 g Fett, 9 g Kohlenhydrate, 96 mg Cholesterin, 1 BE/KE

Tomaten-Cocktail

Zutaten für 2 Personen:

  • 500 g reife Tomaten
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • 3 Stängel Basilikum
  • Worcestersoße oder Tabasco

Zubereitung:

  1. Tomaten abziehen, grob in Stücke schneiden. Schalotte und Knoblauch fein hacken, in Öl glasig schwitzen. Tomaten und 2 EL Wasser zugeben, salzen, pfeffern, mit einer Prise Zucker würzen und bei mittlerer Hitze 45 Minuten köcheln lassen.
  2. 2. Basilikum waschen, trocken schütteln, Blätter unter die Tomatensoße mischen. Nach Geschmack mit Worchestersoße oder Tabasco abschmecken. Erkalten lassen und mit Eiswürfeln servieren.

Dauer: 15 Minuten
Portion: 99 kcal, 3 g Eiweiß, 7 g Fett, 7 g Kohlenhydrate, 0 mg Cholesterin, 0,5 BE/KE

 

Originelle Geburtstagsideen unserer Leser

Posted on: Juli 26th, 2013 by rezwiebel

Abgehoben vor Glück

Zum 50. Geburtstag unserer Freundin Renate haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht.
Wir luden sie und ihren Mann in unser Ferienhaus an der Ostküste Kanadas ein. Unser Geschenk: ein Rundflug mit einem Wasserflugzeug, aber davon ahnte Renate zunächst nichts. Um die Spannung zu erhöhen, zählten wir die Tage wie bei einem Countdown rückwärts, riefen ihr die Zeit immer mal wieder zu. Noch 24, noch 10 Stunden bis zur Überraschung, hieß es immer wieder.

Renate wurde zusehends nervöser. Dann am Tag der Tage – noch 15 Minuten bis zur Überraschung – lotsten wir sie endlich zum Bootssteg. Renate dachte jetzt natürlich an eine Bootsfahrt, aber weit gefehlt. Aus der Ferne näherte sich ein Flugzeug, flog noch mal ein kleines Manöver und landete dann vor unserer Nase. Renates Begeisterung nach dem Flug war riesig. Noch heute 3 Jahre später schwärmt sie von diesem Tag. (Norbert W.)

Mein Motto: griechisch!

Einen griechischen Abend wollten wir zu meinem 60. Geburtstag ausrichten. Wir sind seit 1992 große Griechenland-Verehrer. Deshalb kam uns die Idee.
Um die Zeit, als das fest steigen sollte, wurde Griechenland Europameister und der Ouzo knapp – dank unserers Stammgriechen aber nicht bei uns.
Die Gäste luden wir 4 Wochen vorher ein und baten sie, etwas zum Programm beizusteuern.

Und das taten sie: Ein befreundeter Prometheus brachte das Feuer mittels stilvoller Verkleidung und Gedicht, Tanzprofis legten einen erstklassigen Sirtaki hin und mein Schwiegersohn gestaltete ein großartiges Memory über Griechenland. Sogar Nana Mouskouri gab sich mit „Weiße Rosen aus Athen“ die Ehre. (Annelie K.)

Entführt nach Mallorca

Mit gepackten Koffern sollte ich mich drei Tage vor meinem 60. Geburtstag bereithalten.
Das tat ich und wurde pünktlich um 14 Uhr zum Mittagessen mit der ganzen Familie abgeholt. Doch um 15 Uhr hieß es schon wieder Abschied nehmen und es ging zum Flughafen. Hier erfuhr ich, meine älteste Tochter würde mit mir nach Mallorca fliegen – und nicht nur das: Als wir am Gate ankamen, entdeckte ich auch meine Schwester und eine gute Freundin. „Überraschung!“, riefen sie.

Aber es ging noch weiter. Am Tag meines Geburtstags sitzen wir im Speisesaal des Hotels, als ich plötzlich eine alte Freundin von mir entdeckte, die eigentlich in Südfrankreich lebt. Was habe ich mich gefreut. Zusammen feierten wir bis spät in die Nacht. Ein unvergesslicher Tag! (Ute S.)

Campingplatz-Party

Da mein Mann und ich leidenschaftliche Camper sind, kamen wir auf die 
Idee, Friedrichs Feier zum 60. unter das Motto Campingplatz zu stellen. 

In 
dem Saal des Gasthauses stellten wir Gartenstühle und Sonnenschirme 
auf, die Tischtücher waren aus Wachstuch, die Tischkarten aus 
Schieferplättchen. Die Blumendeko bestand aus Zweigen und Gräsern, die 
in Flaschen gesteckt wurden, da bekanntlich im Wohnwagen keine Vasen 
vorhanden sind.

Sogar an die Kinder haben wir gedacht, für sie 
richteten wir in einer Ecke einen kleinen Kinderspielplatz ein. Und die 
Gäste wurden gebeten, ganz stilecht in Jogging-Kleidung zu kommen.
 Natürlich passte auch die Einladung zum Motto: „Willkommen auf dem Campingplatz“. (Waltraud und Friedrich H.)

 

Im Winter streuen und Schnee räumen – Die wichtigsten Urteile

Posted on: Juli 26th, 2013 by rezwiebel

Für Fußgänger lauern viele Gefahren auf den Gehwegen, wenn der Winter Einzug hält. Glatteis, Schnee und Nässe können schnell dazu führen, dass man ausrutscht und sich schmerzhafte Verletzungen zuzieht. Doch wissen Sie eigentlich, wer zuständig ist, wenn Frost und Schnee die Straßen in eine Rutschpartie verwandeln? Das plus Magazin hat für Sie die wichtigsten Urteile gebündelt, wenn es um den Schutz der Fußgänger im Winter geht:

Diese 8 Urteile sollten Sie kennen

  1. Pflicht der Stadt: 

Eigentlich sind die Städte und Gemeinden in der Pflicht, für schnee- und eisfreie Straßen und Gehwege zu sorgen. Doch fast überall haben die Kommunen Satzungen erlassen, in denen sie einen Teil dieser Pflicht auf die Anlieger, also die Hauseigentümer abwälzen. Juristisch ist dies tatsächlich zulässig, so mehrere Gerichte.
  2. Eigentümer haften: 
aber die Eigentümer können diese Pflicht wiederum auf Mieter (oder andere) übertragen – entweder per Mietvertrag oder indirekt durch den Verweis auf eine entsprechende Klausel in der Hausordnung. Auch das ist rechtlich erlaubt.
  3. Von 7 bis 20 Uhr: 
bei Schnee muss geräumt, bei Glätte gestreut werden – und zwar in der Regel zwischen 7 und 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zwischen 8 Uhr und 20 Uhr. Dies ist der Tenor vieler Urteile. Schneit es zwischendurch oder setzt überfrierender Regen ein, muss nochmals geschippt, gekehrt oder gestreut werden. Übrigens: Den Einsatz von Streusalz darf eine Kommune verbieten.
  4. Für Vertretung sorgen: Wer wegen Krankheit, Urlaub usw. keinen Winterdienst leisten kann, muss für eine Vertretung sorgen. Eine Ausnahme: nach Ansicht einiger Gerichte können sich ältere Mieter wegen Krankheit oder Gebrechlichkeit vom Winterdienst befreien lassen. 
So das Landgericht Münster, Az. 8 S 425/03
  5. Ein Meter genügt: 
Geräumt werden müssen der Bürgersteig vor dem Grundstück oder Haus sowie der Weg zu Mülltonnen und Parkplätzen. Es reicht, wenn ein Streifen von ein bis eineinhalb Metern von Schnee und Eis befreit wird. Mancherorts müssen Anlieger auch Teile der Straße räumen.
  6. Weite Haftung: 
Wer die Pflicht zum Winterdienst verletzt, haftet im Falle eines Unfalls. Ein Vermieter, der Räumpflicht auf Mieter übertragen hat, trägt zumindest einen Teil des Risikos, wenn er nicht regelmäßig kontrolliert, dass die Mieter ordnungsgemäß räumen und streuen. 
Landgericht Oldenburg, Az. 7 U 135/05
  7. Bußgelder drohen: 
Viele Kommunen kontrollieren inzwischen, ob die Gehwege geräumt sind. Bei Versäumnissen verhängen sie Bußgelder. Oder sie beauftragen einen privaten Räumdienst und stellen dies dem Eigentümer in Rechnung. Hintergrund: immer häufigere Beschwerden von Fußgängern.
  8. Räumen lassen
: Wer nicht selbst räumen will oder kann, kann einen privaten Dienstleister beauftragen. Die sind bisweilen preiswerter als gedacht (siehe unten). Als Vermieter kann man diese Kosten für den Winterdienst auf die Mieter umlegen. Private Dienstleister berechnen das Räumen danach, ob per Hand oder per Maschine geräumt wird: Per Maschine kostet ein Quadratmeter Bürgersteig ab etwa 3 Euro, per Hand etwa 5 Euro, jeweils bezogen auf die gesamte Winter-Saison. Wichtig: Viele Anbieter verlangen einen Mindestpreis. In Berlin beispielsweise werden im Schnitt mindestens etwa 100 Euro je Auftrag verlangt, auch wenn die Preise für die eventuell zu räumenden Quadratmeter deutlich darunter liegen.

 

If you’re going to San Francisco

Posted on: Juli 26th, 2013 by rezwiebel

Der Traum von Kalifornien

Kalifornien, ewige Sonne, Träume vom freien Leben. Sie denken, wir reden von den 60ern? Keineswegs, auch heute versprühen Stadt und Bundesstaat noch immer die Magie, dass alles möglich ist.

Karl Teuschl traf ein paar leicht ergraute Lebenskünstler, als er auf dem Highway One gen Süden fuhr.

„Weiß jemand, warum die Uhr hier oben 4.20 Uhr anzeigt, es ist doch erst elf?“ Ein feines Lächeln spielt um den Mund von Touristenführerin Izu. „Vier – zwanzig – das war damals der Code der Polizei für: Achtung, Marihuana in der Luft!“

Die 60-Jährige lebte damals schon im Hippie-Stadtteil Haight-Ashbury. Damals, das war 1967 jener legendäre Sommer der Liebe. Gerade 16, zog sie mit ihren Eltern von New York an die Westküste und entdeckte die Freiheit. Überall war Musik. Es gab ständig kostenlose Konzerte im Park, denn San Francisco nahm die Blumenkinder mit offenen Armen auf. Und die Hippies gaben viel zurück. Sie legten mit ihrem Querdenken die Fundamente für das, was Kalifornien heute ausmacht.

Besonders sichtbar sind diese Wurzeln an Sommer-Wochenenden. Dann locken Folk-Festivals in den Golden Gate Park. Den Weg zur Speedway Meadow, einem schmalen Landstreifen mitten im Park, weisen dann schon von Weitem die Duftwolken der Grillstände – und das Wummern der Bässe von den Bühnen. Also immer der Nase und den Ohren nach oder noch einfacher: mitlaufen mit dem Pulk aus älteren Herren in Motorradjacken und Jeans, die die Haare und Bärte hier immer etwas länger tragen; mit den Frauen in wallenden bodenlangen Kleidern, ihre Enkel auf dem Arm oder im Kinderwagen vor sich. Auf den Wiesen und den sanft ansteigenden Hängen der Speedway Meadow breiten sie ihre Picknick-Decken aus. Mindestens vier Generationen, zwischen 5 und 85.

Tipps für den Highway One

Hier finden Sie die beste Aussicht

Romantischer kann der Blick nicht sein als von der Terrasse des Restaurants Nepenthe in Big Sur. Schon Rita Hayworth und Orson Welles turtelten hier stundenlang.

Mehr sehen dank Rundreise

Wer nicht genug bekommen kann, für den lohnt sich eine 14-tägige Rundreise ab San Francisco über den Highway One. Motel Stopps sind dann u. a. möglich bei Los Angeles, im Death Valley, der Sierra Nevada.

So kommen Sie hin

Nonstop-Flüge gibt es täglich von Frankfurt und München nach San Francisco. Ein Vergleich der Flugpreise lohnt sich hier zwischen Haupt- und Nebensaison.

Die beste Reisezeit

Der Herbst und das Frühjahr empfehlen sich mit durchschnittlich 20 Grad und viel Sonne. Im Sommer herrscht hingegen oft Nebel.

Unser Ausflugstipp

Izus „Flower Power Walking Tour“ durch Haight-Ashbury, Preis ca. 15 Euro, www.haightashburytour.com

Hier können Sie sich inspirieren lassen

www.visitcalifornia.com/de

www.crd.de

Hansestadt Lübeck – Das Tor zur Ostsee

Posted on: Juli 26th, 2013 by rezwiebel

In jeder Gasse ein Geheimnis

Es ist noch früh, gerade sechs Uhr. Die ersten Lübecker eilen an den Marktfrauen vorbei zur Arbeit, nicken ihnen kurz zu oder rufen „Moin, moin“, während die geschäftigen Marktfrauen ihre Waren auslegen.

Die Marktfrauen haben vielleicht keinen Nobelpreis wie die großen Söhne Lübecks, wie Thomas Mann und Willy Brandt. Dafür aber haben sie ein großes Herz und verschenken schon mal eine Blume oder einen Apfel. Oder sie geben Ortsfremden einen Tipp zu Lübecks schönsten Ecken: der Dom, das Buddenbrockhaus, das Holstentor aber auch die alten Gänge und Höfe. Man findet kleine Oasen hinter den Bürger- und Kontorhäusern, herrlich bepflanzt und lauschig.

Zu den schönsten Gängen und Höfen in der Nähe des Marktplatzes zählen Sievers Thorweg und der Bäcker-Gang sowie Glandorps Hof und der Flüchtlingshof in der Glockengießerstraße. Natürlich muss man auch Lübecks „weißes Gold“ – das Marzipan probieren.

Die prächtigen Rathausarkaden im Backsteingotik-Stil sind das nächste Highlight. Spaziert man gemütlich weiter, kommt man zum wohl bekanntesten Markenzeichen, dem schiefen Holstentor, das die 50-Mark-Note zierte und jetzt auf dem 2-Euro-Stück verewigt ist.

Lust auf Lübeck bekommen?

Beste Zeit

Ein Besuch in Lübeck lohnt sich das ganze Jahr über. Denn im Sommer blüht ein Blumenmeer in den liebevoll bepflanzten Gängen und Höfen. Im Winter verwandelt sich Lübeck mit seinen Lädchen in eine echte Weihnachtsstadt.

Unser Tipp

Ein Besuch des Wochenmarkts, montags und donnerstags

Mehr Info

Touristeninformation Lübeck
0451/8899700
www.luebeck-tourismus.de

Kosmetik aus dem Garten

Posted on: Juli 26th, 2013 by rezwiebel

Endlich Wochenende, keine Termine und Zeit um sich richtig mit Kosmetik aus dem eigenen Garten zu verwöhnen. Denn um sich einmal achtsam um sich selbst zu kümmern und sich etwas Gutes zu tun, braucht es keinen großen Geldbeutel, sondern nur diese drei Kräuter, die Sie in Ihrem Garten oder auf Ihrer Fensterbank ziehen können:

  • Minze
  • Petersilie
  • Schafgarbe

Freitag: Minze erfrischt müde Beine

Abends brennen Ihre Füße und die Beine fühlen sich ganz schwer an? Dies sind typische Symptome, wenn Sie lange im Garten oder Haushalt gearbeitet haben. Wer sich jetzt ein Fußbad mit Minze gönnt, profitiert von den ätherischen Ölen, diese kühlen und wirken belebend. Zugleich lassen Sie die Füße wunderbar frisch duften.

So geht’s:

  • Eine Handvoll frische Minze-Blätter in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser übergießen.
  • Etwas abkühlen lassen.
  • Füße für 10 Minuten ins Fußbad stellen.

Samstag: Petersilie bringt Glanz ins Haar

Ihr Haar sieht stumpf und trocken aus? Aus Petersiliensamen lässt sich dank der ätherischen Öle Apiol und Myristichin eine Spülung für sichtbar mehr Glanz herstellen.

So geht’s:

  • 1 EL Petersiliensamen im Mörser zerdrücken.
  • Samen in 1 l Wasser geben und kurz ziehen lassen.
  • Haare wie gewohnt waschen. Zum Schluss Petersilienwasser als Spülung in die Haare geben.
  • 2 Minuten einwirken lassen und ausspülen.

Sonntag: Schafgarbe strafft den Körper

Die Haut reagiert mit den Jahren immer gereizter auf Einflüsse der Umwelt. Wie gut, dass die Blüten der Schafgarbe ein ätherisches Öl enthalten, das antibakteriell wirkt. Gleichzeitig regt sie die Durch blutung an, strafft die Haut. Am effektivsten wirken die Blüten in einem Bad.

So geht’s:

  • Handvoll Schafgarben-Blüten in ein Säckchen aus Musselin geben und ins Badewasser legen.
  • 20 Minuten darin baden.

 

Die 1-Tages-Diät

Posted on: Juli 26th, 2013 by rezwiebel

Vier, fünf Kilo abnehmen, das wünschen sich viele Frauen. Doch längst wissen wir: Diäten bringen nur eins – Frust! Wer wirklich abnehmen will, sollte die 1-Tages-Diät testen. Weil die jeder durchhält und dabei 10 Pfund in einem Monat knackt.

Der Trick dabei? Ganz einfach. Sie entscheiden einfach selbst, wie lange die Diät dauert, denn jeder Tag ist Ihr erster Tag mit einem neuen Ziel. So setzen Sie sich nicht unter Druck und Sie werden feststellen, wie leicht das Abnehmen plötzlich fällt. Entwickelt wurde die 1-Tages-Diät von dem renommierten amerikanischen Herzspezialisten Dr. Mehmet Oz. Hier können Sie die dazu passenden Rezepte herunterladen.

Mehmet Oz formuliert sieben einfache Regeln, die jeden als Leitfaden durch einen erfolgreichen Diät-Tag führen. Starten Sie doch gleich heute!

1. Regel: Jeden Tag neu motivieren

Sie möchten die 1-Tages-Diät machen? Dann motivieren Sie sich täglich neu. Beginnen Sie jeden Morgen mit dem Satz „Ich werde mich die nächsten 24 Stunden an meinen Ernährungsplan halten“.

2. Regel: Vorräte neu sortieren

Lassen Sie sich nicht länger unnötig verführen und verbannen Sie Schokolade, Kekse und Chips aus Ihrer Küche. Legen Sie sich stattdessen einen Vorrat an Oliven, Nüssen, Avocados, Mandeln und Sonnenblumenkernen an. Kaufen Sie Produkte aus Vollkorn. Essen Sie gesund.

3. Regel: Immer satt essen

Hunger ist eine schlechte Voraussetzung, um abzunehmen. Denn: Je hungriger Sie sind, umso mehr essen Sie auch. Ideal ist es, wenn die Menge an Gemüse doppelt so groß ist wie die von Nudel, Kartoffeln und Fleisch.

4. Regel: Stoffwechsel auf Trab bringen

Das erreichen Sie ganz einfach mit viel Flüssigkeit und Bewegung. Schon zwei Gläser Wasser pro Mahlzeit genügen, um Ihren Stoffwechsel anzukurbeln. Noch effektiver ist grüner Tee, denn er fördert zusätzlich die Fettverbrennung. Um Körperfett abzubauen, ist etwas Sport nötig. Ideal sind 40 Minuten pro Tag. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um sich zu bewegen.

5. Regel: Lernen, sich zu entspannen

Greifen Sie bei Stress zu Schoko oder Chips? Dann sollten Sie sich unbedingt eine neue Strategie überlegen. Denn unkontrolliertes Essen macht nicht nur dick, auch der Stress wird so nicht abgebaut. Versuchen Sie stattdessen, auf andere Art zu entspannen. Legen Sie sich auf den Boden. Atmen Sie tief in den Bauch ein und aus. Bleiben Sie 5 bis 10 Minuten so liegen. Versuchen Sie diese einfache Übung täglich zu machen.

6. Regel: Sieben Stunden schlafen

Zu wenig Schlaf führt auf Dauer zu Übergewicht. Zwar ist der Energieverbrauch des Körpers auch nachts hoch, aber dank des appetithemmenden Hormons Leptin, das in der Nacht ausgeschüttet wird, verspürt man keinen Hunger. Wir der Schlaf unterbrochen, schaltet sich das Gegenhormon Ghrelin ein und treibt den Hunger an. Je kürzer Sie schlafen, umso aktiver ist das Hunger-Hormon Ghrelin. Deshalb: nicht weniger als sieben Stunden pro Nacht schlafen.

7. Regel: Kleine Sünden verzeihen

Manchmal passiert es eben und man wird bei einem Stück Kuchen schwach. Ärgern Sie sich nicht. Wichtig ist, dass Sie jetzt nach vorne schauen und weitermachen. Stellen Sie sich gedanklich auf den nächsten Tag ein, mit dem Sie Ihre Diät wieder neu beginnen.

 

Das gönne ich mir!

Posted on: Juli 26th, 2013 by rezwiebel

„Je älter ich werde, desto mahr achte ich auf mich und genieße kleinen Luxus.“ Gabi W. (50 Jahre)

Früher – mit 30 – sah ich in jeder Klamotte gut aus, fühlte mich attraktiv und sexy. Meine Kleider waren hübsch, aber von der Stange. Qualität? War mir nicht so wichtig. Mich selbst verwöhnen? Kein Thema, über das ich länger nachgedacht habe.

Das ist heute ganz anders: Je älter ich werde, desto mehr achte ich auf mich, kann auch genießen, habe plötzlich Freude an Luxus. Und dazu gehört auch, dass ich heute meine Weiblichkeit ganz anders genießen kann, ja sie geradezu zelebriere. Dazu gehört, dass die Zeit der Billigfummel vorbei ist. Das gilt besonders für Unterwäsche. Wie konnte ich mich all die Jahre in diese schrecklichen Umkleidekabinen in den Kaufhäusern zwängen, in denen das Licht so grell ist, dass man sich vor seinem eigenen Spiegelbild gruselt? Ganz anders fühlt sich das in meiner neuen Lieblings-Boutique an.

Sanftes Licht, überall flauschiger Teppichboden, der Vorhang aus Samt, und ich werde ganz individuell beraten. Für einen BH zahle ich 60 Euro und mehr. Viel Geld für wenig Stoff. Das ist egal. In den Momenten geht es um mich. Denn mein Körper ist mit den Jahren runder, weiblicher geworden. Nur wenn ich Wäsche trage, die gut sitzt, nirgendwo kneift, fühle ich mich wohl, ja attraktiv! Und dann freue ich mich jeden Morgen beim Anziehen über die schönen Stücke.

Darf ich mir das leisten?

„Mich verwöhnen? Das hat man in den Nachkriegsjahren als Kind nicht gelernt.“ Eva H. (75 Jahre)

Angst. Armut. Entbehrung. Das war meine Kindheit. 1936 geboren, kannte ich in den ersten Jahren meines Lebens nur eine Welt: die des Krieges. Danach flüchteten meine Mutter, meine zwei Geschwister und ich von der Oder nach Freden (in der Nähe von Hannover) – Vater war gefallen. Wir lebten zu viert in einer winzigen Kammer. 125 Reichsmark, mehr hatten wir nicht. Selbst Kernseife war zu teuer. Stattdessen wuschen wir uns mit „Lehmseife“. Ein brauner, harter Block, der kaum schäumte und nach nichts roch. Dann, in den 50er Jahren, brachte mir meine Freundin Rita „Soap“ aus Großbritannien mit – englische Seife. Nie werde ich den Moment vergessen, in dem ich diese Kostbarkeit auspackte: zartrosa und nach Rosen duftend.

Wie einen Goldschatz habe ich die Seife gehütet, nur zu ganz besonderen Anlässen benutzt. Sie war für mich mehr als purer Luxus: Sie war ein Versprechen – auf bessere Zeiten. Vor gut zwei Jahren flatterte ein Katalog in meinen Briefkasten mit englischer Seife. 15 Euro! Die Frage „Kann ich mir das leisten? (ich habe nur eine kleine Rente) stand nur kurz im Raum. Ja, ich wollte! Mit Herzklopfen wartete ich auf mein Päckchen mit Seifen aus Hagebutte, Eberesche, Thymian, Olive, Zitrone. Als es eintraf, begann eine neue Zeit für mich: Ich konnte, ich durfte, ich wollte genießen. Jeden Tag!

Endlich Zeit für mich!

„Immer nur ackern, dafür ist das Leben zu kurz. Jeder Tag sollte wertvoll sein.“ Manfred Sch. (66 Jahre)

Was ist Ihnen wirklich wichtig im Leben? Ich habe mir diese Frage auch vor ein paar Monaten gestellt. Die simple Antwort: Zeit, Lebenszeit. Ich bin 66, wenn ich Glück habe, liegen vielleicht noch 20 Jahre vor mir; wenn ich Pech habe, ist es morgen schon vorbei. Doch was macht man mit dieser Erkenntnis? Alles hinschmeißen, das Leben komplett umkrempeln?

Unrealistisch. Weil ich mich als Selbstständiger (nach zwei Scheidungen) nicht finanziell einschränken will, gehe ich weiter arbeiten und versuche die Dinge im Kleinen zu ändern. Andere Prioritäten zu setzen. Meine Zeit wertvoller zu machen. Sie mit Dingen zu verbringen, die mir wichtig sind, Spaß machen. Putzen, Bügeln, Wischen gehören nicht dazu. Deshalb kommt drei Stunden pro Woche eine Haushaltshilfe, sie kostet 30 Euro. Viel Geld, aber es lohnt sich. Natürlich ist das ein komisches Gefühl, dass jemand zu einem kommt, um sauber zu machen. Früher hat das in erster Linie meine Lebensgefährtin übernommen. Ich hielt das nicht für „meine Baustelle“, obwohl natürlich 50 Prozent des Drecks von mir sind.

Heute schenkt die Putzfrau uns beiden Zeit: einfach spontan eine Stunde auf dem Balkon sitzen, ein Wochenende auf dem Campingplatz – das gönnen wir uns jetzt öfter. Immer nur ackern und auf Urlaub sparen, das habe ich früher gemacht. Dafür bin ich einfach zu alt.

Egal, was die anderen denken!

„Ich spiele Golf, weil es mir Spaß macht – auch wenn andere das dekadent finden.“ Margret Sch. (70 Jahre)

Neid ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Dieses missgünstige Schielen auf andere. Das Tuscheln hinter dem Rücken, wenn man sich etwas leistet. Davor hatte ich Angst, als ich vor ein paar Jahren darüber nachdachte, in einen Golfclub einzutreten. Was werden die Nachbarn sagen, was die Freunde? Golf ist schließlich bei vielen als Bonzensport verpönt. Aber sollte ich meine Entscheidung davon beeinflussen lassen? Nicht tun, was ich gerne möchte, nur um nicht aus der Reihe zu tanzen, es den anderen recht zu machen? Nein dachte ich mir irgendwann! Schließlich ist es ja keine Schande, dass es mir finanziell gut geht. Im Gegenteil: Ich habe mein ganzes Leben lang dafür gearbeitet. Da ist es nur legitim, dass ich mir etwas gönne, woran ich Spaß habe. Egal, was die anderen denken. Und so teuer ist es außerdem gar nicht mehr. 800 Euro im Jahr. Das zahlen viele für eine Woche Mallorca …

Wenn ich heute Nachbarn oder Bekannten von meinem Hobby erzähle, auch davon wie locker es inzwischen auf dem Golfplatz zugeht, ohne steife Etikette und Kleiderordnung, wirken die meisten überrascht, gar nicht mehr neidisch, eher interessiert. Erst recht, wenn ich ihnen erzähle, wie toll man sich beim Golfen fit halten kann (18 Loch sind mindestens ein Vier-Stunden-Marsch) und wie sehr ich jede Minute genieße, die ich an der frischen Luft bin.

 

7 Tipps für eine glückliche Partnerschaft

Posted on: Juli 26th, 2013 by rezwiebel

14 Jahre und sechs Monate dauert eine Ehe im Schnitt. Da kommt die Frage auf: was machen langjährige, glückliche Paare anders?

Das plus Magazin hat sich umgehört und für Sie sieben wichtige Tipps für eine glückliche Partnerschaft zusammengetragen:

1. Die Romantik wachhalten

Nach etlichen Ehejahren sind die rosa Wolken blasser geworden. Trotzdem ist es wichtig einander öfter liebevolle Worte zu sagen und sich mit kleinen Aufmerksamkeiten zu überraschen. Tun Sie Ihrem Partner spontan etwas Gutes – und schätzen Sie es ebenso, wenn sich Ihr Partner bemüht.

2. „Tut mir leid“ sagen

Langjährige Ehepartner haben meist ein gutes Gespür dafür entwickelt, wann Sie den anderen verletzt haben oder über das Ziel hinausgeschossen sind. Dann ist eine ernst gemeinte Entschuldigung fällig.

Mindestens ebenso wichtig ist aber auch die Kehrseite der Medaille: der Partner sollte auch bereit sein zu verzeihen.

3. Psst, Geheimnis!

Jeder braucht innere (und äußere) Freiräume, möchte Dinge alleine lösen. Mit den Jahren ahnt man auch, bei welchen Themen der andere „dicht macht“.

Zeigen Sie darum Fingerspitzengefühl und meiden Sie ggf. heikle Themen.

4. Machen Sie „das Fass zu“

Sie haben oft über dasselbe Thema gestritten und sind zu keiner Lösung gekommen? Lassen Sie es gut sein, statt sich zu verbeißen. Akzeptieren Sie beide, wenn Sie anderer Meinung sind. Das entspannt und macht die Liebe stärker.

5. Zu zweit lachen

Vor allem über gemeinsam Erlebtes. Erinnern Sie sich an Reisen zu zweit, an Jugendsünden oder witzige Missverständnisse. All das macht ein Paar besonders und stärkt das Bewusstsein: Wir sind einzigartig!

6. Seien Sie loyal

Natürlich, man kennt schon alle Geschichten und Marotten des Partners. Dennoch: Verdrehen Sie nicht die Augen, sondern halten Sie sich zurück – vor allem in Gesellschaft anderer.

7. Neugierig bleiben

Man kann (und muss – siehe Punkt 3) nie alles voneinander wissen, aber der Partner ist der vertrauteste Mensch. Sich füreinander zu interessieren und einander gut zuzuhören ist der höchste Grad der Wertschätzung.

 

Und es hat Zoom gemacht …

Posted on: Juli 26th, 2013 by rezwiebel

Der erste Kuss, ein tiefer Blick, eine zärtliche Berührung – es gibt Momente, die vergisst man nie. Jedes Detail, jede Geste ist für immer im Gedächtnis. Auch nach Jahren kann man den Beginn der eigenen Liebesgeschichte noch so lebendig erzählen, als wäre es gerade geschehen. Und wer sich an die eigene Liebesgeschichte erinnert, beginnt unwillkürlich zu lächeln.

Unsere Leser berichten:

Sie hat aus heiterem Himmel mein Leben verändert

Eigentlich wollte Christian S. 2009 für ein Jahr durch Südamerika reisen, eine berufliche Auszeit nehmen. Doch als er zufällig N. kennenlernt, verliebt er sich und wirft alle Pläne über den Haufen.

Busbahnhof in Quito. Ratlos stehe ich vor den Abfahrtsschildern: Welche Bus fährt in die Innenstadt? Vielleicht kann die elegant gekleidete Frau mir helfen. ich frage, sie lächelt. Doch statt einer Antwort winkt sie mich hinter sich her, hinein in einen Bus. Sie erzählt von ihrer Arbeit als Handelsvertreterin von Naturheilmitteln. Wir reden, wir lachen, fühlen uns seltsam vertraut. Was für eine schöne, interessante Frau, schießt es mir durch den Kopf. Ihr geht es wohl ähnlich. Spontan fragt sie mich, ob ich mir ihre Firma ansehen möchte. Nichts lieber als das! Irgendetwas ist da zwischen uns. Sympathie, eine Anziehungskraft? Wir verbringen den ganzen Tag zusammen. Bummeln durch Museen, sitzen in ihrem Lieblingscafé. Und wissen, wir wollen zusammenbleiben.

Es klingt im Nachhinein verrückt – aber zwei Wochen nach dem ersten Kennenlernen laufen wir auf den Galapagos-Inseln Händchen haltend über den Strand, wie in einer kitschigen Hollywood-Schnulze, unser erster gemeinsamer Urlaub, nach zwei Wochen. Jeder Tag ein Rausch. Wir denken nicht. Leben einfach. Zukunftspläne? Nein. Nicht nachdenken, wie es werden wird, wenn ich wieder zurück nach Deutschland muss.

Bogotá, zwei Wochen später. Ich wollte doch durch Südamerika reisen – und schaue mir immer wieder die gleichen Fotos an: N. und ich am Strand, in einer Bar, beim Rumalbern. Ich vermisse sie so sehr, kann meine Reise nicht mehr richtig genießen. Ständig frage ich mich: Was macht sie gerade? Denkt sie an mich? Ich will nur noch zurück zu ihr …

Christian S. bricht seine Reise ab, bleibt noch neun Monate bei ihr in Quito, bevor er nach Deutschland zurückkehrt. Drei Monate später kommt N. nach. Sie heiraten und sind heute stolze Eltern eines Sohnes.

Du gingst mir nie aus dem Kopf

Umweg zum Glück. Manchmal braucht es etwas länger, bis man erkennt, wer der Richtige ist. So wie bei Christine und Andreas. Zweimal waren sie ein Paar, trennten sich, verloren sich 15 Jahre aus den Augen – und fanden dann doch zueinander.

Christine: Obwohl es damals richtig war, sich zu trennen, weil wir zu unterschiedliche Lebensentwürfe hatten – vergessen habe ich dich nie. Immer wenn ich Matthias Reim hörte, habe ich an dich gedacht. Vor allem wenn unser Lied lief.

Andreas: Mir ging es genauso. War ich in Norddeutschland beruflich unterwegs, bin ich sogar jedes Mal bei dir vorbeigefahren. Ich saß dann bestimmt eine halbe Stunde im Auto vor deinem Haus, dachte an früher, fragte mich, wie es dir wohl geht, ob du einen Partner hast, wie du aussiehst …

Christine: Warum hast du denn nicht einfach geklingelt?

Andreas: Weil ich Angst hatte, mich wieder in dich zu verlieben. Außerdem hatte ich eine Freundin.

Christine: Aha. Und als Schluss war, dachtest du: ich probier’s noch mal?

Andreas: So einfach war das nicht. Du spuktest mir auch schon vorher die ganze Zeit im Kopf herum. Ich habe mich oft gefragt: Bist du die Frau meines Lebens? Ich brauchte einfach Gewissheit. Als ich erfuhr, dass du im Internet bei „Stayfriends“ bist, habe ich wochenlang überlegt, wie und was ich dir schreiben soll. Ich wusste ja nicht, wie du nach 15 Jahren reagieren würdest. Deshalb habe ich es mit „Klopf, klopf, wollt nur mal hören wie’s dir geht“ versucht. Ich hatte wahnsinniges Herzklopfen, als ich auf den Sende-Button klickte.

Christine: Du hast mich ganz schön überrumpelt. Plötzlich waren tausend Erinnerungen wieder da. Und dann fing auch bei mir das Herzklopfen an… Aber ich wollte dich zappeln lassen, antwortete erst zwei Tage später. Schließlich bist du damals sang- und klanglos fortgegangen. Hast mir nur eine Karte geschickt. „Habe Diplomarbeit geschafft! Viele Grüße, Andreas“. Keine Adresse, keine Telefonnummer. Von einem Freund erfuhr ich später, wo du lebst und dass du eine Tochter hast.

Andreas: Genau deswegen hatte ich auch Bammel, dass du dich nicht melden würdest. Umso mehr freute ich mich über deine Antwort. Als wir dann telefonierten, ich deine Stimme hörte, spürte ich gleich wieder so eine Nähe und Wärme. Ich konnte es gar nicht abwarten, dich zu sehen. Und dann stand ich vor deiner Haustür: nervös, mit flauem Magen. Als du die Tür öffnetest, nur dein Kopf rauslugte, wusste ich: Ja, das ist meine Chrisi.

Auch bei Christine funkte es sofort wieder, und Andreas blieb an jenem Abend gleich über Nacht. Seitdem sind die beiden wieder ein Paar und planen die Hochzeit.

Sein nettes Lächeln hat mich verzaubert

Zwei Teenager, ein kurzer Blick – die erste ganz große Liebe. Sie hält bis heute. Und begann für Anna-Maria und Günter vor mehr als 50 Jahren auf einem Campingplatz.

Was für ein hübscher Junge, dachte ich, als ich Günter mit seinen beiden Freunden auf dem Campingplatz in Büsum radeln sah. Sofort stellte ich mich auf die Zehenspitzen, um ihn durchs Fenster besser sehen zu können: Er war so groß, schlank, hatte kurze blonde Haare, und wenn er lachte, blitzten seine weißen Zähne. Ja, und dann sein Lächeln – wahrscheinlich habe ich mich zuerst in sein Lächeln verliebt.

Ich war 16, kümmerte mich auf dem Campingplatz um Anmeldungen, Kiosk und alles andere. Und als Günter kurze Zeit später vor mir stand, um etwas zu kaufen, war ich vor Aufregung ganz verlegen, konnte ihn kaum anschauen, brachte kein Wort raus, außer „Das macht 2 Mark“ und „Darf’s sonst noch was sein?“. Und schon war er wieder raus.

Und in meinem Kopf gab es nur noch einen Gedanken: Wie kann ich ihn so schnell wie möglich wieder sehen. „Vielleicht heute Abend, wenn sich alle zum Lagerfeuer treffen?“, hoffte ich. Tatsächlich, neben ihm war noch ein Platz frei und ich huschte an seine Seite, natürlich ohne ihn dabei anzusehen. Er rückte ein wenig näher an mich heran und ich spürte mein Herz immer schneller schlagen. Ob auch ich ihm gefiel?

Am nächsten Tag konnte ich mich kaum auf meine Arbeit konzentrieren, hielt nur Ausschau nach ihm. Und tatsächlich, kurz bevor ich den Kiosk schloss, stand er plötzlich vor mir. „Gehst du mit ins Kino?“, und wuschelte sich dabei nervös durch die Haare. Klar wollte ich! An den Film kann ich mich nicht mehr erinnern. Nur, wie langsam seine Hand zu mir rüberwanderte, sich seine Finger in meinen verschränkten. Von da an gingen wir fast jeden Abend ins Kino, zwei Wochen lang.

Dass diese Zeit enden könnte – daran wollten wir nicht denken. Genossen jede Minute miteinander. Doch natürlich, der Tag der Abreise kam. Günter gab mir einen schüchternen Kuss auf die Wange, dann war er fort. Und ich fühlte mich hundeelend, dachte ständig an ihn. Am liebsten wäre ich ihm nachgereist.

Eine Woche später kam eine Karte: „Sind gut angekommen … Schöne Grüße Günter“. Mein Herz hüpfte. Ich schrieb sofort zurück. Die Briefe bewahre ich in einem Karton unterm Bett auf, holte sie immer wieder hervor, studierte, interpretierte jedes Wort. Ein paar Wochen später schrieb er „In Liebe“ und später „Es küsst dich Dein Günter“. Mehr als 300 Briefe habe ich bekommen.

Zwei Jahre vergingen so. Zwei Jahre in denen mir Günter immer vertrauter wurde. In denen wir uns an unseren Wünschen, Träumen, Hoffnungen und Ängsten teilhaben ließen. Und dann im Juli 1960, konnten wir uns endlich wiedersehen. „Ich habe solche Sehnsucht nach Dir!“, hatte Günter in einem seiner letzten Briefe geschrieben. Und auch ich vermisste ihn sehr. Ich kaufte mir ein neues lilafarbenes Kleid, stand ewig damit vor dem Spiegel. Dann endlich setzte ich mich in den Zug zu ihm. Dass man so starkes Herzklopfen haben kann … Je näher ich kam, desto unruhiger wurde ich. Und dachte die ganze Zeit über: Ob er mich gleich wieder erkennt? Und ich ihn?

Und dann stand er da und strahlte. Er wirkte erwachsener, selbstbewusst und stark. Er kam auf mich zu, schlang seine Arme um mich und küsste mich. Unser erster richtiger Kuss! Es war einfach wunderbar, es fühlte sich so richtig und gut an. Seitdem sind wir ein Paar. Und immer noch verliebt. In diesem Jahr feiern wir goldene Hochzeit.